03.06.2013 08:00 MAK

Ausstellung in Wien: GEGENWÄRTIG – RETROSPEKTIV Eligius - Preis 2013. Schmuck in Österreich

zeitgenössische österreichische Schmuckszene

GEGENWÄRTIG – RETROSPEKTIV E ligius - Preis 2013. Schmuck in Österreich; © MAK / Georg Mayer

Eligius-Preis für Körperschmuck und Schmuckobjekteausstellung makPräsentation der Preisanwärter
Von: GFDK - MAK - 4 Bilder

Die zeitgenössische österreichische Schmuckszene erhält im MAK erneut ein museales Forum. Bereits zum zweiten Mal zeigt das MAK die herausragendsten Einreichungen zum «Eligius-Preis für Körperschmuck und Schmuckobjekte», der vom Land Salzburg vergeben wird. Die Ausstellung, die nach der Präsentation in der Galerie im Traklhaus Salzburg im MAK zu sehen ist, zeigt neben Werken des diesjährigen Preisträgers Benedikt Fischer und jenen von Christian Hoedl, der mit dem Anerkennungspreis bedacht wurde, Exponate von Susanne Hammer, Wolfgang Rahs, Ulrike Reithofer, Kurt Rudolf, Ingrid Schmolle, Bernhard Stimpfl-Abele und Eva Tesarik.

Benannt nach dem Patron der Goldschmiede ist der 2005 vom Land Salzburg ins Leben gerufene Eligius-Preis die einzige Auszeichnung für zeitgenössischen Schmuck in Österreich. Insgesamt 44 außergewöhnlich kreative Arbeiten großteils junger KünstlerInnen wurden zum diesjährigen Wettbewerb eingereicht. Benedikt Fischer (* 1984 in Fraham, Oberösterreich, lebt und arbeitet in Halle, Deutschland) überzeugte mit zeitgenössischer Formensprache und formalästhetischer wie inhaltlicher Intensität und erhielt den begehrten, mit EUR 5.000 dotierten Preis.

Ausstellung in Wien

Fischer, dem Kunststoffteile als Ausgangsprodukt für seine Arbeiten dienen, lege «ein noch junges Werk vor, das schon jetzt durch Selbstverständlichkeit, Stringenz und formale Präzision überzeugt», so auszugsweise die Begründung der unabhängigen Jury. Christian Hoedl (* 1975 in Schwaz, Tirol, lebt und arbeitet in München) zeichne sich durch «Perfektion in der Ausführung mit großem Augenmerk für das Detail, ohne den Blick auf das kompositorische Ganze zu verlieren», aus, so die Jury zur Verleihung des mit EUR 2.500 dotierten Anerkennungspreises.

Freunde der Kunst

Aus der Fülle der eingereichten Schmuckarbeiten fanden Werke von insgesamt drei Künstlerinnen und sechs Künstlern Eingang in die Ausstellung. Erstmals wird die Präsentation der Preisanwärter um eine «retrospektive» Position erweitert, die Einblicke in das Lebenswerk des etablierten Künstlers Manfred Nisslmüller gibt. Mit schmuckuntypischen Arbeiten, zum Beispiel Ringen, die Fingerschienen gleichen, oder einer Fleisch-Brosche (1989/2004), zählt Nisslmüller seit den 1960er Jahren zu den unkonventionellsten Vertretern im Bereich der Schmuckkunst.

Bildende Kunst

Die diesjährige Jury des Eligius-Preises, der heuer zum vierten Mal vergeben wurde, bestand aus Susanne Längle, Kunsthistorikerin und Schmuck-Expertin, Elisabeth Schmuttermeier, Kustodin MAK-Sammlung Metall und Wiener-Werkstätte-Archiv, und Petra Zimmermann, Schmuckkünstlerin. Bisherige PreisträgerInnen waren Susanne Hammer (2005), Helfried Kodré (2007) und Petra Zimmermann (2010). Sämtliche Eligius-PreisträgerInnen sowie einige KünstlerInnen des diesjährigen Wettbewerbs – Susanne Hammer, Manfred Nisslmüller, Kurt Rudolf und Eva Tesarik – sind bereits mit ausgesuchten Objekten in der Schmucksammlung der MAK-Sammlung Metall vertreten.

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