06.06.2013 08:00 9. August - 7. September 2013

Ausstellung in Hamburg: Eduard Hopf (1901-1978): Figur und Bewegung. Die galerie carstensen präsentiert eindrucksvolle Figurenbilder des Hamburger Sezessionisten

Die galerie carstensen präsentiert eindrucksvolle Figurenbilder des Hamburger Sezessionisten

Die galerie carstensen präsentiert eindrucksvolle Figurenbilder des Hamburger Sezessionisten; (c) galerie carstensen

als entarteter Künstler verfemtdie expressiven figurativen Werke von Eduard HopfVorgriffe auf die Neuen Wilden der 1980er Jahredynamisch-moderne Bilder
Von: GFDK - galerie carstensen - 5 Bilder

Der im hessischen Hanau geborene Eduard Hopf (1901-1973) zählte zwischen den beiden Weltkriegen zur künstlerischen Avantgarde im Umfeld der Hamburgischen Sezession. Früh geprägt von der italienischen Renaissance begeisterte er sich nun an der schroffen Ursprünglichkeit in der Malerei eines Edvard Munch. Seine Frau Thea Engel war Ausdruckstänzerin und unterhielt in der Hamburger Schlüterstrasse eine Tanzschule.

Hier entdeckte der empfindsame Künstler viele Anregungen für seine Malerei. Es entstanden dynamisch-moderne Bilder von Tanz und Bewegung sowie zauberhafte Aktstudien. Eduard Hopf gilt seit dieser Zeit zurecht als ein herausragender Zeichner und Porträtist.

Während des Nationalsozialismus war Eduard Hopf als 'entarteter Künstler' verfemt. Aus dem Erleben von Diktatur und Weltkrieg entstanden seine bis heute beeindruckenden ‘Luftschutzkeller-‘ und 'Heimkehrer'-Bilder. Hier reflektierte der Künstler seine teilweise traumatischen Kriegserlebnisse. Diese Bilder sind über das unmittelbare Erleben der Entstehungszeit hinaus allegorische und damit allgemeingültige Darstellungen einer vom Einzelnen als unausweichlich erlittenen existenziellen Bedrohung.

Ausstellung in Hamburg

"Das Ende der 1940er Jahre entstandene Bild 'Heimkehrer' gehört in seiner Mischung aus figürlicher Dramatik und atmosphärischer Farbigkeit ganz sicher zu dem Besten, was Eduard Hopf in dieser Zeit geschaffen hat", so Galerist Holger Carstensen, der die Bilder der Ausstellung gemeinsam mit der Tochter des Künstlers aus dessen Nachlass ausgewählt hat.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte Eduard Hopf vielleicht als einziger Künstler der vormaligen Hamburgischen Sezession deren Stil in seinen Landschafts- und Figurendarstellungen eigenständig weiter. Einzelne seiner Bilder, wie die expressive, in kraftvollen Komplementärkontrasten gestaltete 'Neue Eva' , wirken dabei wie Vorgriffe auf die Neuen Wilden der 1980er Jahre, die mitunter bei Vorkriegskünstlern wie Eduard Hopf Anleihen genommen haben. Daneben entstanden hinreissend schöne Figurenkompositionen wie die 'Badenden am Strand'.

Bildende Kunst

Die Hamburger galerie carstensen zeigt im August die expressiven figurativen Werke von Eduard Hopf sowie einige seiner besonders eindrucksvollen Schärendarstellungen. Seltene Akt- und Tanzstudien aus den frühen 1930er Jahren runden die interessante Ausstellung in der beim Hamburger Grossneumarkt gelegenen Galerie ab.

Freunde der Kunst

Die Ausstellung wird am Donnerstag, den 8. August um 19h in Anwesenheit von Angela Hopf, der in Hamburg lebenden Tochter des bereits 1973 verstorbenen Künstlers, von der Hamburger Kunsthistorikerin Dr. Maike Bruhns eröffnet. Zur Ausstellung erscheint ein kleiner schön bebilderter Katalog.

galerie carstensen
Brüderstrasse 9
20355 Hamburg

info@galerie-carstensen.de

Weiterführende Links:
http://www.galerie-carstensen.de/