02.05.2015 08:00 wohl meist fotografierte Stadt der Welt

Ausstellung in Münster: Paris im Blick - Eine Stadt und ihre Fotografen

ausstellung muenster

Pablo Picasso verbrachte einen Großteil seines Lebens in der französischen Hauptstadt; © Courtesy Nachlass Peter Cornelius-d´Hargues

Von: GFDK - Kunstmuseum Pablo Picasso Münster

Paris – die wohl meist fotografierte Stadt der Welt – avancierte vor allem im 20. Jahrhundert zum Ausgangspunkt bedeutender Zyklen.

Ausstellung in Münster

Fotografierende Künstler suchten hier die Bestätigung eines Mythos oder hinterfragten ihn kritisch. Die Ausstellung zeigt, wie Fotografen – Franzosen ebenso wie Immigranten – Paris gesehen und sich mit der Kamera erschlossen haben. Ihr Blick wechselt zwischen dokumentarischem Interesse und subjektiver Wahrnehmung, Chronistenpflicht und der Projektion persönlicher Befindlichkeiten. Der zeitliche Bogen reicht von Eugène Atget um 1900 bis heute. Dazwischen Werke von Brassaï, André Kertész, Robert Doisneau, Peter Cornelius oder René Burri. Berühmte Fotobücher, die unser Paris-Bild nachhaltig geprägt haben, ergänzen die Ausstellung.

Picasso - Mapping Paris

Pablo Picasso verbrachte einen Großteil seines Lebens in der französischen Hauptstadt. Im Rahmen dieser Ausstellung mit Werken des Eigenbestandes wird der Besucher an die Orte geführt, die Picassos künstlerisches Schaffen inspiriert und nachhaltig beeinflusst haben: Ins Bateau-Lavoir, einem heruntergekommenen Atelierhaus am Montmartre, das Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem Laboratorium der Moderne avancierte, in dem Picasso den Kubismus entwickelte oder in die mondäne Rue des Grands-Augustins, in der sich Picasso auf den Spuren von Honoré de Balzacs Romanfiguren in den 1930er-Jahren niederließ.

Freunde der Kunst

Die Ausstellung gewährt einen intimen Einblick in Picassos Beziehung zu der französischen Metropole, in seine zahlreichen Freundschaften zu Pariser Sammlern und Literaten und dokumentiert seine künstlerisch vielstimmige Auseinandersetzung mit der Stadt an der Seine, von der Inspiration durch deren Museen bis hin zu den entbehrungsreichen Jahren während der deutschen Besatzung.

9. Mai - 12. Juli 2015

b.sarrazin(at)picassomuseum.de