27.04.2017 07:00 kubus

Kunstpreis Sparda - Weibliche Power im Kunstmusem Stuttgart

Werk von Corinne Wasmuth

Es wurden drei Künstlerinnen für den Sparda Kunstpreis nominiert, deren Werk sich einem erweiterten Malereibegriff zuzuordnen lässt. Corinne Wasmuht, Foto: Gunter Lepkowski

Von: GFDK - Kunstmuseum Stuttgart

2017 wird der von der Sparda-Bank Baden-Württemberg und dem Kunstmuseum Stuttgart gemeinsam ins Leben gerufene »Kubus. Sparda-Kunstpreis im Kunstmuseum Stuttgart« zum dritten Mal an eine Künstlerin oder einen Künstler mit Bezug zum Land Baden-Württemberg vergeben.

Es wurden drei Künstlerinnen nominiert, deren Werk sich einem erweiterten Malereibegriff zuzuordnen lässt. Neben dem Preis der Jury, der während der Laufzeit bekannt gegeben wird, lobt die Sparda-Bank erneut einen Publikumspreis aus.

Leni Hoffmann (* 1962 in Bad Pyrmont, lebt in Düsseldorf/Karlsruhe) arbeitet in-situ. Ihre zeitbasierten Interventionen verschränken den Innen- und Außenraum. Volumen werden gebaut und dematerialisiert, Scheinflächigkeit hergestellt. Das Übersehene und dem Ort Eigene gerät in den Blick. Alltägliche Werkstoffe – Beton, Knete, Gitterroste, LKW-Planen, ganze Zeitungsauflagen – finden Verwendung. Die Kontextverschiebung des Materials schafft Raum für die Begegnung mit ihrem künstlerischen Eingriff und fordert den Betrachter als Teilhabenden am Werk ein.

Ausstellung in Stuttgart

Ausgangspunkt der poetischen Gemälde und raumgreifenden Werke von Myriam Holme (* 1971 in Mannheim, lebt in Mannheim) ist eine Untersuchung der Eigenschaften unterschiedlicher Materialien, wie Aluminiumblech und Glas. In ihren Arbeiten treffen Gegensätze aufeinander: glänzende und matte Oberflächen, flächige und plastische sowie kleinteilige und massive Elemente. Die Werke bewegen sich häufig von der Wand in den Raum und durchmessen ihn nach allen Seiten.

Corinne Wasmuth im Kunstmuseum Stuttgart

In ihren großformatigen Werken fügt Corinne Wasmuht (* 1964 in Dortmund, lebt in Berlin und Karlsruhe) Fragmente der Wirklichkeit kaleidoskopartig zusammen. Grundlage ihrer Arbeiten ist ein sich ständig erweiterndes Archiv aus vorgefundenen Abbildungen, zum Beispiel aus medizinischen Fachzeitschriften. Daraus collagiert Wasmuht am Computer ihre Bildideen als Vorlagen für ihre Gemälde. Die präzise gemalten Bilder ihrerseits wirken zunächst als seien sie Momentaufnahmen. Tatsächlich liegen ihnen sorgfältig erarbeitete Kompositionen, eine differenzierte Farbigkeit und Lichtführung zugrunde.

Kubus. Sparda-Kunstpreis im Kunstmuseum Stuttgart

18. März – 18. Juni 2017

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