18.11.2014 09:00 Erinnerst du dich

Ausstellung in Magdeburg: DAILY MEMORIES - Erinnern im Alltag

ausstellung magdeburg

Erinnerung ist die vielleicht wichtigste Methode unserer Orientierung im Leben; Bild 1: Foto: Anahita Razmi

museum magdeburg

Bild 2: Foto: Gideon Rubin

DAILY MEMORIES ausstellung

Bild 3/4: Courtesy Niedersächsische Sparkassenstiftung Hannover

DAILY MEMORIES magdeburg
Von: GFDK - Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen

Erinnerst du dich? Erinnerung ist die vielleicht wichtigste Methode unserer Orientierung im Leben.

Ausstellung in Magdeburg

So unmittelbar Erinnerungen ein Teil unserer Persönlichkeit und unseres sozialen Wesens sind, so wenig greifbar erscheint die alltägliche Funktionsweise unseres Gedächtnisses.

Erinnerst du dich nicht? Unsere Erinnerungen können uns täuschen, verfolgen, sie selektieren, was geschah und sie verlassen uns – auch und vielleicht gerade in unserer heutigen Zeit, die ein ungekanntes Maß technischer Kapazitäten zur Speicherung charakterisiert. Verliert die Erinnerung das bisherige Maß persönlicher Einsicht, vereinheitlichen und verschieben sich die Maßstäbe des Wirklichen in die Perspektive aufgerufener Schlagwörter im Internet?

Immer war es die Idee und Aufgabe der Kunst, festzuhalten, was ist, um auch später und an anderen Orten darüber Auskunft zu geben. Die künstlerische Form ist Instrument und Ort der Speicherung individueller Erinnerungen. Die gezeigten Arbeiten 17 internationaler Künstler lassen verschiedene Methoden erkennen, in denen die Funktion von Erinnerung sichtbar wird.

Da sind die durch die Massenmedien kollektiv verankerten Erinnerungen, die Michael Schirner in seinen Fotografien vereint; da sind die im Schwinden befindlichen, kaum noch wahrnehmbaren Persönlichkeitsstrukturen, die den gesichtslosen Porträts des Malers Gideon Rubin zugrunde liegen und die Angst vor dem Vergessen und Vergessenwerden heraufbeschwören; oder die Erinnerungen an die Urlaubsregion, die plötzlich mit Ereignissen konfrontiert werden, derer wir uns gar nicht erinnern wollen, wie in dem Fotozyklus von Sven Johne.

So konstruiert die Ausstellung einen komplexen Horizont von Bildern und Bedeutung, in dem sich der Betrachter mit seinen eigenen Erfahrungen bzw. mit seinem Gedächtnis spiegeln kann. Das Wort „Daily“ bezieht sich auf unser Erinnern im Alltag, das oft durch unbewusste Reize ausgelöst wird, sei es durch einen Geruch, ein Geräusch – oder das Betrachten von Kunst.

Freunde der Kunst

Künstler

Edgar Arceneaux (USA), Jeremy Deller (GB), Markus Draper (D), Hans-Peter Feldmann (D), Ruth Francken (USA/F), Dieter Froelich (D), Michael Hofstetter (D), Sven Johne (D), Rashid Johnson (USA), Joep van Liefland (NL), Nicholas Nixon (USA)! , Anahita Razmi (D), realities:united, (Jan und Tim Edler, D), Gideon Rubin (Isreal), Micheal Schirner (D), Nanaé Suzuki (Japan), Yin Xiuzhen (China) 

presse@kunstmuseum-magdeburg.de