25.04.2014 08:00 Galerie Döbele Dependance

Ausstellung in Dresden: Die Dresdner Kunstakademie nach 1945 – Pfade der Tradition & Wege in die Zukunft

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Anhand einzelner Arbeiten wird die Entwicklung über diesen Zeitraum punktuell nachvollzogen; (c) Galerie Döbele

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Von: GFDK - Galerie Döbele Dependance

Vom 24. April bis zum 15. Juni 2014 zeigt die Galerie Döbele in ihrer Dependance in der Schössergasse Werke von mehreren Künstlern, die seit 1945 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden gelehrt und mit dazu beigetragen haben, trotz kulturpolitischer Bevormundung und ästhetischer Restriktion das künstlerische Ansehen der Institution weit über die Landesgrenzen hinweg zu bewahren.

Ausstellung in Dresden

Anhand einzelner Arbeiten wird die Entwicklung über diesen Zeitraum punktuell nachvollzogen: Ausgangspunkt ist die qualitativ ununterbrochene Fortführung der hochschuleigenen starken Traditionslinie der Zeichnung über prägende, jedoch zur persönlichen Entfaltung ermutigende Lehrer-Schüler-Verhältnisse wie von Hans Theo Richter und Max Schwimmer über Gerhard Kettner hin zu Max Uhlig als Repräsentant der gelungenen Synthese von geachteter Tradition und individuell charakteristischem Ausdruckswillen.

Weit vorgeahnt im Spätwerk Herbert Kunzes, der von seinen Studenten wegen seiner beharrlichen Impulse zum Experimentieren mit neuen Formensprachen geschätzt wurde, trat ab den 1980er Jahren eine schrittweise Emanzipierung von kulturpolitischen Dogmen im Bereich der Malerei hinzu, ohne das handwerkliche Erbe aufzugeben. Siegfried Klotz und Ursula Rzodeczko wagten eine zeitgemäße Wiederbelebung ästhetischer Grundsätze der Dresdner Malerei des frühen 20. Jahrhunderts. Hubertus Giebe und Johannes Heisig, der 1989 einer der jüngsten Rektoren in der Geschichte der Hochschule werden sollte, stellten sich dem Spagat zwischen studentischem Drang nach enthemmter Liberalisierung künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten und der Bewahrung der Tradition vor der völligen Preisgabe.

Freunde der Kunst

Die 1990er Jahre standen im Zeichen dynamischer Orientierungsprozesse zwischen diesen bewussten Polen – Claus Weidensdorfer und Horst Hirsig lehrten in diesen Jahren sowie Ralf Kerbach, der bis heute als Professor für Malerei und Grafik tätig ist.

Als persönliches Anliegen der Galerie Döbele, diese Künstlerpersönlichkeiten zu würdigen, versteht sich unsere Ausstellung als individuelle Erweiterung der Jubiläumsschau zum 250-jährigen Bestehen der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

info@galerie-doebele.de