22.01.2015 08:00 Geburt, Liebe, Krankheit und Tod

Ausstellung in Wien: Schlaflos – Das Bett in Geschichte und Gegenwartskunst

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Die Ausstellung Schlaflos hat das Bett als Motiv in der Kunstgeschichte wie in der zeitgenössischen Kunst im Fokus; Bild 1: Juergen Teller, Young Pink Kate, Courtesy der Künstler und Christine König Galerie, © Juergen Teller und Christine König Galerie

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Bild 2: Larry Clark, Courtesy der Künstler, Simon Lee Gallery, London & Hongkong and Luhring Augustine, New York © the artist, Simon Lee Gallery, London & Hongkong und Luhring Augustine, New York

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Bild 3: Courtesy Jérôme de Noirmont, Paris, © Bettina Rheims

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Bild 4: © Belvedere, Wien

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Bild 5: © Ed Ruscha. Courtesy Gagosian Gallery

Von: GFDK - Belvedere

Vor mehr als 40 Jahren gingen Yoko Ono und John Lennon zusammen ins Bett, um gegen den Krieg zu protestieren. Das damals berühmteste Künstlerpaar der Welt machte seine Flitterwochen öffentlich und verkündete aus dem Bett heraus: „Make love, not war!“ In Onos und Lennons Szene wird das Bett zum politischen Instrument der bildenden Kunst.

Ausstellung in Wien

Die Ausstellung Schlaflos hat das Bett als Motiv in der Kunstgeschichte wie in der zeitgenössischen Kunst im Fokus. Sie umfasst Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien und Videoarbeiten, deren Bandbreite sich von Werken alter Meister bis zu Arbeiten der Gegenwartskunst spannt, die einander thematisch und assoziativ gegenübergestellt werden.

Als Schauplatz von Geburt, Liebe, Krankheit und Tod, als Ort jeglicher menschlicher Ausdrucksform, in der Geschichte jedweder Kultur zu finden, gehört das Bett wohl zu den am häufigsten in der Kunst reproduzierten Gegenständen, und nicht selten hat seine Darstellung metaphorische Bedeutung: das Bett als Veranschaulichung der Bedingungen menschlicher Existenz.

Ein Großteil der Menschen wird auf einem Bett geboren, man könnte sagen, dass das unerklärliche Wunder des Lebens auf einem Bett seinen Anfang nimmt. Ein Werk der Ausstellung ist ein Gemälde von Lavinia Fontana aus dem 16. Jahrhundert, das ein Kind in einer Wiege zeigt – die wahrscheinlich erste Umsetzung dieses Sujets in der Kunstgeschichte. Die Tradition der Darstellung der Geburt hat sich bis heute fortgesetzt, wie beispielsweise bei Robert Gober oder Sherrie Levine.

Freunde der Kunst

Zahlreiche Künstler der Gegenwart, von Nobuyoshi Araki, Diane Arbus, Lucian Freud, Yayoi Kusama über Jannis Kounellis, Antoni Tàpies, Rosemarie Trockel bis Egon Schiele, Jürgen Teller oder Franz West und Rachel Whiteread haben sich der Form des Betts bedient oder – wie Tracey Emin, Mona Hatoum, Damian Hirst, Jim Lambie und Sarah Lucas – das Bett als Readymade verwendet.

30.01.2015 bis 07.06.2015

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