04.07.2014 07:00 Kunstverein

Ausstellung in Göttingen: Julius von Bismarck - Egocentric System - umfassen die Felder von Kunst, Wissenschaft und Technologie

Julius von Bismarck ausstellung

Die Arbeiten von Julius von Bismarck umfassen die Felder von Kunst, Wissenschaft und Technologie; (c) Julius von Bismarck

Julius von Bismarck goettingen
Von: GFDK - Kunstverein Göttingen

Die Arbeiten von Julius von Bismarck umfassen die Felder von Kunst, Wissenschaft und Technologie. Mit seinen Erfindungen und Installationen untersucht er den menschlichen Wahrnehmungsapparat und nutzt dabei Gesetze der Physik, um unsere perzeptiven Gewohnheiten herauszufordern.

Für die Ausstellung in Göttingen wird er eine neue Installation produzieren, die aus einem rotierenden Paraboloid bzw. einer tassenartigen Form mit einem Durchmesser von ca. 5 Metern besteht. Diese Größe bewirkt, dass die Innenseite der Installation begehbar und sogar bewohnbar ist. Ein wesentliches Element dieser Arbeit ist die Erfahrung, die sie vermittelt. Die Kombination aus Zentrifugal- und Gravitationskraft des sich drehenden Objektes erlaubt es dem Eintretenden, aufrecht und senkrecht zur leicht gekurvten Bodenfläche zu stehen und sich zu bewegen, ohne dass er das Gefühl hat, auf einer sich neigenden Fläche zu stehen.

Ausstellung in Göttingen

Die Ausstellung hat einen starken performativen Charakter und erstreckt sich über drei Phasen. In der Woche vom 14. bis zum 19. Juli haben Besucher die Möglichkeit, den Künstler beim Aufbau des Paraboloids zu beobachten und ihm Fragen zu stellen (Öffnungszeiten nach Vereinbarung, Anmeldung unter info@kunstvereingoettingen.de). Ab dem 20. Juli wird Julius von Bismarck das drehende Paraboloid dann eine Woche lang durchgehend bewohnen. In dieser Zeit entstehen Filmaufnahmen, und der Künstler diskutiert per Internet und möglicherweise auch live vor Ort mit Wissenschaftlern und Theoretikern. In der letzten Woche der Ausstellung wird das dabei entstandene Dokumentationsmaterial präsentiert.

Freunde der Kunst

Im Wesentlichen dient das "Egocentric System” als metaphorisches Modell und als eine Versuchsanordnung, um eine radikale Verschiebung der subjektiven Wahrnehmung zu erforschen und diese aber auch am eigenen Leib nachvollziehen zu können.

14.07. – 03.08. 2014

presseinfo@kunstvereingoettingen.de