05.09.2013 08:00 SIDEWALK PRISON

Ausstellung in Düsseldorf: VAN HORN zeigt die Einzelausstellung von Joanne Greenbaum

ausstellung von  JOANNE GREENBAUM in van horn duesseldorf

"Sidewalk Prison" nimmt Bezug auf die Arbeits- und Lebens­umstände der New Yorker Künstlerin; (c) siehe Bild

Von: GFDK - VAN HORN

Der Titel der Ausstellung, "Sidewalk Prison", nimmt Bezug auf die Arbeits- und Lebens­umstände der New Yorker Künstlerin. Ihr Atelier befindet sich in einer Umgebung, die durch Neu- und Umbauten bestimmt wird. Die Gehwege sind durch Bauzäune stark eingeengt; es herrscht ein akuter Mangel an freiem Raum und so empfindet Greenbaum ihren Weg ins Atelier gewissermaßen als "Sidewalk Prison", - eine Thematik, die in ihre Arbeiten mit einfließt.

Ausstellung in Düsseldorf

Joanne Greenbaums Gemälde werden bestimmt von skelettartigen Strukturen und kartenähnlichen Sys­te­men, die urbane Assoziationen hervorrufen, ohne auf konkrete Motive zu ver­weisen. Diesen geometrischen Gebilden stellt die Künstlerin abstrakte Formen und Farbflächen gegenüber und schafft so ein Spannungsverhältnis zwischen rational konstruierten Elementen und einer spontanen, emotionalen Malerei. An den facettenreichen Schich­tungen wird ersichtlich, dass Greenbaum den eigentlichen Malprozess innerhalb ihrer Werke in den Vordergrund rückt.

Bildende Kunst

Joanne Greenbaum: "Es ist rebellisch und auch eine gewisse Sturheit, dass ich an der Malerei festhalte. Aber ich habe das Gefühl, dass es noch so viel zu tun gibt in diesen zwei Dimensionen. Für mich ist die Malerei grenzenlos; ich muss nicht auf ironische Weise einen moder­nistischen Stil oder Methoden der Abstraktion zitieren. Diese Aspekte finden sich natürlich auch in meiner Kunst wieder, aber ich glaube, dass man dennoch originell sein kann. [...] Ich habe [im Laufe der Zeit] zunehmend tatsächliche Informationen zu den Bildern hinzu gefügt und begann diese übereinander zu schichten, um eine neue Struktur mit fiktionalen Gerüsten zu erschaffen, auf denen ich Malen kann.

Es ist der Prozess, der dadurch beschleunigt wird und ich begann mich zunehmend wohler damit zu fühlen, mehr Material in Form von dickerer Farbe einzusetzen. Und ich fühlte mich auch wohler mit dem malerischen Gestus - ohne dass ihm eine konkrete Bedeutung zukommt, wie bei der New York School."[1]

Freunde der Kunst

Joanne Greenbaum *1953, lebt und arbeitet in New York. Sie studierte Malerei am Bard College. Ihre Ausstellungen umfassen Einzel- und Gruppen­ausstel­lungen, unter anderem im: MoMA PS1, New York, CCA Andratx, Mallorca, Museum Abteiberg, Möchengladbach, Haus Konstruktiv, Zürich und in der Chinati Foundation, Marfa, Texas. Zudem ist sie in diversen institu­tionellen Samm­lungen weltweit vertreten, wie z.B.: Herbert F. Johnson Museum of Art, Ithaca, Museum Abteiberg, Mönchen­glad­bach, Sammlung Rheingold, Haus Konstruktiv Museum, Zürich, Rose Art Museum, Waltham und CCA Andratx, Mallorca.

[1] Jeremy Sigler: Joanne Greenbaum. In: BOMB, Nr. 124, Sommer 2013.

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