25.11.2014 09:00 Galerie Noah

Ausstellung in Augsburg: PIGALLE. POSITIONEN 2014 - mit Werken von 14 europäischen Malern

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Mit Werken von 14 europäischen Malern, verwandelt sich die Galerie Noah in einen ähnlichen Schmelztiegel wie damals der Place Pigalle; Bild 1: (c) Norbert Tadeusz

Von: GFDK - Galerie Noah

Der Place Pigalle ist einer der bekanntesten Plätze in Paris. Rund um das weltberühmte Varieté-Theater „Moulin Rouge“ lebten um 1900 neben Toulouse-Lautrec und Picasso zahlreiche andere Künstler, die dem Viertel ein unverwechselbares Flair gaben.

Ausstellung in Augsburg

Mit Werken von 14 europäischen Malern, verwandelt sich die Galerie Noah in einen ähnlichen Schmelztiegel wie damals der Place Pigalle, welcher uns lebhaft aus dem Schlager-Evergreen von Bill Ramsey bekannt ist.

Luciano Castelli, 1951 in Luzern geboren, (zwei seiner Gemälde tragen den Titel „Pigalle“) lebt bis heute in der Schweiz und in Paris. Er wurde ab 1979 als einer der Hauptvertreter der „Neuen Wilden“ bekannt. Er nahm an der documenta 5 (1972), 7 (1982) und 9 (1992) teil.

Reto Beer (geboren 1970 in Gams, St. Galler Rheintal), und Hans Rudolf Strupler (geboren 1935 in Zürich), sind neben Castelli  zwei weitere Schweizer Künstler. Reto Beer fällt durch Collagen auf. Die kaleidoskopischen Werke von Strupler beeindrucken durch feinste Strukturen und komplexe Farbgestaltung.

Armando heißt eigentlich Herman Dirk van Dodeweerd: 1929 in  Amsterdam geboren, 1979 übersiedelte er nach Berlin. Er nahm 1982 an der documenta 7 teil, außerdem vertrat er die Niederlande bei der 41. Biennale von Venedig. Seine pastosen, hauptsächlich schwarzen abstrakten Bildkompositionen symbolisieren Gewalttätigkeit. Das 1998 eröffnete Armando Museum in Amersfoort wurde 2007 durch einen Brand zerstört.

Armando lebt in Amstelveen und Potsdam.

Elvira Bach, 1951 im hessischen Neuenhain geboren, studierte in Berlin bei Hann Trier und wurde 1982 zur documenta 7 eingeladen. Ihre neoexpressionistischen Frauenbilder spiegeln die Themen ihres eigenen Lebens wider. Die Ähnlichkeit mit ihrer eigenen Person ist unverkennbar. Bis heute ist sie ihrem kraftvollen Malstil treu geblieben.

Sie lebt in Berlin.

Rolf Behm wurde 1952 in Karlsruhe geboren. Er studierte bei Markus Lüpertz in Karlsruhe und übersiedelte 1979 nach Berlin. Er gestaltet in seiner Malerei Farbfelder im Raum und nennt die Werke Energiefelder und Energieketten. Der Blick des Betrachters wird durch die Farbgestaltung gleichsam ins Zentrum des Werkes gesogen.

Rolf Behm lebt und arbeitet in Berlin und Rio de Janeiro.

Barbara Bernrieder studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München. Sie war Meisterschülerin von Ben Willikens und erhielt 2002 den bayerischen Staatsförderpreis. Seit 2011 ist sie artist in residence in Bangalore, Indien. Sie arbeitet in München.

Peter Casagrande, 1946 in Weilheim geboren, studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München bei R. Tröger und an der Universität der Künste in Berlin. Casagrandes oft großformatige Bilder entstehen in einem ungehemmten Malprozeß, in dem sich in vielen Schichten gestische Malaktionen mit großflächigen Farbverläufen überlagern. Casagrande lebt und arbeitet in Maitenbeth bei München.

Sobral Centeño wurde 1948 in Porto (Portugal)  geboren. Seine Themen sind rätselhafte farbintensive Stillleben.

Er lebt und arbeitet in Porto.

Ruth Detzer, 1974 in Augsburg geboren, studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München und war Meisterschülerin bei Markus Oehlen. Ihre Themen sind die Metamorphosen der Frau: Hexe, Madonna, Göttin, Künstlerin. Ruth Detzer lebt und arbeitet in München.

Jiri Georg Dokoupil wurde 1954 in Krnov geboren. Er studierte Kunst in Köln, Frankfurt/Main und New York und gehört seit 1980 zur Kölner Künstlergruppe „Mülheimer Freiheit“. 1982 nahm er an der documenta 7 teil. Seit 1989 lehrt er an der Akademie der Schönen Künste in Madrid. Seit 1986 malt Dokoupil ohne Pinsel. Er verwendet unterschiedliche Techniken unter Benutzung von Kerzen, Autoreifen oder Farbsprays.

Man nennt ihn „die Sphinx“, weil er auf eine eigene künstlerische Handschrift verzichtet.

Dokoupil lebt und arbeitet in Berlin, Prag und Madrid.

Heiko Hermann wurde 1953 in Schrobenhausen geboren. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München und war Meisterschüler von Prof. Reipka. Heiko Hermann sieht seine Malerei in der Tradition der „Gruppe Spur“ und des „Kollektiv Herzogstraße“. Heiko Herrmann lebt in München und Pertolzhofen.

Oskar Manigk wurde 1934 in Berlin geboren. Er studierte Malerei in der ehemaligen DDR -  immer mit kritischem Blick auf das damalige Regime. 2006 erhielt er für sein Lebenswerk im wiedervereinigten Deutschland den Kunstpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Gestaltung seiner Arbeiten ist von malerischer Wucht, zusätzlich spüren wir jedoch öfter eine Portion Ironie. Manigk lebt in Berlin und auf Usedom.

Norbert Tadeusz wurde 1940 in Dortmund geboren und starb 2011 in Düsseldorf. Tadeusz studierte 1961 - 1966 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf unter anderem bei Joseph Beuys, der ihn zum Meisterschüler ernannte. Von 1988 - 1991 war Tadeusz Professor an der Universität der Künste in Berlin und von 1991 - 2003 Professor für Monumentalbildnerei an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig.

Freunde der Kunst

Seine Gemälde sind komplex figurativ und haben sowohl eine überzeugende Formstrenge, als auch eine überwältigende Farbkraft. Norbert Tadeusz galt in der „Persilstadt“, wie er seine Wahlheimat Düsseldorf nannte, als Ausnahmeerscheinung. Seit Mitte der 60er Jahre setzte er gegen die allgegenwärtige Tendenz zur Abstraktion seine figurative Kunst. Seine sinnlich und formal glanzvollen Werke machten Furore.

eva.wiest@galerienoah.com