04.08.2012 07:52 Vom 14.09.- 21.09.2012 von Kunstrefugium e.V.

München - Closed art – Kunst unter Verschluss - Im Keller der kleinen Künste werden nicht nur die Künstler aktiv sein, sondern auch die Besucher Initiative ergreifen

Bild 1 Eberhard Krüger

Bild 2 Funkoustic Pressefoto

Bild 3 Willy Thor Buder

Bild 4 Ingrid KLAUS Pitahaya

Bild 5 Kathrin Knoepfle

Von: Ingrid Müller

Wenn Kunstrefugium e.V. eine Closed art ankündigt, klingt das ein wenig nach Protestaktion und in gewissem Sinn ist es das auch. Die Künstlervereinigung hätte sich gerne bei der Open Art der zeitgenössischen Münchner Galerien angeschlossen, aber dort gibt es abgesehen von der Projekten des Münchner Kulturreferats, nur begrenzt zugelassene Ausstellungsräume.


So entstand die Idee der Closed Art : eine „geschlossene“ Veranstaltung, bei der die Besucher nicht einfach reinspazieren, sondern sich um den Eintritt verdient machen müssen, in dem sie sich eine „Zutrittsberechtigung“ besorgen. Diese finden sie an Abreißzetteln, die im Stadtgebiet verteilt sind und die Veranstaltung bewerben. Wer mit einem Schnipsel = Ticket zur closed art erscheint, bekommt dafür nicht nur freien Eintritt zu allen Veranstaltungstagen, sondern auch ein Freigetränk (pro Person ist nur ein Schnipsel einlösbar).

Wer sich aus Zeitgründen keinen Schnipsel beschaffen kann, hat alternativ die Möglichkeit vor Ort 5 Euro als Eintritt zu spenden oder sich über die Website www.closedart.de ein Ticket zu besorgen.


Kunstrefugium möchte den Besuchern für ihr Engagement natürlich auch etwas bieten und zeigt im Keller der kleinen Künste nicht nur eine Werkschau der vernetzten Künstler, sondern auch ein „Erlebnisprogramm“, das neben besonderen musikalischen Highlights auch mit einem Theaterstück, verschiedenen Kurzfilmen und einer Tanzperformance aufwartet.


Der Keller der kleinen Künste im Gärtnerplatzviertel bietet dafür mit seinem “ungeschminkten“ Charme das richtige Ambiente. Mit unverputzten Wänden, den sichtbaren Abwasserrohren und Leitungen steht diese Räumlichkeit in krassem Widerspruch zu den „heiligen“ Hallen klassischer Ausstellungsräume. Hier passieren ungewöhnliche Kunstevents, die hinsichtlich der Eindringlichkeit und Nähe zu den Künstlern und ihren Werken seinesgleichen suchen.

Durch die unterschiedliche Gestaltung und Belebung durch die Künstler entsteht immer wieder ein völlig neues Raumerlebnis. In kaum einer anderen Örtlichkeit haben Künstler so freie Gestaltungsmöglichkeiten, wenn sie ein Theater inszenieren, Performance oder Installationen umsetzen oder eine klassische Kunstausstellung darbieten. Der Raum atmet jedes Mal eine eigene Stimmung, die auch den Besucher einfängt.


Veranstaltungen von Kunstrefugium e.V. versprechen immer Ausstellungen mit verschiedenen zeitgenössischen Kunstrichtungen, die die Vielfalt der Mitglieder repräsentieren. Kunstrefugium e.V. ist ein überregionaler Zusammenschluss von bildenden Künstlern aus ganz Deutschland und Österreich, die sich für gemeinsame Aktionen und Projekte zusammen geschlossen haben.

Vor über vier Jahren wurde die Künstlervereinigung in München gegründet und ist seit Juli diesen Jahres in das Haus der kleinen Künste, das von der Galeristin Bahar Auer in der Buttermelcherstraße 18 geführt wird, als Heimatadresse eingezogen. Der Keller der kleinen Künste befindet sich im Hinterhof dieser Adresse. Die Veranstaltung closed art wird am 14.09. um 19 Uhr mit der bayrischen Songwriterin Uli Mauk eröffnet, die sich selbst mit „eigen, aber nicht artig“ charakterisiert.

Neben erfrischenden, unterhaltsamen Liedern, die garantiert für gute Stimmung sorgen, bringt sie auch Gesellschaftskritisches auf den Tisch und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Samstag und Sonntag wird die Ausstellung bereits um 14 zum Kinonachmittag geöffnet, am Samstag Abend gibt es 100% Theater und am Sonntag Abend eine Tanzperformance mit Kathrin Knöpfle, die unter die Haut geht.

Wer sich nur die Ausstellung ansehen möchte hat Mi – Freitag von 14 – 19 Uhr Gelegenheit dazu (Eintritt frei). Zum Abschluss der Veranstaltung gibt es am 21.09. ab 19 Uhr mit Funkoustic noch ein besonderes musikalisches Highlight: Funk meets Acoustic -mit eigenen Kompositionen entführen die Sängerin Bine Trinker und der Gitarrist Daniel Bolkenius auf eine poetische Entdeckungsreise in unentdeckte Musikwelten.


Closed art 14.09.-21.09. 2012


Keller der keinen Künste

Buttermelcherstraße 18 (Hinterhof)

80469 München


Nähere Infos zur Closed art und zum Veranstaltungsprogramm gibt es unter www.closedart.de