17.04.2014 08:36 ausstellung der preisträger

20 Jahre Welde Kunstpreis - Retrospektive in der Stadtgalerie Mannheim bis 18.5.2015

Welde Kunstpreis Irmgard Klamp Blue Couple

Gezeigt werden Arbeiten von 67 Preisträgerinnen und Preisträgern des WeldeKunstpreises, im Bild: Irmgard Klamp Blue Couple, alle Fotos Quelle: PR/ Welde

Welde Kunstpreis Marga Mueller Konzert im Herbstpark

Marga Mueller Konzert im Herbstpark

Welde Kunstpreis Simon Menner Camouflage

Simon Menner Camouflage

Welde Kunstpreis Christoph Rehlinghaus  Lonesome George

Christoph Rehlinghaus Lonesome George

Welde Kunstpreis Frank Rothe Lost in white Nights

Frank Rothe Lost in white Nights

Weldeflaschen-Etiketteneditionen

Weldeflaschen-Etiketteneditionen

Von: GFDK - Peter Verclas

"Wir bieten der Kunst eine Plattform und zwar bedingungslos." Dies ist für den Unternehmer Dr. Hans Spielmann, Geschäftsführer der badischen Braumanufaktur Welde, der Schlüssel zum Erfolg des WeldeKunstpreises. Spielmann ist es gelungen, aus dem Kunstpreis, den er 1995 ins Leben rief, eine der renommiertesten Auszeichnungen der deutschen Kunstszene zu machen.


Zugleich kann sich die Metropolregion Rhein-Neckar als hervorragende Adresse für Kunst etablieren.
Spielmanns wichtigster Grundsatz bis heute: Er mischt sich niemals in die Arbeit der Jury ein, um die Kunst nicht zu instrumentalisieren. Daran hielt er sich auch, als er am Anfang einmal kurz in Versuchung geriet, eine Fotografie vorzeitig auszusortieren. Es war die damals als skandalös empfundene Aufnahme, die ein halbvolles Glas Bier auf einem Laken mit Blutfleck zeigt. "Als ich das gesehen habe, dachte ich erst, das geht nicht", erinnert sich Spielmann. Und just dieses Foto erhielt dann einen der ersten fünf Preise.

Der Kunst etwas zurückgeben

Worum geht es Spielmann? "Mit dem Kunstpreis wollte ich der Kunst etwas zurückgeben, weil ich ihr so viel zu verdanken habe." Mitte der 1990er Jahre wollte Spielmann seine Marke Welde individueller gestalten. "Ich kam nicht so richtig weiter und beauftragte schließlich den Heidelberger Künstler Günther Braun mit der Entwicklung einer Idee." So kam es zu der Skulptur "Die Tanzende", klein beim Brauereirundgang zu bewundern, in groß aufgestellt an der Straße zum Firmengebäude und Vorbild für die WeldeLust-Flasche mit dem charakteristischen Schwung im Flaschenhals. Die Idee war der Durchbruch von Welde auf dem Weg zur heutigen Kultmarke. Und die Initialzündung für den Kunstpreis.

Kunst für eine Million Menschen

Anfangs war es für Spielmann kaum vorstellbar, dass durch Welde einmal mehr als eine Million Menschen mit zeitgenössischer Kunst in Berührung kommen würden. Für den Unternehmer war auch nicht abzusehen, welche enorme Wirkung es haben könnte, die preisgekrönten Kunstwerke jedes Jahr auf Flaschenetiketten abzubilden. Aber genau diese Wirkung ist Spielmann - neben der Förderung der Künstler - das Wichtigste: "Ein Mann hat mir einmal erzählt, dass er erst durch die Kunst auf einer Weldeflasche mit diesem Thema in Berührung gekommen sei, das seither für sein Leben sehr wichtig ist. Wir haben weit über Fachkreise hinaus viele Menschen dazu gebracht, sich damit auseinanderzusetzen. So können wir die Kunst weit in die Gesellschaft hineintragen."


Manche Werke riefen erstaunliche Reaktionen hervor. So etwa ein Gemälde, das den früheren Bundeskanzler Helmut Kohl beim Füttern von Damwild darstellte. Den Impuls dafür gab ein kritischer Bericht über Kohl im Nachrichtenmagazin Der Spiegel, erinnert sich Spielmann: "Kohl-Gegner haben uns beglückwünscht. Womit wir nicht gerechnet hatten: Kohl-Befürworter waren genauso begeistert vom dem Bild!" Helmut Kohl selbst bedankte sich schriftlich bei Spielmann und legte ein Foto von der Flaschenübergabe dazu. Auch Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder war einmal mit dabei: Für sein
Konterfei auf einem Weldeetikett bedankte er sich ausdrücklich per Brief bei Spielmann.

Welde Kunstpreis - Pfütze als Farbe

Überraschend war auch das Verhalten eines Künstlers, der in den Anfangsjahren wie die anderen sein Werk persönlich bei Welde abgab. Im Hof der Brauerei sah der Mann eine Bierpfütze, die offenbar genau die
Farbe hatte, die ihm für sein Gemälde noch fehlte. Tatsächlich änderte er daraufhin sein Bild in letzter Sekunde ab und verwendete die Pfützenflüssigkeit. Seit die Werke für den WeldeKunstpreis digital
eingereicht werden, kommt so etwas nicht mehr vor - aber anders war der Wettbewerb bei der großen Anzahl an Einsendungen nicht mehr zu bewältigen.


Neues Konzept für den Welde Kunstpreis

Im Lauf der Jahre stieg die Zahl Bewerber so stark an, dass das Verfahren neu ausgerichtet wurde: Seit 2011 schlagen von der Jury unabhängige Kunstexperten die Bewerber für den Kunstpreis vor. Zudem
gibt es im jährlichen Wechsel den Großen Kunstpreis der Metropolregion Rhein-Neckar" für Malerei, Zeichnung und Fotografie sowie den Internationalen WeldeKunstpreis für Fotografie.


Spielmann ist von der Kunst umso mehr fasziniert, je länger er sich damit beschäftigt. "Es beeindruckt mich und imponiert mir, wenn ich sehe, wie die Künstler ihren eigenen Weg gehen. Das verlangt Mut, denn
sie gehen mit jedem neuen Werk ein gewisses Risiko ein." Und genau deshalb, weil es nicht ums Gefallen gehe, könne Kunst im Betrachter Vieles auslösen, neue Blickwinkel und Perspektiven eröffnen und auf
Ideen bringen. Und so dazu ermutigen, den eigenen Weg zu gehen. In diesem Sinne möchte Spielmann den WeldeKunstpreis noch viele Jahre weiterveranstalten - für die Künstler, von denen er sich selbst gerne
inspirieren lässt, für alle Kunstbegeisterten und die, die es noch werden wollen.

 

Ausstellung in Mannheim bis 18.5.2014, Stadtgalerie Mannheim

Gezeigt werden Arbeiten von 67 Preisträgerinnen und Preisträgern des WeldeKunstpreises:

Johanna Ahlert, Bremen I Silvia Ballhause & Robert Frank, Mannheim & Wien I Rolf Barth, Bad Bergzabern I Anita Blagoi, Nürnberg I Dietmar Brixy, Mannheim I Rebekka Brunke, Mannheim I Sabine Dehnel, Berlin I Ralf Edelmann, Wien I Sabine Effinger, München I Karin Felbermayr, Berlin I Holger Fitterer, Karlsruhe I Walter Fogel, Angelbachtal I Günter Frey, Grafrath I Sabine Friebe-Minden, Neckargemünd I Horst A. Friedrichs, London I Jochen Frisch, Speyer I GAMA, Berlin I Wolfgang Gießler, Karlsruhe I Sebastian Herzau, Halle/Saale I Rubin Hirschbeck, Nürnberg I Julia Jansen, St. Augustin I Sveinn Fannar Jóhannsson, Oslo I Marlis Jollivet, Schwetzingen I Marlis Jonas, Ludwigshafen I Irmgard Klamp, St. Leon-Rot I Thorsten Knebel, München I Martin Langer, Hamburg I Tamara Lorenz, Köln I Matthias Maaß, Heidelberg I Melanie Manchot, London I Weimer & Weber, Mannheim I Katharina Mayer, Düsseldorf I Simon Menner, Berlin I Marga Müller, Weinheim  I Waltraud Munz, Dietzenbach I Susanne Neiß, Mannheim I Andrea Niessen, Speyer I Norbert Nolte, Nürnberg I Jochen Pankrath, Fürth I Anja Priska, London I Silke Prottung, Neckargemünd I Christoph Rehlinghaus, Meerbusch I Andreas Rein, Bad Honnef I Dagmar Roederer, Mannheim I Frank Rothe, Berlin I Vera Schaeper, Köln I Michael Schäfer, Berlin I Valerie Schmidt, Berlin I Lynn Schoene, Schriesheim I Petra Sterry, Wien I Claus Stolz, Mannheim I Susa Templin, Frankfurt I Patricia Thoma, Berlin I Timotheus Tomicek, Wien I Karl-Heinz Treiber, Hirschberg I Christian Uhl, Speyer I Heinrich Voelkel, Wiesbaden I Konstantin Voit, Ludwigshafen I Marisa Vola, Heidelberg I Michael Volkmer, Neuhofen I Helga Von Jena, Hirschberg I Cornel von Molitor, Neidenstein I Elke Weickelt, Dielheim I Petra Weifenbach, Köln I Bernadette Wolbring, Stockholm I Katja Wüstehube, Freiburg I Uwe Zimmermann, Moormerland

Der WeldeKunstpreis ist einer der renommiertesten Kunstwettbewerbe der deutschen Kunstszene und wird bereits seit 1995 verliehen.

20 Jahre WeldeKunstpreis

20 Jahre WeldeKunstpreis, das sind auch 20 Jahre Kunstförderung. Seit 20 Jahren macht Welde mit Hilfe all der teilnehmenden Künstler einem breiten Publikum hochkarätige Kunst mit Ausstellungen in der Brauerei, Kunstvereinen und Galerien zugänglich. Die Arbeiten werden außerdem jedes Jahr auf den WeldelustFlaschen präsentiert und auf diese Weise ganz einfach im Alltag erlebbar gemacht. Weit über 1 Mio. Menschen kamen so bereits mit der Kunst der Preisträgerinnen und Preisträger des WeldeKunstpreises in Berührung.

Im 20. Jahr des WeldeKunstpreises möchte sich Welde vor den Preisträgerinnen und Preisträgern, die seit 1995 bereits den WeldeKunstpreis gewonnen haben, noch einmal ganz besonders verneigen

Was machen eigentlich die vielen Preisträgerinnen und Preisträgern heute, wie sieht ihr jetziges Schaffen aus?

Vom 10.4.-18.5.2014 zeigt die WeldeKunstpreis-Retrospektive je eine Arbeit aller bisherigen rund 80 Preisträgerinnen und Preisträgern in der Stadtgalerie Mannheim, um zumindest ansatzweise eine Antwort auf diese Frage zu geben.

Im Jubiläumsjahr benötigen wir keine Fachjury, denn alle teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler haben diese Hürde ja schon einmal genommen und ihre große Klasse bewiesen. Wir geben deshalb ausschließlich dem Ausstellungspublikum die Möglichkeit, 5 Künstlerinnen und Künstler auszuwählen, von denen sie in einer Shortlistausstellung mehr sehen wollen.

Ausgelobt werden 5 Publikumspreise und eine gemeinsame Preisträger-Ausstellung (Shortlist) vom 1.-23.11.2014 im Kunstverein Schwetzingen.

Ende 2014 wird es außerdem die limitierte WeldeKunstetiketten-Edition mit den Arbeiten der 5 Preisträger geben.

Über Welde

Welde ist eine familiengeführte Braumanufaktur, die seit 1752 in der Metropolregion Rhein-Neckar für traditionelle und innovative Braukunst steht. Durch die erste Mehrweg-Individualflasche
auf dem deutschen Biermarkt, die tanzende WeldelustFlasche, hat Welde eine hohe Wiedererkennung und Identifikation geschaffen, die für ein junges, genussbetontes und kulturaffines Produkt steht. Diese klare
Marktpositionierung wird unter anderem durch den WeldeKunstpreis und das große WeldeFest unterstützt. Neben der von Öko-Test mit der Note "Sehr gut" bewerteten Leitmarke Welde No. 1 Premium Pils (laut Fachpresse eine der vier Kult-Biermarken in Deutschland) produziert Welde das Bio-Bier "Naturstoff", Welde Kurpfalz Premium Export, ein Vollsortiment an Weizenbieren, darunter das Sportweizen (alkoholfrei), zweierlei Fassbrause auf Limonadenbasis sowie die Mixgetränke Naturradler und WeizenGrape (Hefeweizen Pampelmuse).


PR-Agentur: Donner & Doria Public Relations GmbH Peter Verclas
peter.verclas@donner-doria.de