26.01.2016 01:16 Aufnahmen, die "aus der Zeit" fallen

Einzigartige Werke von Sarah Moon in Hamburg - Die Flüchtigkeit des Augenblicks

Die Deichtorhallen in Hamurg

Die Deichtorhallen in Hamurg: Foto (c) Guillaume Baviere - Flickr.com

Sarah Moon

Aufnahmen, die "aus der Zeit" fallen - Bild (c) Sarah Moon

Von: GFDK - Redaktion

Liebe Freunde der Künste! Passend zu verträumten Herbstlandschaften und buntem Blätterwald möchten wir Euch eine Ausstellung ankündigen, die ihr Publikum für eine Weile aus dem grauen Alltag entrückt:

Ein Kultur-Wochenende in der Hansestadt Hamburg

Das Haus der Photographie (Hamburger Deichtorhallen) zeigt vom 27. November 2015 bis zum 21. Februar 2016 Arbeiten der französischen Künstlerin Sarah Moon (mit bürgerlichem Namen Marielle Warin). Die Ausstellung zeigt die bisher größte Sammlung des fotografischen und filmischen Œuvres der heute 74-jährigen.

Aufnahmen, die "aus der Zeit" fallen

Sarah Moons Werke sind einzigartig. Im Gegensatz zu herkömmlichen Arbeiten für Mode- und Beautylabels, die auf Makellosigkeit und perfekte Inszenierung setzen, hat die gebürtige Britin sich der Ästhetik des Augenblick verschrieben: Ihre Bilder sind verschwommen, undeutlich und verwischt, die Modelle scheinen ganz in sich und den Moment versunken.

Die häufig monochromen Aufnahmen zeigen keine inszenierte Wirklichkeit, sondern spüren der Flüchtigkeit des Augenblicks nach, dem Moment zwischen den Zeiten. Dieser sehr individuelle Stil, der aufgrund der ungewöhnlichen Perspektiven und eigenwilligen Kompositionen ein wenig an die Experimentelle Fotografie der 1920er und 30er Jahre erinnert, ist mittlerweile als Mood-Fotografie bekannt geworden und sichert der Künstlerin bis heute Aufträge der ganz großen Namen wie Chanel, Dior und Christian Lacroix.

Vom Mannequin zur Fotografin

Dass es Moon gelingt, mit dem Foto gleichsam die Seele ihrer Modelle einzufangen, mag daran liegen, dass sie mit dem Platz vor der Kamera ebenso vertraut ist wie mit der Position hinter der Linse. Die 1941 in England geborene Künstlerin arbeitete einige Jahre als Model und Mannequin für die Haute Couture in Paris, bevor sie in den späten 60er Jahren damit begann, selbst fotografisch tätig zu werden.

Obwohl (oder gerade weil) sie das Handwerk niemals professionell erlernt hat, arbeitet die heutige Starfotografin mit einem intuitiven Gespür für ungewöhnliche Arrangements, träumerisch-unwirklichen Lichteinfall und Motive mit dem "gewissen Etwas".

Während Moon zunächst hauptsächlich als Werbefotografin tätig war und als erste Frau überhaupt für den berühmt-berüchtigten Pirelli-Kalender shooten durfte, widmet sie sich neben den Modeaufnahmen schon bald auch der Stillleben-, Landschafts- und Portraitfotografie.

Die Ausstellung im Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen widmet sich neben dem fotografischen Werk der Künstlerin auch ihrem filmischen Schaffen, das Mitte der 1980er Jahre mit zahlreichen Werbefilmen und dem Pop-Video "Äicha by Khaled" begann. Mittlerweile dreht die Wahl-Pariserin neben Dokumentarfilmen (z.B. Über den 2004 verstorbenen Fotografen und Regisseur Henri Cartier-Bresson) auch Spiel- und Märchenfilme.

Die Ausstellung von November 2015 bis Februar 2016zeigt rund 350 fotografische Arbeiten und fünf Filme der Künstlerin, deren Werk bereits in Galerien und Museen auf der ganzen Welt, darunter New York, Kyoto und dem Londoner Royal College of Art, zu sehen war.

Ein Ausflug in andere Welten

Sarah Moon ist ein Muss für alle, die sich ein wenig mehr Zauber für ihr Leben wünschen. Da sowohl ihre fotografischen als auch ihre filmischen Arbeiten sich häufig jedoch nicht auf den ersten Blick erschließen, sondern erst mit der Zeit ihre Wirkung entfalten, solltet ihr euch in aller Ruhe mit ihrem Werk auseinandersetzen können.

Schon ab 10,00 Euro Übernachten, das A&O Hostel macht es möglich

Ideal wäre es daher, mindestens zwei Tage für den Besuch der Ausstellung einzuplanen und ein komplettes Kultur-Wochenende in der Hansestadt Hamburg zu verbringen. Als ideale Ausgangsbasis empfiehlt sich hierfür das A&O Hostel am Hamburger Hauptbahnhof, da dieses sehr zentral gelegen ist und ideale Anbindungen sowohl in die Innenstadt als auch zu den anliegenden Gegenden hat.

Über die verschiedenen Service-Kategorien könnt ihr euch auf aohostels.com informieren – Übernachtungen sind hier schon ab 10,00 Euro pro Person/ Nacht möglich. Für die Ausstellung im Haus der Photographie gibt es tatsächlich keine bessere Unterkunft als das A&O Hostel, da die Hamburger Deichtorhallen von dort aus über den Högerdamm in nur 11 Gehminuten erreichbar sind.


 

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