12.05.2013 08:00 Museum Folkwang

Ausstellung in Essen: Sebastian Rug - Im Zeichnen sehen: Gezeigt wird eine Auswahl von 45 Zeichnungen der Jahre 2005 bis 2013

Sebastian Rug - Im Zeichnen ausstellung museum folkwang

Sebastian Rug gehört zu einer jüngeren Generation von Künstlern, die sich in ihrem Schaffen ausschließlich dem Zeichnen verschrieben haben; © Sebastian Rug, 2013

zeichnung von Sebastian Rug
Von: GFDK - Folkwang Museum - 2 Bilder

Sebastian Rug gehört zu einer jüngeren Generation von Künstlern, die sich in ihrem Schaffen ausschließlich dem Zeichnen verschrieben haben. Seit mittlerweile zehn Jahren realisiert er Arbeiten, die durch ihre kleinteiligen Strukturen faszinieren. Seine Zeichnungen entstehen nicht nach einem vorher festgelegten Entwurf, sondern aus dem Schaffensprozess heraus. Zu Beginn der Arbeit steht nur das grafische Grundelement fest, aus dem sich die jeweilige Zeichnung aufbaut.

Ausstellung in Essen

Die Zeichnung wächst dann unter den Augen des Künstlers ganz allmählich Linie für Linie heran, bis sich ein feingliedriges, oft mehrere Ebenen umfassendes System ergibt, das Assoziationen etwa an Gewebe-strukturen weckt, gleichzeitig aber auch als abstrakte Linienkomposition gelesen werden kann. Aufgrund dieser spezifischen Arbeitsweise entstehen nur wenige Zeichnungen im Jahr. Dabei beschränkt sich Rug seit einigen Jahren auf das Papierformat DIN A4 und den Bleistift als alleiniges Zeichenmittel.

Sebastian Rug, der von 1996 bis 2004 in Dresden und Leipzig studierte, war im Museum Folkwang bereits in der Gruppenausstellung Zeichnung als Prozess (2008) zu Gast, damals als jüngster von zehn Teilnehmern. In den folgenden Jahren ist ihm die Gratwanderung geglückt, innerhalb des eng gesteckten Rahmens seines spezifischen künstlerischen Ansatzes neue Ausdrucksformen zu finden und so sein Werk in sinnvoller Weise fortzuentwickeln. Aus diesem Grund erscheint es geboten, das zeichnerische Schaffen Sebastian Rugs erstmals in einer musealen Einzelausstellung vorzustellen und so einen Überblick über sein bisheriges Schaffen zu geben.

Bildende Kunst

Gezeigt wird eine Auswahl von 45 Zeichnungen der Jahre 2005 bis 2013, die zumeist aus Privatbesitz zur Verfügung gestellt wurden. Darüber hinaus sind erstmals seit seinem Diplom auch die Gruppe von 9 Radierungen öffentlich zu sehen, die 2002 bis 2004 entstanden und für die Genese seines zeichnerischen Werks eine besondere Rolle gespielt haben. Sie waren nie als druckgrafische Auflagenblätter im klassischen Sinne gedacht, sondern dienten dem jungen Künstler dazu, eine Arbeitsweise zu etablieren, die er dann auf das Medium der Zeichnung übertrug.

Freunde der Kunst

Im Anschluss an die Präsentation in Essen wandert die Ausstellung an das Leonhardi-Museum nach Dresden, wo Sebastian Rug 1996 sein Kunststudium begonnen hat. Nach der Ausstellung zu Jan Brokof (2011) wird damit nun zum zweiten Mal das Schaffen eines jungen Künstlers im Rahmen einer Ausstellungskooperation zwischen Essen und Dresden einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt.

Doerthe Ramin
Leitung Kommunikation
doerthe.ramin@museum-folkwang.essen.de

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