16.01.2015 09:00 konkret-konstruktive Kunst

Ausstellung in Freiburg: Kammerer-Luka – Zeichen x Schrift x Bild - macht unbekannte Zeichen zu Zeichen des Unbekannten

Kammerer-Luka ausstellung

Vor fast 20 Jahren bezeichnete Peter Staechelin die Arbeiten von Kammerer-Luka als „Wegmarken auf der Suche nach universeller Kommunikation jenseits kultureller Kodierung“; © Archiv Kammerer-Luka

Kammerer-Luka freiburgausstellung freiburg
Von: GFDK - modo Verlag GmbH

Malerei, Druckgrafik, kinetische Skulpturen, Kunst im öffentlichen Raum, Computer- und Filmkunst - das bildnerische Werk von Kammerer-Luka (geb. 1929 in Gernsbach/Baden) ist reich an künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten.

Ausstellung in Freiburg

Mit unterschiedlichsten Mitteln setzt er sich mit den für ihn zentralen Themen Schrift, Sprache, Text und Zeichen auseinander. Schon seit 1972 und in Zusammenarbeit mit dem Informatiker Jean-Baptiste Kempf nutzt Kammerer-Luka auch den Computer für seine künstlerische Projekte und unterwirft einfache Formelemente mathematischen Ordnungsprinzipien. Die konkret-konstruktive Kunst bereichert Kammerer-Luka um eine – überraschend – inhaltliche Komponente, denn der Künstler sieht seine seriellen Arbeiten auch als eine Form der Interpretation von Welt und Wirklichkeit. Seine logisch aufgebauten Formensysteme machen unbekannte Zeichen zu Zeichen des Unbekannten.

Zur Erfassung, wissenschaftlichen Bearbeitung, Konservierung und Vermittlung dieses facettenreichen Œuvres wurde im Jahr 2011 das Archiv Kammerer-Luka in den Räumen des Freiburger modo Verlages gegründet. Das Archiv, das in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler aufgebaut wurde, versammelt an einem zentralen Ort einen Großteil des künstlerischen Werkes und macht wichtige Literatur sowie weiterführendes Quellenmaterial in Form von persönlichen Dokumenten wie Fotos und Tagebüchern zugänglich.

Die bisher geleisteten Forschungsergebnisse werden innerhalb der Ausstellung „Kammerer-Luka – Zeichen x Schrift x Bild“ vom 6. Februar bis 10. April 2015 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Blick hinter die Kulissen des Archives führt zu Werken aus allen Arbeitsbereichen und Werkphasen und ermöglicht einen eindrucksvollen Gesamtüberblick über das Schaffen des Künstlers. Wir freuen uns überdies, zeitgleich die neue, zweibändige Publikation „KAMMERER-LUKA. Retrospektive 1950-2014“ präsentieren zu können. Ein interessantes Begleitprogramm rundet die Werkschau mit der Vorführung von computergenerierten Filmen der von Kammerer-Luka 1972 mitbegründeten „Groupe Art et Ordinateur de Belfort“ ab.

Freunde der Kunst

Vor fast 20 Jahren bezeichnete Peter Staechelin die Arbeiten von Kammerer-Luka als „Wegmarken auf der Suche nach universeller Kommunikation jenseits kultureller Kodierung“. Noch immer gilt dieser Satz für das Werk des seit nunmehr über sechs Jahrzehnten unermüdlich Schaffenden. (Antje Lechleiter)

6. Februar – 10. April 2015


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