22.05.2014 07:00 Käthe Kollwitz Museum

Ausstellung in Köln: Nähe und Distanz - Die Graphikerin Ottilie Ehlers-Kollwitz

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Das graphische Werk von Ottilie Ehlers-Kollwitz, der Schwiegertochter von Käthe Kollwitz, umfasst Kinderbuchillustrationen und freie Graphik unterschiedlicher Techniken; © Familie Kollwitz

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Von: GFDK - Käthe Kollwitz Museum Köln

Das graphische Werk von Ottilie Ehlers-Kollwitz (1900-1963), der Schwiegertochter von Käthe Kollwitz, umfasst Kinderbuchillustrationen und freie Graphik unterschiedlicher Techniken. Die Sonderausstellung im Käthe Kollwitz Museum Köln spannt den Bogen über 40 Schaffensjahre mit einer repräsentativen Auswahl ihrer Arbeiten.

Ausstellung in Köln

Während des Studiums der Gebrauchsgraphik in Berlin bei Max Hertwig, Ernst Böhm und Emil Orlik lernt die junge Ottilie Ehlers den Arzt Dr. Hans Kollwitz, Sohn der Künstlerin Käthe Kollwitz, kennen. Nach der Eheschließung ist die Geburt des ersten gemeinsamen Kindes Peter Anlass zu dem „Buch vom kleinen Peter“ mit Versen und kolorierten Holzschnitten, das 1923 in Berlin erscheint. Andere Kinderbuchillustrationen, wie die Radierungen zu „Kasperles Abenteuer“ oder „Grimms Märchen“, dieses gemeinsam mit Hans Baluschek, folgen. 

Freunde der Kunst

Neben den phantasievoll gestalteten Kinderbüchern und der Gruppe der Traumbilder sind es vor allem fein gestimmte Landschaften, die in der Ausstellung mit meisterlichen Beispielen aus ihren Schaffensperioden vertreten sind. Die heimatliche Havel zu allen Jahreszeiten, die Kurische Nehrung in den Sommerferien der dreißiger Jahre oder die südlichen Impressionen ihrer Mittelmeerreisen in den fünfziger Jahren  – immer geht die Künstlerin vom Erlebnis vor der Natur aus, das sie im Atelier verinnerlicht und konzentriert, um es in ein harmonisch klassisches Kompositionsgefüge einzuordnen. In souveräner Beherrschung der Techniken des Holzschnittes, der Radierung, des Linolschnittes und der Farbmonotypie vermittelt ihre Kunst eine intensive Stimmung voll herber Poesie. 

Eine monographische Publikation im Nicolai-Verlag erscheint begleitend zur Ausstellung. Darin werden erstmals Leben und Schaffen sowie eigene Schriften der zu unrecht vergessenen Berliner Künstlerin vorgestellt.


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