15.11.2013 09:00 gegen Rassismus

Ausstellung in Berlin: Take A Walk on the Wild Sid - To Russia with Love. And to Lou Reed

Take A Walk on the Wild Sid ausstellung in berlin

ein Zeichen gegen politische Bevormundung, Zensur und die Unterdrückung von künstlerischer Arbeit; Bild 1: ©Giuseppe Gonella. Courtesy Egbert Baqué Contemporary Art, Berlin

rainer fetting ausstellung  Egbert Baqué Contemporary Art

Bild 2: ©Rainer Fetting. Courtesy Egbert Baqué Contemporary Art, Berlin

Von: GFDK - Egbert Baqué Contemporary Art

Die letzten 12 Monate waren in verschiedenster Hinsicht nicht nur die die erfolgreichstenseit Bestehen der Galerie, sie waren auch geprägt von Ausstellungsprojekten, die aufgrund von spontanen Entschlüssen des Galeristen zustande kamen. Dies begann im November/Dezember letzten Jahres mit  Die Reise nach St. Petersburg , unserer Benefiz- Ausstellung für Pussy Riot, und setzte sich mit A Tribute to David Bowie HAUPTSTRASSE The Berlin Years 1976 -1978 fort.

Ausstellung in Berlin

Zufällig ergab sich, mit Beginn ihrer zweiten Einzelausstellung in der Galerie im Januar/Februar dieses Jahres, die erste Museums-Ausstellung für Franziska Strauss, spontan vollzog sich im März die Aufnahme von Winston Chmielinski ins Programm der Galerie und die Ansetzung seiner ersten Einzelausstellung, die nun – aufgrund der ausgesprochen positiven Resonanz – um zwei Wochen, bis zum 9. November 2013 verlängert wird.

Und so war der Galerist wieder in einer Situation, die eine neuerliche Improvisation nahelegte: Die zweite Novemberhälfte und die erste Dezemberwoche sind im Galeriealltag noch eine gute Zeit, doch dann beginnen die Vorweihnachtstage – insgesamt für eine Einzelausstellung kein geeignetes Datum. Wohl aber für eine attraktive, spannende und sinnvolle Gruppenschau, die nicht nur eine gesellschaftspolitische Aktualität, sondern – nach Pussy Riot und Bowie – eine gewisse Konsequenz, einen roten Faden im Galerie- Programm der letzten 12 Monate aufzeigen würde.

Freunde der Kunst

Take A Walk on the Wild Side soll – im Hinblick auf die Häufung homophober und rassistischer Angriffe leider nicht nur in Russland – natürlich ein Zeichen setzen: gegen politische Bevormundung, Zensur und die Unterdrückung von künstlerischer Arbeit, gegen Homophobie und Rassismus. Eine Politkunstschau ist allerdings nicht beabsichtigt. Es geht dem Galeristen/Kurator um existentielle Entscheidungen von Menschen, die einen walk on the wild side riskieren und damit ihr Leben einer gesellschaftlichen Ächtung aussetzen, als Außenseiter gebrandmarkt werden oder es gar aufs Spiel setzen.

Die eingeladenen Künstler haben wir um Arbeiten gebeten, die um Sex, Liebe, Androgynie, um Eros und Tod, Grenzüberschreitung und Sprengung von Konventionen, um Rausch und Ekstase, das Dionysische, um den menschlichen Körper und Nacktheit oder um den Anderen/die Andere im Ich kreisen.

Der unerwartete Tod von Lou Reed am 27. Oktober 2013 verleiht unserer Ausstellung noch eine weitere – traurige – Aktualität. Ihm sei diese Schau gewidmet.

16 November – 21 December 2013

office@berlin-contemporary-art.com