17.11.2013 09:00 Evidence

Ausstellung in Essen: There Are Some Who Are in Darkness - neue Ausstellung im Museum Folkwang

There Are Some Who Are in Darkness ausstellung im folkwang museum

Evidence – dieser Begriff ist ein zentraler Aspekt der künstlerischen Arbeit von Taryn Simon; © Taryn Simon

Taryn Simon ausstellung in essenTaryn Simon ausstellung im folkwang museum
Von: GFDK - Museum Folkwang

Evidence – dieser Begriff ist ein zentraler Aspekt der künstlerischen Arbeit von Taryn Simon. Auf vielfältige Weise setzt sich die amerikanische Fotografin mit der vermeintlichen Beweiskraft der Fotografie auseinander, mit ihrer faktischen Macht, Behauptungen in Realitäten zu verwandeln.

Ausstellung in Essen

International bekannt wurde die junge Fotografin Mitte des letzten Jahrzehnts mit ihrer Arbeit Innocents, einer Serie inszenierter Porträts von zu Unrecht verurteilten, oftmals sozial deklassierten Menschen in den USA. Ihre Fortsetzung fanden diese Sichtweisen in den Aufnahmen von An American Index of the Hidden and Unfamiliar: Hierin scheint jeweils eine bestimmte Konstellation von Dingen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen, wie der Wissenschaft oder der Religion, den amerikanischen Mythen von Freiheit und Gleichberechtigung zu widersprechen.

Ausstellung im Museum Folkwang

Ihre jüngste Werkgruppe A Living Man Declared Dead and Other Chapters, bereits in den großen Museen der Welt ausgestellt, verbindet das Zufällige des menschlichen Schicksals mit der einhergehenden sozialen Determinierung durch Abstammung und Klasse.

There Are Some Who Are in Darkness

Was Taryn Simons Arbeiten gemeinsam haben, ist die spannende Methode, wie die Fotografin die „Dark Side of Life“ beleuchtet, bisher Ungesehenes sichtbar macht und die Dimension hinter dem Sichtbaren durch Text erweitert. Damit gehört sie zu den wichtigsten Positionen eines erweiterten fotografischen Dokumentarbegriffs.

Freunde der Kunst

Die Essener Sammlung Olbricht verfügt über einen außerordentlichen Bestand dieses noch jungen Werkes. Daraus wird eine Auswahl an Arbeiten ab dem 15. November im Sammlungsbereich „Kunst nach 1945“ zu sehen sein.

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