18.01.2018 11:05 enttäuscht von dem Tierschutz

Wo bleibt der Tierschutz in den GroKo-Verhandlungen?

Eingepfercht im Einzelkaefig, kuenstliche Besamung, knapp vier Monate traechtig, Abferkeln, Saeugen– und dann alles wieder von vorn: So sieht das Leben einer Zuchtsau aus

Eingepfercht im Einzelkäfig, künstliche Besamung, knapp vier Monate trächtig, Abferkeln, Säugen– und dann alles wieder von vorn: So sieht das Leben einer Zuchtsau aus. Foto: Schwein in Massentierhaltung. (c) VIER PFOTEN, Fred Dott

Tierleid auf Tournee, die Haltung von Wildtieren im Zirkus ist Tierquaelerei, wie der Loewe im engen Zirkuswagen

Tierleid auf Tournee, die Haltung von Wildtieren im Zirkus ist Tierquälerei. Löwe im engen Zirkuswagen. Foto: (c) VIER PFOTEN

Von: GFDK - Reden ist Silber - Melitta Töller

VIER PFOTEN fordert von Sondierungsparteien mehr Engagement für Tierschutz

Die Tierschutz-Stiftung VIER PFOTEN zeigt sich enttäuscht über die Ergebnisse der Sondierungsgespräche hinsichtlich des Tierschutzes. Die Stiftung für Tierschutz fordert die GroKo-Verhandler auf, endlich den politischen Willen für wirkliche Verbesserungen im Tierschutz aufzubringen.

Rüdiger Jürgensen, Geschäftsführer VIER PFOTEN Deutschland:
"Die Pläne der GroKo hinsichtlich des Tierschutzes fallen mehr als ernüchternd aus. Statt den politischen Willen und Mut aufzubringen, die dringenden Tierschutzfragen und Missstände in der Tierhaltung anzugehen, setzen die GroKo-Verhandler auf alte Konzepte.

Es bleibt zu befürchten, dass sich auch in den nächsten vier Jahren nur wenig im Tierschutz verbessern wird. VIER PFOTEN erwartet deutlich mehr Engagement von den Parteien.


Zum Beispiel wird ein von den GroKo-Sondierern vorgeschlagenes freiwilliges Tierwohllabel mit schwachen Kriterien wird die Nutztierhaltung in Deutschland nicht voranbringen. Dafür braucht es eine gesetzliche Haltungskennzeichnung aller tierischen Produkte nach dem Vorbild der Eierkennzeichnung."
 

VIER PFOTEN fordert weitere zentrale Kernforderungen für den Schutz von Nutz-, Wild- und Heimtieren in den Koalitionsvertrag mit aufzunehmen:

1. Verbot der Amputationen am Tier wie das Abschneiden der Ringelschwänze bei Ferkeln

2. Verbot der dauerhaften Fixierung von Tieren wie bei der Anbindehaltung von Kühen oder der Kastenstandhaltung von Sauen

3. Die verpflichtende Haltungskennzeichnung für Fleisch, Milch und Produkten mit verarbeiteten Eiern

4. Gezielte Förderung von Tierschutzmaßnahmen

5. Verbot von Qualzuchten bei Heimtieren und Nutztieren

6. Erstellung einer Positivliste für die Haltung von Heimtieren

7. Eine bundesweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von Hunden und Katzen

8. Registrierungspflicht von gewerblichen und privaten Züchtern und Händlern von Heimtieren

9. Die gesetzliche Kennzeichnung aller Echtpelzprodukte mit klaren Angaben zu Tierart, Herkunft und Haltungsform bzw. Fangmethode

10. Verbot der Haltung von Wildtieren in Zirkussen

Tel.: 040-399 249-66
presse-d@vier-pfoten.org
VIER PFOTEN –

Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120

D-22767 Hamburg

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