01.02.2014 08:00 SAMMLUNG FALCKENBERG

Ausstellung in Hamburg: Philip Guston - das grosse Spätwerk - das mutige und außergewöhnliche Werk

ausstellung hamburg

Auswahl von rund 80 Gemälden und Zeichnungen; © The Estate of Philip Guston

philip guston hamburgdeichtorhallen hamburg ausstellungwerkschau guston hamburgkuenstler philip guston hamburg
Von: GFDK - Deichtorhallen Hamburg

Das mutige und außergewöhnliche Werk des US-amerikanischen Malers Philip Guston (1913–1980) war eines der meistdiskutierten seiner Zeit. Guston leistete durch die Verbindung von »hoher Kunst« und Bildern der Populärkultur Bahnbrechendes und wird heute als Vorreiter der postmodernen figürlichen Malerei gefeiert. Anlässlich des 100. Geburtstags des Künstlers zeigen die Deichtorhallen Hamburg in Kooperation mit der Schirn Kunsthalle Frankfurt und dem Louisiana Museum of Modern Art, Humlebaek, vom 22. Februar bis 25. Mai 2014 in der Sammlung Falckenberg das Spätwerk von Philip Guston und damit einen Meilenstein der amerikanischen Malerei.

Ausstellung in  Hamburg

Mit einer Auswahl von rund 80 Gemälden und Zeichnungen vereint die Ausstellung wichtige Leihgaben aus dem Museum of Modern Art, New York, dem Centre Pompidou, Paris, oder dem Stedelijk Museum, Amsterdam. Im Laufe der 1950er-Jahre fasste der Autodidakt Guston in der New Yorker Kunstszene Fuß und wurde mit Jackson Pollock, Willem de Kooning, Mark Rothko und Robert Motherwell zu einem der wichtigsten Vertreter des Abstrakten Expressionismus.

Bildende Kunst

Ab Mitte der 1960er-Jahre brach er mit dieser Richtung und begann figurativ zu malen und zeichnen: Guston führte derbe Figuren und Figurenfragmente in seine Werke ein; rauchend, trinkend, nicht selten auch malend bevölkern sie die in den Farben Pink, Rot, Schwarz und Blau gehaltenen Leinwände. Große Köpfe, behaarte Beine, klobige Schuhe und allerlei Architekturfragmente wie Mauern, Türen und Glühbirnen gehören zu Gustons Motiven, die an Comics der 1920er-Jahre erinnern. Seine Bilder werden häufig als Vorläufer des »Bad Painting« verstanden. Die erste Ausstellung dieser mit anarchischem Sinn für Humor und für das Groteske ausgestatteten Gemälde geriet 1970 zum New Yorker Kunstskandal. Den »Verrat« an der Abstraktion verübelten ihm Freunde und Kritiker. Viele haben nie wieder mit ihm gesprochen.

Freunde der Kunst

Die großformatigen Werke begegnen dem Betrachter mit unvermittelter Vehemenz. Der formalen Schwere, inhaltlichen Offenheit und scheinbaren Verrätselung liegen eine tiefgründige Sensibilität und weitreichende inhaltliche wie malerische Überlegungen des Künstlers zugrunde. Die erste Ausstellung dieser mit anarchischem Sinn für Humor und für das Groteske ausgestatteten Gemälde geriet 1970 zum New Yorker Kunstskandal. Den »Verrat« an der Abstraktion verübelten ihm viele Kritiker. Bis heute übt Gustons rätselhaftes Spätwerk in seiner Intensität und verstörenden Kraft großen Einfluss auf viele jüngere Künstler aus.

22. FEBRUAR − 25. MAI 2014 IN DER SAMMLUNG FALCKENBERG, HAMBURG-HARBURG

schoenebaeumer(at)deichtorhallen.de