14.09.2013 09:00 Auseinandersetzung mit Bildfläche und Wand

Ausstellung in Wiesbaden: David Novros - gilt heute als wesentlicher Vertreter einer genuin nordamerikanischen Malerei

David Novros ausstellung im wiesbadener museum

Von Beginn an beschäftigte ihn die Auseinandersetzung mit Bildfläche und Wand; (c) Foto: Museum Wiesbaden

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Von: GFDK - Museum Wiesbaden

David Novros wurde 1941 in Los Angeles geboren, lebt und arbeitet aber seit den 1960er-Jahren in New York. Nach Studien an der University of Southern California reiste er zunächst durch Europa, bevor er ab 1965 in New York zu malen begann. Kennzeichnend für seine Arbeiten sind die wandfüllenden Formate.

Ausstellung in Wiesbaden

Von Beginn an beschäftigte ihn die Auseinandersetzung mit Bildfläche und Wand, die Verschränkungen und Übergängen zwischen beiden Bereichen. Als er 1969 von Donald Judd eingeladen wurde, ein großes Wandgemälde in dessen Studio in der Spring Street anzufertigen, versuchte er sich zum ersten Mal in der Technik der Fresco-Malerei.

Bildende Kunst

Seine Malerei besteht fast immer aus aus großen Flächen, Balken und Winkeln, die direkt auf die Wand gemalt, oder als sogenannte "shaped canvases" unmittelbar davor präsentiert werden. Monochrom gehaltene Bereiche setzen sich dabei in visuell unterschiedlichen Ebenen gegeneinander ab, so dass die Flächigkeit der Wand zugleich betont, wie auch negiert wird. Bereits als Junge bemalte er die Garagenwände am Haus seiner Eltern in Los Angeles, zugleich aber interessierten ihn die Muster auf indianischen Töpferwaren genauso wie byzantinische Mosaiken. Direkte künstlerische Vorbilder fand er in Barnett Newman und Marc Rothko.

Freunde der Kunst

David Novros gilt heute als wesentlicher Vertreter einer genuin nordamerikanischen Malerei, er steht in einer Linie mit Robert Mangold und Brice Marden. Seine Bildflächen sind zugleich Architektur und Objekt, verschränken Fläche und Raum auf ruhige, fast meditative Art und Weise.

evelyn.bergner[at]museum-wiesbaden.de