23.03.2013 07:00 Künstlerhaus Bremen

Ausstellung in Bremen: Sweet Bitter Symphony - vereint Videoarbeiten wichtiger Gegenwartskünstler bis zum 19.5.2013

ausstellung in Bremen: Sweet Bitter Symphony - vereint Videoarbeiten wichtiger Gegenwartskünstler bis zum 19.5.2013

(c) Sweet Bitter Symphony, Tim Etchells & Vlatka Horvat / Sofia Hultén / Sven Johne / Ragnar Kjartansson / Liz Magic Laser, Fotografien: Pia Pollmanns

Von: GFDK - Künstlerhaus Bremen - 3 Bilder

SÜSSER SCHMERZ, beredtes Schweigen oder die Hassliebe – all diese Formulierungen vereint ein Kriterium: ihre Widersprüchlichkeit. Die Kombination von gegensätzlichen oder einander ausschließenden Begriffen macht ihren Charakter aus. In der Rhetorik wird diese Figur als Oxymoron benannt, doch es handelt sich auch um ein Stilmittel, das bis heute in der bildenden Kunst Anwendung findet.

Das Oxymoron ist prädestiniert, die Mehrdeutigkeit und Vielschichtigkeit des Inhalts zu signalisieren und ihn dabei pointiert und spannungsvoll zu vermitteln.
Zur Zeit des Barocks erlebte die Figur des „süßen Schmerzes“ eine wahre Blüte und bis heute geht von ihr eine starke Anziehung aus. Ein Grund dafür ist, dass sowohl Leid als auch Genuss enorm starke physische und psychische Sinneswahrnehmungen sind. In ihrer Eindrücklichkeit sind sie geeignet, den Betrachter eines Kunstwerkes vollkommen in dessen Bann zu ziehen. Vom (verarbeiteten) individuellen Schmerz geht die Wirkung direkt auf den Betrachter über. Er soll mitgerissen, hingerissen werden – auf dieser Ebene gibt es keinen Unterschied zwischen dem Ideal des barocken und des zeitgenössischen Künstlers.

Sweet Bitter Symphony vereint Videoarbeiten wichtiger Gegenwartskünstler und greift dafür den Schmerz als eine der intensivsten, aber zugleich polyvalentesten menschlichen Empfindungen auf. Zwar kann er als erdrückende Last, als Aufschrei des Körpers oder der Psyche empfunden werden, doch die Empfindung von Schmerz ist nicht ausschließlich negativ behaftet. Die künstlerischen Werke zeigen den Schmerz in seiner Diversität: in seiner Schönheit, seiner Attraktivität, seiner romantischen oder befreienden Natur.

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Anna Moldenhauer
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