04.03.2013 08:00 Förderpreis stand unter dem Suchbegriff „Systeme“

Ausstellung in Kiel: ars viva-Preis 2012/13 - Simon Denny, Melvin Moti und das Künstlerduo Özlem Günyol & Mustafa Kunt vom 9.2 bis zum 12.5.2013

Ausstellung in Kiel: ars viva-Preis 2012/13: Simon Denny, Melvin Moti und das Künstlerduo Özlem Günyol & Mustafa Kunt vom 9.2 bis zum  12.5.2013

Bild 1: Copyright: Simon Denny

Bild 2: (c) Melvin Moti

Bild 3: (c) Özlem Günyol & Mustafa Kunt

Von: GFDK - Kunsthalle Kiel - 3 Bilder

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. vergibt in diesem Jahr den ars viva-Preis für Bildende Kunst an Simon Denny (*1982), Melvin Moti (*1977) und das Künstlerduo Özlem Günyol & Mustafa Kunt (*1977/78). Der Preis ist mit drei Ausstellungen an namhaften Museen im In- und Ausland, der Herausgabe eines zweisprachigen Katalogs und einer Künstleredition verbunden. Zudem erhalten die Künstler ein Preisgeld von je 5.000 Euro. Die diesjährige Auslobung des Förderpreises stand unter dem Suchbegriff „Systeme“.

Die Preisträger wurden aus 42 vorgeschlagenen Künstlerinnen und Künstlern ausgewählt. Zehn Finalisten präsentierten ihre Arbeiten während einer zweitägigen, finalen Juryrunde persönlich in ihren Ateliers. Zur Entscheidung für die Preisträger äußert sich der Vorsitzende des Gremiums Bildende Kunst im Kulturkreis der deutschen Wirtschaft, Ulrich Sauerwein, wie folgt: „Die Jury freut sich besonders über das breite Spektrum hoher künstlerischer Qualität, das bei den diesjährigen Preisträgern zum Suchbegriff „Systeme“ von der vielschichtigen Analyse digitaler Medien, über die Reflexion visueller und neurologischer Phänomene bis hin zur differenzierten Auseinandersetzungen mit kultureller Identität reicht.“

Der in Berlin ansässige, neuseeländische Künstler Simon Denny widmet sich in seinen Videoarbeiten und Installationen der medialen Verbreitung, Streuung und Konsumierung von Bildern über Informations- und Kommunikationskanäle, speziell den des Fernsehens. Melvin Moti, niederländischer Künstler, der in Rotterdam und Berlin lebt, beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit optischen Phänomenen und der Frage, wie das menschliche Gehirn Informationen wahrnimmt und verarbeitet. In seinen  Filmarbeiten, die stets im 35mm-Format entstehen, untersucht er zudem, wie wissenschaftliche und historische Prozesse unsere Bildkultur beeinflussen. Die türkischstämmigen Künstler Özlem Günyol & Mustafa Kunt, die in Frankfurt leben und arbeiten, hinterfragen in verschiedenen Medien – u.a. Videos, Skulptur und Fotografie – die Strukturen gesellschaftlicher und politischer Systeme und die damit verbundenen Konstruktionen von Identität.

Der Jury unter Vorsitz von Ulrich Sauerwein gehörten neben fünf Mitgliedern des Gremiums Bildende Kunst des Kulturkreises in diesem Jahr die Kuratorinnen Dr. Melitta Kliege (Neues Museum Nürnberg), Dr. Anette Hüsch (Kunsthalle zu Kiel) und Christiane Meyer-Stoll (Kunstmuseum Liechtenstein) an. Als Fachberater war Nicolaus Schafhausen in diesem Jahr Mitglied der Jury.

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