17.01.2013 08:02 Eröffnung, Sonntag, dem 27. Januar 2013

Ausstellung in Leverkusen: Twisted Entities. Zeitgenössische polnische Kunst bis zum 28.4.2013

Ausstellung in Leverkusen: Twisted Entities. Zeitgenössische polnische Kunst  bis zum 28.4.2013

Bild 1: Miroslaw Balka, Courtesy der Künstler und Gladstone Gallery, New York und Brüssel

Bild 2: Aneta Grzeszykowska, Courtesy die Künstlerin und Raster Gallery, Warschau

Bild 3: Monika Sosnowska, Courtesy Alastair Cookson

Von: GFDK - Museum Morsbroich - 3 Bilder

Mit Arbeiten von Wojciech Bąkowski, Mirosław Bałka, Michał Budny, Aneta Grzeszykowska, Zuzanna Janin, Maciej Kurak, Robert Kuśmirowski, Agata Madejska, Jan Mioduszewski, Anna Molska, Marzena Nowak, Konrad Smoleński, Monika Sosnowska und Honza Zamojski.

 

In der Ausstellung „Twisted Entities“ werden Räume dekonstruiert, aufgebrochen, verschoben, auf den Kopf gestellt und verdreht. Körper werden zerlegt, gezwängt, deformiert, verdoppelt und überdreht. Prozessewerden ad absurdum geführt, hintergangen und „abgebogen“.

 

Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler, Vertreter der in den letzten Jahren international mit besonderer Aufmerksamkeit beobachteten polnischen Kunstszene, verfolgen in ihren Arbeiten einen dezidiert subversiven Ansatz: Sie betreiben und hinterfragen zugleich die (Über-)Dehnung und Aufhebung, das Verziehen und Aufbrechen, das Fragmentieren und Umkehren von Prozessen, Räumen und Körpern und formulieren damit eine neue Sicht der Dinge.

 

„Twisted Entities“: „Entität“ steht als Sammelbegriff für etwas Seiendes und umfasst neben Objekten und Subjekten auch Prozesse oder Räume. „To twist“ bezeichnet eine drehende, sich windende oder wickelnde Bewegung, kann aber auch eine überraschende Wendung, eine Ver- oder Überdrehung meinen. In den gezeigten Skulpturen, Installationen und Videoarbeiten wird mit der Aktion des (Ver)Drehens immer auch die gebrochene Regel, die aufgehobene Norm oder Ordnung, reflektiert.

 

Dass gerade für die zeitgenössische polnische Kunst dieses Doppelspiel der Verdrehung des Seienden, das einen Regelbruch und die Reflektion darüber beinhaltet, so charakteristisch ist, mag zum einen in der sensiblen Rolle begründet sein, die das Land beim tief greifenden gesamtgesellschaftlichen Wandel der ehemaligen Ost-West-Verhältnisse zu Beginn der 1980er Jahre gespielt hat. Zum anderen verdeutlicht die Ausstellung aber auch, dass die beteiligten Künstlerinnen und Künstler ganz aktuell mit ihren Werken einen Diskurs der kritischen Zeitgenossenschaft führen.

 

Kuratorin der Ausstellung ist Stefanie Kreuzer.

 

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, dem 27. Januar 2013, um 12 Uhr im Spiegelsaal von Museum Morsbroichstatt.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit circa 50 Farbabbildungenim Verlag für Moderne Kunst, Nürnberg, mit einem Vorwort von Markus Heinzelmann, einer Einführung in die Ausstellung von Stefanie Kreuzer und Texten von Karol Sienkiewicz und Noemi Smolik.

 

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