23.09.2013 09:00 Museum Ludwig

Ausstellung in Köln: Louise Lawler. Adjusted - Scharfsinnig, manchmal ironisch und oft entlarvend

Louise Lawler. Adjusted ausstellung im museum ludwig

Rund 80 Werke umfasst die Ausstellung ; © Louise Lawler, Metro Pictures, New York, Sprüth Magers Berlin und London Andy Warhol Artwork © The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc.

Von: GFDK - Museum Ludwig

Louise Lawlers Fotografien von Kunstwerken in Museen, Privaträumen, auf Auktionen oder im Depot machen deutlich, wofür wir normalerweise blind sind. Sie zeigen, wie sehr die Bedeutung von Kunst durch den Kontext, die Nachbarschaft, das Arrangement geprägt wird - und dass es eine wertfreie Präsentation von Kunst nicht gibt.

Ausstellung in Köln

Scharfsinnig, manchmal ironisch und oft entlarvend analysiert die 1947 geborene Konzeptkünstlerin seit 30 Jahren das Kunstsystem mit all seinen komplexen Regeln. Lawler nähert sich gewissermassen dem Saum der Kunst und schafft in formal ausgeprägten und exzentrischen Kompositionen hintergründige Kommentare poetischer Beiläufigkeit.

Ihr Werk, geprägt von der Institutionskritik der frühen 70er Jahre, ist im Umfeld der Pictures Generation anzusiedeln, zu der auch Richard Prince oder Cindy Sherman zählen. Ihre Anfänge sind jedoch stark von der Institutionskritik der frühen 1970er Jahre geprägt und so wurden ihre Arbeiten zunächst als kunstsoziologische Kommentare interpretiert, welche die ästhetischen, ökonomischen und historischen Bedingungen der Kunst reflektieren.

Bildende Kunst

Das Museum Ludwig hat der Künstlerin für ihre erste umfassende Werkschau in Deutschland das gesamte Haus geöffnet. Rund 80 Werke umfasst die Ausstellung und zeigt neben einer Übersicht ihrer wichtigsten Werke auch eine Reihe von Arbeiten aus ihrem Archiv, die noch nie öffentlich gezeigt wurden und ebenso neue Werke, welche in der Begegnung mit der Sammlung des Museum Ludwig überraschende Situationen hervorbringen.

Freunde der Kunst

Für die Schau entstand eine Serie von zehn „tracings": Umrisszeichnungen, die an Malbücher erinnern und die ältere Arbeiten Lawlers aufgreifen. Außerdem fertigt die Künstlerin für das Museum Ludwig zwei neue, großformatige „stretches" an. Dies sind Fotos, die sie auf selbstklebende Vinylfolien aufbringt und deren Proportionen sie an die jeweiligen Räumlichkeiten anpasst, auch wenn die Motive dadurch deformiert werden.

leonie.pfennig@remove-this.museum-ludwig.de

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