25.12.2013 08:00 Neues Museum Weimar

Ausstellung in Weimar: Die Herstellung von Sichtbarkeit - Preisträgerausstellung des Marion Ermer Preises 2013

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Die Marion Ermer Stiftung verleiht in diesem Jahr zum zwölften Mal den Marion Ermer Preis; Bild 1: Courtesy Oskar Schmidt

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Bild 2: Courtesy Inga Kerber

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Bild 3: Courtesy Andrzej Steinbach

Von: GFDK - Neues Museum Weimar

Die Marion Ermer Stiftung verleiht in diesem Jahr zum zwölften Mal den Marion Ermer Preis zur Förderung der Nachwuchskunst in den neuen Bundesländern. Der Marion Ermer Preis 2013 wird in Kooperation mit der Klassik Stiftung Weimar und der Bauhaus-Universität Weimar realisiert. Die Preisträgerausstellung findet in den Räumen des Neuen Museums Weimar statt.

Ausstellung in Weimar

So verschieden die künstlerischen Positionen der diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger hinsichtlich ihrer inhaltlichen Schwerpunkte, ihrer medialen und stilistischen Ausrichtungen auch sind, es ergeben sich zahlreiche Parallelen: Das sind die Auseinandersetzung mit der Idee von Sichtbarkeit, das Ausloten der (Un-)Möglichkeit der Bildwerdung, der Einsatz von Licht und Schatten, das Spiel von Ähnlichkeit und Abweichung und ein inszenatorisches Vorgehen.

Freunde der Kunst

Franziska Jyrch untersucht in ihren Ensembles das Verhältnis von Raum, Installation und Objekt. Sie verknüpft Gebrauchsgegenstände und künstlerische Materialien, insbesondere Keilrahmen, Leinwand und Farbe, zu fragilen Raumgebilden. Damit erweitert sie die formalen und konzeptuellen Möglichkeiten der Bildwerdung hin zu seiner Vergegenständlichung. Inga Kerber befasst sich mit der Aufhebung des Gegensatzes von Original und Kopie.

Sie arbeitet mit ihrem eigenen Bildarchiv, aus dem sie Vorlagen für verschiedene Reproduktionsverfahren verwendet. Fehlerhaftigkeit, Unschärfen und abweichende Farbtonwerte ihrer Drucke werden als wesentliche Bildaussage und als Garant für ihre Echtheit und Aura verstanden. Für seine großformatigen Fotografien arbeitet Oskar Schmidt mit der Inszenierung von Objekten, Räumen und Figuren. Als Vorlage seiner Motive dienen ihm Werke aus der Kunstgeschichte wie aus der Porträt- und Interieur-Malerei.

Neues Museum Weimar

Seine an klassische Tafelbilder erinnernden Fotografien sind Ergebnis sorgfältiger Arrangements und räumlicher Rekonstruktionen, die nicht Abbild sind, sondern durch künstlerische Variation überzeugen. Andrzej Steinbach bevorzugt offene dokumentarische und essayistische Formen in seinen Fotografien. Weniger einem sachlich authentischen Gestus verpflichtet als vielmehr der subjektiven Betrachtung und Inszenierung schafft er Bilder, die genauso viel zeigen wie sie verbergen. Zur Bandbreite seiner künstlerischen Arbeiten gehören Porträts, Stillleben, Interieurs und Stadtlandschaften.

Preisträger: Franziska Jyrch, Inga Kerber, Oskar Schmidt, Andrzej Steinbach

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