17.01.2015 08:00 emotionale Aufladung unserer Beziehungen

Ausstellung in München: Mark Leckey: Als ob - Turner Prize für sein zwischen Popkultur, Konsumwelt und Technologie verortetes Werk

Mark Leckey ausstellung

Die Ausstellung ist episodisch angelegt und gliedert sich in drei Themenkomplexe; Bild 1: Courtesy of the artist and Gavin Brown’s enterprise, New York; Galerie Buchholz, Berlin/Cologne; and Cabinet Gallery, London

Mark Leckey muenchen

Bild 2: Cover des Katalogs / Cover of the catalogue

ausstellung muenchen

Hrsg. von / Edited by Patrizia Dander und / and Elena Filipovic, 2014

haus der kunst muenchen

Bild 3: Courtesy Galerie Buchholz, Berlin/Köln

Von: GFDK - Haus der Kunst

Der britische Künstler Mark Leckey (*1964) gehört zu den wichtigsten Vertretern seiner Generation. 2008 gewann er den renommierten Turner Prize für sein zwischen Popkultur, Konsumwelt und Technologie verortetes Werk.

Ausstellung in München

Leckeys frühe, dandyesque Arbeiten waren primär im Kosmos der Londoner Subkultur und Musikszene angesiedelt und beschäftigten sich mit der Anziehungskraft von Marken und Produkten. Heute liegt Leckeys Interesse hauptsächlich bei den digitalen Technologien und ihren Auswirkungen auf Lebens- und Identitätskonzepte.

Die Ausstellung ist episodisch angelegt und gliedert sich in drei Themenkomplexe: Den Auftakt bilden autobiografisch angelegte Arbeiten – von "Fiorucci Made Me Hardcore" (1999), einer Ode an die Britische Clubkultur, die Mark Leckey schlagartig bekannt machte, bis hin zu "MyAlbum: A Rough-Demo Video", einem fortlaufenden Projekt, das die Jahrzehnte nach Leckeys Geburt bis zu seinem künstlerischen Durchbruch mit "Fiorucci" beleuchtet. Im mittleren Raum werden erstmals alle fünf "Sound Systems" (2001-12) des Künstlers als Ensemble präsentiert: Die Boxentürme haben ihren Ursprung in mobilen Diskotheken und sind seit Anfang der 2000er-Jahre ein Rückgrat in seinem Schaffen.

Leckey begreift Musik und insbesondere die "Sound Systems" als alternative Kommunikationskanäle: "Music speaks to everyone and art doesn't. Art has a very narrow appeal. It's not that I'm populist, I just don't understand why art can't be a language that could be understood universally." Den dritten Teil der Ausstellung hat Mark Leckey als "Glyptothek" überschrieben und versammelt dort Videoarbeiten und Filme.

Freunde der Kunst

Dinge, so der Künstler, könne er erst dann wirklich begreifen, wenn er sie auf dem Bildschirm sehe. Im Mittelpunkt seiner Arbeiten für die "Glyptothek" stehen Dinge, die Leckey in Bewegung versetzt oder zum Leben erweckt – wie der sprechende Kühlschrank in "GreenScreenRefrigeratorAction" (2010). Ausgangspunkt dafür ist die emotionale Aufladung unserer Beziehungen zu Dingen, die uns der Künstler auf ebenso klarsichtige wie unterhaltsame Weise vor Augen führt.

30.01 – 31.05.15

presse@hausderkunst.de