30.11.2016 01:08 „Oishii!“ – „Es schmeckt mir!“

Ausstellung in Stuttgart: Oishii! Essen in Japan, japanische Ess- und Trinkkultur im Fokus

Oishii! Key Visual der Ausstellung

Schwerpunkte der Ausstellung sind der Anbau von Reis und seine Bedeutung für die japanische Gesellschaft, Foto: Oishii! Key Visual der Ausstellung

Reisanbau, Ono Bakufu

Reisanbau, Ono Bakufu (1888 - 1976), Farbholzschnitt, H 26,2 cm, B 38,5 cm, Verleger: Kyoto Hanga-in; Drucker: Uchide; Shinagawa-Siegel, Japan, erstmals publiziert 1950, Inv.-Nr. OA 26.546, Slg. Kurrus, Legat 2014, Copyright: Linden-Museum Stuttgart, Foto: Anatol Dreyer

Der zehnte Monat, Utagawa Toyokuni, Japan, um 1802

Der zehnte Monat, Utagawa Toyokuni, Japan, um 1802, Copyright: Linden-Museum Stuttgart, Foto: Anatol Dreyer

Von: GFDK - Linden Museum

Ab 15. Oktober 2016 präsentiert das Linden-Museum Stuttgart auf 1000 m² die große Sonderausstellung „Oishii! Essen in Japan“, die die japanische Ess- und Trinkkultur in den Fokus rückt und auf diese Weise sehr viel für die Kultur und Gesellschaft erzählt. Hochkarätige Exponate, atmosphärische Inszenierungen und spannungsreiche Kontraste zwischen der Tradition und der Moderne in Japan machen die Ausstellung zu einem Erlebnis für viele Sinne.

„Oishii!“ – „Es schmeckt mir!“ – ist das in Japan geläufigste Wort, um Wohlgeschmack am Essenstisch zu signalisieren. Es ist ein Ausdruck, der einhergeht mit der sozialen und kulturellen Identität des Essenden. Denn Essen ist in Japan weit mehr als Ernährung. Es ist mit allen Bereichen des menschlichen Lebens verbunden und ermöglicht den Blick auf die verschiedensten Aspekte der Gesellschaft.

Vor diesem Hintergrund widmet sich das Linden-Museum Stuttgart in einer großen Sonderausstellung der japanischen Ess- und Trinkkultur. Schwerpunkte der Ausstellung sind der Anbau von Reis und seine Bedeutung für die japanische Gesellschaft, der „heilige Trank“ Sake, die Rolle von Fisch, Meeresfrüchten und Algen sowie Gemüse, Nudeln und Würzmitteln in der Küche. Aber auch die Welt der Teetraditionen (chanoyu und sencha), die Kultur des Picknicks und das Bentô werden aufgegriffen.

Wie haben sich Ernährungsgewohnheiten im Lauf der Geschichte verändert? Welche komplexen technologischen Leistungen sind für die Gewinnung und Zubereitung von Nahrung notwendig? Wer isst wann was? All diesen Fragen spürt die Ausstellung nach, lenkt den Blick zugleich auf eine reiche materielle Kultur und regt den Besucher an, sich über die eigenen Nahrungsgewohnheiten bewusst(er) zu werden.

Präsentiert werden Originale aus der eigenen Sammlung von Tuschen über Holzschnitte bis hin zu Keramik, darunter wertvolle Objekte, die noch nie gezeigt wurden. Ergänzt werden diese durch Leihgaben aus dem In- und Ausland.

Multimediale Elemente schlagen die Brücke zwischen den historischen Exponaten und der Gegenwart, bringen aber auch japanische Stimmen ins Spiel.

Ausstellung in Stuttgart

Zur Vertiefung und Ergänzung der Ausstellungsthemen gibt es ein facettenreiches Programm aus Vorträgen, Filmen, Thementagen, Festen und Workshops, das den Besucher auch einlädt, die japanische Ess- und Trinkkultur aktiv zu erleben. Angeboten werden unter anderem Vorführungen der japanischen Teezeremonie sowie Whisky- und Sake-Verkostungen.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit interdisziplinären Beiträgen zu Essen und Trinken in Japan. Kinder erhalten kostenlos ein Aktionsheft, das sie spielerisch durch die Ausstellung führt.

Das Linden-Museum Stuttgart zeigt von 15. Oktober 2016 bis 23. April 2017 die Sonderausstellung „Oishii! Essen in Japan“.

Öffnungszeiten
Di – Sa 10 – 17 Uhr ǀ Mi 10 – 20 Uhr ǀ So und Feiertage 10 – 18 Uhr
Schließtage: 24.12./25.12./31.12./14.4.

Eintritt
EUR 10,–/8,–
Familienticket: EUR 20,– (bis 2 Erwachsene + Kinder bis 18)
Kinder bis einschl. 12 Jahre frei

Audioguide: EUR 3,–

Führungsanmeldung für Gruppen
Dienstag bis Donnerstag 9.30 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr
(Ferien: nur Donnerstag)
Tel. 0711.2022-579 ǀ Fax 0711.2022-590 ǀ fuehrung@lindenmuseum.de Anmeldefrist: 3 Wochen vor Führung

Hauptsponsor: TRUMPF GmbH + Co. KG

Weiterführende Links:
http://www.lindenmuseum.de