15.05.2011 07:11 aus ihrer privaten Sammlung

Ausstellung in Neuss: »Von Ensor bis Matisse« Hommage an Kunsthistorikerin, Sammlerin und Mäzenin Irmgard Feldhaus (1920-2010) vom 20. Mai bis 14. August 2011

Von: Angela van den Hoogen

Anlässlich der großzügigen Erbschaft der 2010 im Alter von 90 Jahren verstorbenen Dr. Irmgard Feldhaus an das Clemens-Sels-Museum richtet ihr das Haus eine umfassende Hommage aus. In dieser Ausstellung werden alle Kunstwerke gezeigt, die die langjährige Direktorin dem Museum aus ihrer privaten, in Jahrzehnten aufgebauten Sammlung überlassen hat. Die mehr als 50 Werke stellen eine bedeutende Ergänzung der Kunstsammlung dar, die bereits seit den 1950er Jahren dank der Kennerschaft und des Weitblickes von Frau Dr. Feldhaus aufgebaut wurde. 

 

Unter den hochkarätigen Gemälden, Radierungen, Lithografien, Holzschnitten und Kupferstichen stellt das Ölbild „Die Marquise“ von James Ensor aus dem Jahr 1911 einen besonderen Höhepunkt dar. 

 

Stets geleitet von einem schier unerklärlichen Instinkt für das Verheißungsvolle, konnte sie ebenso Heinrich Campendonks Aquarell „St. Nikolaus”, Max Beckmanns Mappe „Jahrmarkt”, Marc Chagalls Bibel-Illustrationen und das Künstlerbuch „Jazz” von Henri Matisse früh erwerben. Sie ahnte, dass man sich eines Tages auf breiter Basis für die Konzeptuelle Farbmalerei interessieren würde und über die Kunst der Naiven nicht mehr lächeln, sondern anerkennend staunen würde: Demnach sind Farbserigrafien von Josef Alber ebenso wie Gemälde des „deutschen Rousseau” Adalbert Trillhaase in der Ausstellung zu sehen. 

 

Ein besonderes Augenmerk der Ausstellung liegt auf einer besucherfreundlichen Präsentation. Durch die Integration von Touchscreens und Faksimiles besteht für den Besucher die Möglichkeit, auch die verborgenen Seiten der Originale einzusehen. Ein umfangreiches Begleitprogramm bringt die neu hinzugekommenen Schätze nicht nur inhaltlich näher. In Begleitung von Musik, Workshops und den Ergänzungen kulinarischer Art bietet die Ausstellung einen Genuss für alle Sinne. 

 

 

Weitere Informationen unter: www.clemens-sels-museum.de

Angela van den Hoogen
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