21.11.2016 10:45 Ausstellung in der Horbach Stiftung

Eine Reise zu den Menschen - von der Mongolei nach Afrika bis Köln

Fotoreisen in die Mongolei, nach China, Tibet, Sibirien, in den Oman bis nach Koeln

Fotoreisen in die Mongolei, nach China, Tibet, Sibirien, in den Oman und nach Indien. Foto: (c) Claudia Kroth

Joaquim Seguí zieht es vor allem nach Afrika

Joaquim Seguí zieht es vor allem nach Afrika. Foto: (c) Joaquim Segui

Marta Pujades zeigt ihre private sicht auf Koeln

Marta Pujades zeigt mit „August“ ihre private sicht auf Köln. Foto: (c) Marta Pujades

Von: GFDK - Gottfried Böhmer

Michael Horbach hat uns schon einige schöne Ausstellungen beschert. In bester aber auch trauriger Erinnerung ist uns die Ausstellung von Axl Klein mit dem Titel "Zorn" die von Roger Willemsen 2013 eröffnet wurde. Der großartige Mann ist Anfang des Jahres verstorben und wir trauern immer noch.

Damals habe ich geschrieben " Wenn dazu aber noch Roger Willemsen die Ausstellung eröffnet, kann man sich auf Wort-, Sprachgewaltiges, Tiefgründiges und Hintergründiges einstellen. Mit anderen Worten, wer in Köln dabei war, hat viel zu erzählen und mitgenommen."

Die Ausstellungseröffnung durch Roger Willemsen war für viele Gäste das absolute Highlight des Abends. Was Willemsen mit Wortgewalt, Sprachwitz und Ironie pointiert zum Thema ZORN vortrug, stimmte nachdenklich, brachte aber auch die Zuhörer an vielen Stellen zum lachen.

Der Schriftsteller Matthias Altenburg hat mal über Willemsen gesagt: "dass er schon drei kluge Sätze gesagt hat, bevor man den eigenen dummen, den man auf der Zunge hat noch verwerfen könnte". Das konnte ich nun bestätigen.

Das Publikum klebte an Willemsens Lippen. Der ZORN, so die Erkenntnis, ist allgegenwärtig, steckt in jedem von uns und ist nicht selten eine Triebfeder der Veränderung. Mir und den Gästen ist dieser Abend heute noch unvergänglich geblieben und ich werde mich mein Leben lang gerne daran erinnern. Roger Willemsen fehlt nicht nur uns.

Auch die Ausstellungen "Che Guevara", "Wunden" von fünf Künstlern, und zuletzt die Ausstellung "Berge bewegen sich nicht" von sechs iranischen Künstlern, allesamt persischer Herkunft an der Gila Abutalebi, Linda Nadja, Pari Moradi, Mahssa Askari und Bahar Balvand teilnahmen, ist uns in guter Erinnerung.

2013 hat Michael Horbach den Freunden der Künste ein Exklusiv-Interview gegeben. Unserer Redakteurin Michaela Boland hat er dabei tiefe Einblicke in sein Leben, sein Schaffen und der Horbach-Stiftung gegeben.

Zum Jahresabschluß 2016 zeigt die Horbach-Stiftung:

Drei Fotografen und ihre Reise zu den Menschen

In der bevorstehenden Ausstellung nähern sich drei Fotografen auf unterschiedliche Weise Orten und ihren Bewohnern. So zeugen Claudia Kroth’s analoge schwarz-weiß Fotografien von ihren Fotoreisen in die Mongolei, nach China, Tibet, Sibirien, in den Oman und nach Indien. Der Fotografin gelingt es mit der Bildreihe „Unterwegs“ die Besonderheiten der Personen konzentriert nach zu zeichnen.

Joaquim Seguí zieht es vor allem nach Afrika. Seine Portraits präsentiert er vorwiegend im Kontext anderer Künste wie Malerei oder poetischen Texten. Unter dem Titel „Äthiopien“ sind Nahaufnahmen von Männern, Frauen und Kindern zu sehen.

Marta Pujades zeigt mit „August“ das Ergebnis ihres sechswöchigen Stipendiums in der Michael-Horbach Stiftung im Sommer 2016 in Köln: eine Bildreihe, die maßgebend ist für ihre sehr persönliche, zuweilen private Sicht auf die Stadt und ihre Bewohner.

Wir wünschen Herr Horbach bei dieser Gelegenheit alles gute, einen weiteren Ausstellungserfolg und eine schöne Weihnachtszeit.

Gottfried Böhmer

Vernissage: Donnerstag, 10. November 2016 von 18-20 Uhr
Ausstellungsdauer: 10. November – 8. Dezember 2016

Kunsträume der Michael Horbach Stiftung
Wormser Str. 23 (Hinterhaus)
50677 Köln
Telefon: +49 221 29993378

Öffnungszeiten: Sonntag 11:00 -13:00 Uhr, Mittwoch und Freitag 14:00 - 17:00 Uhr sowie nach Vereinbarung.