18.04.2012 07:19 gibt Einblick in ganz unterschiedliche künstlerische Ansätze

Ausstellung in Berlin: Aufbruch. Malerei und realer Raum vom 4. Mai bis 1. Juli 2012

Von: Akademie der Künste

Im Jahr 1949 durchstieß der Italiener Lucio Fontana erstmals mit einem Locheisen die materielle Bildfläche; der Amerikaner Ellsworth Kelly schuf in Paris sein erstes rahmenloses Bildobjekt. François Morellet überzog ab 1952 in Frankreich weiß gestrichene einfache Bildtafeln mit repetitiven Strukturen. Seitdem öffneten immer mehr Künstler in Europa und Amerika die festen Grenzen der gerahmten Bildfläche und ersetzten den fiktiven Bildraum durch den Bezug zum realen Umraum.

Die Ausstellung „Aufbruch. Malerei und realer Raum“ gibt Einblick in ganz unterschiedliche künstlerische Ansätze, wobei der Fokus auf europäischen und nordamerikanischen Künstlerinnen und Künstlern liegt, die seit der Mitte des 20. Jahrhunderts die Geschlossenheit des Bildes mit den Mitteln der Malerei aufzubrechen begannen.

Dabei geht es weniger um Tendenzen der in mancherlei Hinsicht verwandten Objektkunst, sondern im Wesentlichen um malereispezifische Entwicklungen. An Werken von „Klassikern“, aber auch weniger bekannten und jüngeren Künstlern werden die optischen Kräfte und malerischen Energien vorgestellt, mit denen die Wahrnehmung des Betrachters über die Grenzen des traditionellen Tafelbildes hinausgeführt wird. Auf rund 1.500 qm präsentiert die Akademie der Künste zirka 100 Bildwerke in einer eigens dafür konzipierten Ausstellungsarchitektur am Hanseatenweg.

Mit Werken von Arman, Lucio Fontana, Sam Francis, Günther Fruhtrunk, Rupprecht Geiger, Kuno Gonschior, Ron Gorchov, Gotthard Graubner, Marcos Grigorian, Noriyuki Haraguchi, Charles Hinman, Gerhard Hoehme, Ellsworth Kelly, Yves Klein, Harriet Korman, Norvin Leineweber, Morris Louis, Robert Mangold, François Morellet, Arnulf Rainer, Robert Ryman, Bernard Schultze, Emil Schumacher, Leon Polk Smith, Frank Stella, Antoni Tápies, Günter Uecker und Jan Wawrzyniak.
Erstmals in Berlin zu sehen sind Werke von Ulrich Erben, Joachim Grommek, Bridget Riley und Gerwald Rockenschaub.

Die Wanderausstellung wird von einem Katalog (280 S.) begleitet, der im Verlag Das Wunderhorn (Heidelberg) erschienen ist.

 

Bild: Frank Stella Sabine Pass, 1967 Acryl auf Leinwand, 140 x 140 cm Sammlung Siegfried und Jutta Weishaupt © VG Bild-Kunst, Bonn 2012

 

Sabrina Greschke

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