18.04.2013 08:11 poetische Konstellationen

Aussstellung in Frankfurt: LETZTE BILDER. VON MANET BIS KIPPENBERGER

Aussstellung in Frankfurt: LETZTE BILDER. VON MANET BIS KIPPENBERGER

Letzte Bilder. Von Manet bis Kippenberger Ausstellungsansicht © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2013 Fotos: Norbert Miguletz

Von: GFDK - Schirn - 6 Bilder

Die Ausstellung widmet sich herausragenden Werken und Werkgruppen, die Künstler in der allerletzten Phase ihres Schaffens hervorgebracht haben und die – auf jeweils ganz unterschiedliche Weise – das Ende eines künstlerischen Lebenswerks markieren.

Die Frage nach dem möglichen Abschluss eines Œuvres wird dabei anhand einer konzentrierten Auswahl künstlerischer Positionen vom späten 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart beleuchtet. Die Ausstellung präsentiert u. a. Werke von Édouard Manet, Henri Matisse und Alexej von Jawlensky bis hin zu Giorgio de Chirico, Ad Reinhardt und Martin Kippenberger in poetischen Konstellationen, bei denen jeweils zwei Künstler in einen spannungsvollen, meist unerwarteten Dialog treten.

Berühmte Alterswerke, wie die späten Seerosenbilder von Claude Monet oder die Gemälde der 1980er-Jahre von Willem de Kooning sind ebenso Teil der Ausstellung wie überraschende „letzte Bilder“, darunter die 1949 entstandenen, radikal reduzierten „Punktebilder“ von Francis Picabia oder die „Wolkenbilder“ der fast 80-jährigen Georgia O’Keeffe, die in den 1960er-Jahren die für sie neue Erfahrungsdimension des Fliegens wiedergeben. Alle ausgewählten Künstler haben zum Ende ihres Schaffens eine Gruppe von Werken hervorgebracht, die in ihrer Qualität als „letzte Bilder“ einen besonderen, manchmal neuartigen Blick auf das Gesamtwerk des Künstlers ermöglichen und ganz unterschiedliche Facetten und Fragen hinsichtlich des bevorstehenden Endes der künstlerischen Tätigkeit aufwerfen: Horizontverschiebungen, neu gewonnene Freiheit und Souveränität, Rückbesinnung auf das eigene Werk, Neuausrichtung aufgrund physischer Einschränkungen, erlahmte oder gesteigerte Produktivität tun sich ebenso auf wie Aspekte der Schicksalsverachtung, des Zufalls und der Wiederholung.

Kuratorin: Esther Schlicht (SCHIRN)
KONTAKT
SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT
RÖMERBERG
60311 FRANKFURT
TEL 069.29 98 82-0
FAX 069.29 98 82-240

PRESSE (AT) SCHIRN.DE