19.04.2011 09:00 die künstlerische Reflexion des "American Way of Life"

Ausstellung in Aachen: Hyper Real - Kunst und Amerika um 1970, bis zum 9.6.2011

Von: Ludwig Forum

Mit der Jubiläums-ausstellung Hyper Real - Kunst und Amerika um 1970 feiert das Ludwig Forum Aachen in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Das "Mutterhaus" der inzwischen weltweit verzweigten Sammlung Ludwig wird hierfür zum Verbindungsglied einer ersten gemeinsamen Ausstellungs-Reihe der Ludwig-Museen in Aachen, Wien und Budapest.

Hyper Real - Kunst und Amerika um 1970 am Ludwig Forum Aachen beleuchtet vom 13. März bis zum 19. Juni 2011 die künstlerische Reflexion des "American Way of Life" im Kontext gesellschaftspolitischer Entwicklungen. Die Ausstellung vereint 250 Werke von 100 Künstlern, die in dieser Fülle und Zusammenstellung in Deutschland noch nie zu sehen waren. Schon die dem Ludwig Forum vorausgegangene Neue Galerie - Sammlung Ludwig in Aachen konnte zu ihrer Eröffnungsausstellung 1970 aus den umfangreichen eigenen Beständen des Fotorealismus schöpfen.

Zeitlich, ästhetisch wie gesellschaftlich verorten Dr. Brigitte Franzen und Anna Sophia Schultz den Fotorealismus um das Jahr 1970 im Kontext paralleler Kunstströmungen wie der Pop Art, Konzeptkunst, Land Art und der "New Topographics". Die historischen Hintergründe der künstlerischen Auseinandersetzungen bildeten zu jener Zeit Ereignisse wie der Vietnamkrieg, die Civil-Rights-Bewegung und die Öl-Krise.

Die überbordenden Bilderwelten der USA, ihre Konsumkultur, Landschaften, Vororte und Industriebrachen faszinierten damals auch viele der einflussreichsten Fotografen, die mit Arbeiten etwa von Lewis Baltz, William Eggleston, Lee Friedlander, Stephen Shore und Garry Winogrand prominent vertreten sind.

Für die atmosphärische Einbettung der insgesamt 250 Kunstwerke hat das österreichische Büro feld72 eigens eine neue Ausstellungsarchitektur für das Ludwig Forum entwickelt. Innerhalb dieser erweiterten Raumsituation spannt Hyper Real einen kulturgeschichtlichen Bogen: von den Bildwelten der Pop, Stars und Medien, etwa bei Lichtenstein und Warhol, über die 1972 zur documenta 5 in Kassel geführte Kontroverse um einen neuen Realismus und die Bedeutung einzelner Themenbereiche wie Stadt und Landschaft bis hin zu sich perspektivisch anschließenden Realismen etwa in Werken von Basquiat, Haring, Koons und Demand.

Ein Filmprogramm sowie historische Plakate, Bücher, Sounds und Plattencover im architektonischen Herzstück der Ausstellung eröffnen weiterführende Perspektiven auf den US-amerikanischen Lebensalltag der 1970er Jahre und das vorherrschende Lebensgefühl.

Die Ausstellung wird gemeinsam gefördert von der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder sowie von der Peter-und-Irene-Ludwig-Stiftung.

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