08.09.2013 07:00 Galerie Parrotta Contemporary Art

Ausstellung in Stuttgart: CLAUDIA ANGELMAIER »PORTRAIT« - beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit medienreflexiven Fragestellungen

ausstellung stuttgart Claudia Angelmaier in der  Galerie Parrotta Contemporary Art

In ihrer neuen Serie «Portrait» setzt sich Angelmaier thematisch mit der Zweidimensionalität des Mediums auseinander; (c) Claudia Angelmaier »Uta« 2013, Farbfotografie, 102 x 116 cm

Von: GFDK - Galerie Parrotta Contemporary Art

Claudia Angelmaier beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit medienreflexiven
Fragestellungen. In ihren analogen Fotografien untersucht sie in verschiedenen Werkzyklen und Serien das Verhältnis von Original und Kopie oder das Zusammenspiel von Bild und Text. Für die Künstlerin bilden vorgefundene Materialien wie Abbildungen, Objekte oder Textstellen, die sie sammelt und in bestimmten Kategorien ordnet, den Ausgangspunkt.

Ausstellung in Stuttgart

So werden beispielsweise Bücher, Postkarten und Dias zu Protagonisten ihrer großformatigen Werke. Angelmaiers Bilder besitzen dabei einen doppelten Repräsentationscharakter: die Fotografien zeigen sowohl ein Kunstwerk als auch das Medium seiner Repräsentation. Der Bogen von Angelmaiers künstlerischen Arbeiten spannt sich von Bücherskulpturen («Pflanzen und Tiere»), abstrakten Farbfeldfotografien («Color and Gray»), über Postkartenbilder («Works on Paper»), bis hin zu ihrer aktuellen Serie der Doppelbildnisse.

Bildende Kunst

In ihrer neuen Serie «Portrait» setzt sich Angelmaier thematisch mit der Zweidimensionalität des Mediums auseinander. In «Portrait» arrangiert Angelmaier bekannte Skulpturen wie den «David» oder die «Uta» ausschnitthaft als Doppelporträt in einem Bild und karikiert damit die Unzulänglichkeiten des Mediums, die Dreidimensionalität eines Körpers oder einer Figur im Raum in einem Bild oder in mehreren Bildern wiederzugeben.

Freunde der Kunst

In Angelmaiers Bild «Uta» erscheint das Gesicht der bekannten Skulptur gedoppelt, in zweifacher Abbildung. Die unmerkliche perspektivische Verschiebung zusammen mit den Bildüberlagerungen und dem Raster verleihen dem Bild etwas Rätselhaftes. Angelmaiers Uta im Doppelporträt blickt uns direkt und verführerisch aus dem Bild entgegen und macht ihre eigentliche Herkunft vergessen.

Claudia Angelmaier (*1972 Göppingen) studierte künstlerische Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig als Meisterschülerin von Timm Rautert. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

mail@parrotta.de