26.05.2014 08:00 Grassi Museum

Ausstellung in Leipzig: Sri Lankas Lächeln - Photographien von Knut Stritzke

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Sri Lanka war für Knut Stritzke, wie er selbst sagt, ein ungeheuer intensives Erlebnis. Es war für ihn ein Land der Freundlichkeit, in das er offen und unbefangen gereist ist;

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Von: GFDK - Grassi - Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Der Photograph, Knut Stritzke, bereiste 2007 mit seiner Kamera im Gepäck Sri Lanka.

Die dort entstandenen Photographien zeigen unter anderem Gesichter der verschiedensten Menschen. Deren Augen erzählen Geschichten von Freude, von ihren Hoffnungen, aber auch von ihren Schicksalsschlägen. Das GRASSI Museum für Völkerkunde zeigt diese Photographien in der Sonderausstellung „Sri Lanka Lächeln“ vom 24. Mai bis zum 31. August 2014.

Ausstellung in Leipzig

Sri Lanka war für Knut Stritzke, wie er selbst sagt, ein ungeheuer intensives Erlebnis. Es war für ihn ein Land der Freundlichkeit, in das er offen und unbefangen gereist ist. Er wollte Land und Leute ohne Vorurteile photographieren, um das Wesen des Einzelnen und die Schönheit der Natur heraus zu arbeiten. Er begegnete Menschen, die fest verwurzelt mit beiden Füßen im Leben stehen. Photographisch festhalten wollte er die Spuren, die sich ihm in ihrem Blick und in ihrer Haltung offenbarten. Die Wahrheit findet sich im Augenblick, sagt der Künstler. Die Gegenwart enthält alles was wesentlich ist. Man muss nur verstehen, die Spuren zu lesen, dann verraten sie auch etwas über die Vergangenheit und die Zukunft.

Sri Lanka, die strahlend Schöne, hat der Welt ihre Gewürze gegeben, Zimt und Pfeffer, ihre edlen Steine und den Tee, der noch immer den alten, für uns klangvollen Namen Ceylon trägt. Auch die ursprüngliche Lehre des Buddha hat in Sri Lanka eine Heimstatt gefunden und prägt die Mentalität seiner Menschen bis heute. Mit Demut und innerer Kraft haben sie Schicksalsschläge und Naturkatastrophen ertragen. In der Photoschau von Knut Stritzke wird nun ihre Tapferkeit und Freundlichkeit – ihr Lächeln – gewürdigt.

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Intuitiv hält der Photograph dabei Charakteristisches fest, zum Beispiel die Regenschirme. Sie sind zu einem unabdingbaren Gebrauchsgegenstand geworden, quasi ein Teil der Kleidung. Sie sind Regen- wie auch Sonnenschutz zugleich, sie sind Stütze und ergänzen oder kontrastieren in vorzüglicher Weise die Farbe der Kleidung. Interessant ist auch immer wieder die Perspektive des Photographen. Wie Neptun mit Dreizack steht der Fischer auf seine Machete gestützt und schaut über sein Reich. Man sieht ihm förmlich seinen Stolz an.

Die alte Dame sitzt schmunzelnd auf ihrem Stuhl und hält dabei ihren Stock wie den Stab der Weisen in der Hand. Der Betelverkäufer scheint geradezu aus dem Bild hinaus in Richtung des Betrachters auf dem Sprung zu sein. Mit den Fischern teilt der Photograph den Boden, auf dem sie tagtäglich sitzen, um ihre Netze zu flicken. Und der Mönch hält die Schlüssel zu seinem Reich bereit, um ihn einzulassen, ebenso wie der fröhlich in die Kamera lachende TukTuk-Fahrer, dem allseits beliebten Dreiradtransportmittel der Insel. „Es ist noch ein Platz frei“ – scheint er ihm und uns zuzurufen. All dies zeugt von unmittelbarem Vertrauen, von einer freundlich gewährten Nähe.

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