27.02.2013 09:00 MUMOK

Ausstellung in Wien: Verena Dengler. Fantastischer Sozialismus - Meisterin pointierter Anspielungen bis zum 23.6.2013

Ausstellung  in Wien: Verena Dengler. Fantastischer Sozialismus - Meisterin pointierter Anspielungen bis zum 23.6.2013

Foto: Verena Dengler. Courtesy Galerie Meyer Kainer

Von: GFDK - MUMOK - 3 Bilder

Verena Dengler ist eine Meisterin pointierter Anspielungen. Sie fügt Bilder, Skulpturen, Textilien und Fundmaterialien zu einem poetischen Kosmos zusammen: Historische und politische Details verbinden sich mit Reflexen auf die ökonomischen Bedingungen der künstlerischen Existenz, kunsthistorische Genealogien mit Zitaten der Populärkultur. In ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung reflektiert die in Wien geborene und aufgewachsene Verena Dengler die spezifisch österreichischen, meist sozialdemokratisch geprägten Bedingungen und Fördersysteme bildender Kunst. Verstaubte Slogans und veraltete Produktionsmittel kollidieren dabei mit aktuellen Schlagzeilen, wodurch das, was jeweils als zeitgenössisch gilt, seine Selbstverständlichkeit einbüßt.

Der Ausstellungstitel Fantastischer Sozialismus spielt auf die Phantastischen Realisten an, eine Künstlergruppe, die insbesondere in Österreich große Popularität erlangt hat. Denglers Interesse richtet sich auf die spezifischen Formen, die eigensinnige Provinzialität hervorzurufen vermögen. Insofern könnte der Untertitel der Ausstellung auch Östalgie lauten: „Ich denke da an Ostalgie, DDR-Kult, nur dass das in Österreich noch viel absurder ist, weil ja auch ein heutiges Wienbild immer konstruiert ist.“

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