17.03.2012 07:50 eine Verbindung von Phantasie und Vernunft

Ausstellung in Bielefeld: Die Frage nach der Realität mit Bildern von Sandro Vadim und Objekten von Wolfgang Karger 23.03.2012 bis 12.05.2012

Quelle: Galerie BAAL

Von: Bernd Schlipköther

Diese erste Themenausstellung zu 15 Jahre BAAL wirft mit den Plastiken von Wolfgang Karger und den abstrakten Farbkompositionen von Sandro Vadim offensichtlich die Frage nach der Wirklichkeit auf. Für beide Künstler gilt, was bei Kant als eine Verbindung von Phantasie und Vernunft gelesen werden kann. Wie das Gefühl der Lust zu einer unmittelbaren Absicht kommt. Das ist bei beiden Künstlern das vertiefte Sehen, das woanders Erkennen heißt. Die Kunstwerke Vadims und Kargers erzeugen fortlebend eigene, neue Bilder und verhelfen zu anderen Erkenntnissen, mithin zu vertieftem Sehen.

Bei Sandro Vadim trägt allein die Farbe das Bild (Harald Siebenmorgen, Leiter des Badischen Landesmuseums). Vadims Bilder sind pure Malerei. Das Bild spricht selbst seine Realität aus. Dennoch entdecke der Beschauer (so Siebenmorgen), der sich ins Bild vertieft und auf das Detail einlässt, Stimmungen, Gefühle, gar Erzählungen, in jedem einzelnen Bild.

Sandro Vadim ist 1964 in Rom geboren. Er hat an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe freie Malerei studiert. Im Badischen Kunstverein, beim Deutschen Künstlerbund, Berlin, in vielen Kunstvereinen und an anderen bedeutenden Orten hat er seine Bilder ausgestellt. Gemälde Sandro Vadims befinden sich u.a. im Besitz des Bundesministeriums des Inneren, des ZKM Karlsruhe und des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg.

Fremdheit, ist vielleicht der erste Begriff, der beim Beschauen der Kunstwerke Wolfgang Kargers entsteht. Aber bald schon verschwistert sich dieser Begriff mit Heiterkeit, Erstaunen, Verdichtung und Auflösung. Kargers Formverständnis, klassisch gebildet am realistischen Abbild der Figur, sucht nach immer neuen plastischen Formaten. Karger interessiert weniger die reale Wiedergabe der Erscheinungen, eher verstreut er Traumbilder von ihr in seine Plastiken. Kargers Plastiken sind keine leeren Gesten. Sie sind durchkomponiert und sie entziehen sich vor allem einer eiligen Interpretation.

Wolfgang Karger ist 1954 in Oelde geboren. In Oberammergau ging er in die Holzbildhauer- und Schnitzerlehre. Das Studium der Bildhauerei absolvierte er an der Hochschule der Bildenden Künste Berlin. Er war Meisterschüler von Phillip King (Henry Moore-Assistent) und Stipendiat der Karl-Hofer-Gesellschaft. In vielen Ausstellungen, z.B. Art cologne, Hofer-Gesellschaft Berlin und an vielen anderen Orten konnte Wolfgang Karger seine plastischen und bildhauerischen Arbeiten zeigen.

 

Die Ausstellung wird am 23.03.2012 um 19 Uhr in der Galerie BAAL eröffnet.

 

Bilder

1) Wolfgang Karger, Footstool II, 1991. Mooreiche 23 x 22 x 27 cm.

2) Sandro Vadim, o.T., 2010. Acryl / Pigment auf Leinwand, 80 x 70 cm

Galerie BAAL

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