13.03.2014 09:00 MEINBLAU Projektraum

Ausstellung in Berlin: we, animals Projektreihe: künstlerische Positionen zur Debatte um Mensch-Tier-Verhältnisse

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Schuhsohle, Winterpelz oder eingeschweißtes Steak – der „Wirtschaftsfaktor Tier“ steht zunehmend in der Kritik; Bild 1: Foto: Tau Pibernat

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Bild 2: Foto: Nobuhira Narumi

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Bild 3: (c) Lissette Olivares

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Bild 4: (c) Anna Zet

Von: GFDK - Elke Thiele | Büro SIEBENGRÜNDE

Schuhsohle, Winterpelz oder eingeschweißtes Steak – der „Wirtschaftsfaktor Tier“ steht zunehmend in der Kritik. Auch das Bild von „dem Tier“, das ausschließlich auf Reize reagiert, bedingt leidensfähig ist und als Objekt benutzt werden kann, ist veraltet. Künstlerische Arbeiten, die aktuelle Debatten um Mensch-Tier-Verhältnisse widerspiegeln und die starren Kategorien für Tiere als Arbeits-, Nutz- und Hausobjekt, mythisches Vorbild, Liebling oder Bestie aufbrechen werden 2014 in der fünfteiligen Projektreihe „we , animals“ vom MEINBLAU präsentiert.

Ausstellung in Berlin

Aktuelle Forschungsfragen der Human-Animal Studies liefern wichtige Impulse für das internationale Ausstellungsprogramm. Der tradierten Vorstellung von Tieren als dem metaphorisch „Anderen“ wird die Vielfalt gesellschaftlicher Praktiken von Mensch-Tier-Beziehungen entgegen gestellt. Es gibt nicht das eine Tier und den einen Menschen, es gibt viele, historisch gewachsene Verhältnisse – und damit kritisierbare und veränderbare Konstellationen einer Gesellschaft aus menschlichen und nicht-menschlichen Individuen. Wie können Tiere als eigenständige Akteure innerhalb historischer, sozialer und kultureller Prozesse wahrgenommen werden?

Freunde der Kunst

Tiere dienen bis heute als Motive, Abbilder und Projektionen für die Entstehung von Kunstwerken. Das Projekt we , animals trifft eine entschiedene Auswahl: Gezeigt werden künstlerischen Ansätze, die konkrete Interaktionen zwischen Menschen und Tieren als gleichberechtigte Individuen reflektieren. Tiere sind für die Künstler keine Gegenbilder, keine Projektionsfläche – sie werden vielmehr als wirkmächtige Subjekte in kreativen Prozessen wenn nicht als Co-Autoren wahrgenommen.

thiele@siebengruen.de


 

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