18.03.2017 08:55 Martin Schulz ist ungeeignet

Wahl in Holland, ist diese Jubelfeier berechtigt?

Sollen wir die Kroete Martin Schulz schlucken um Angela Merkel los zu werden

So gesehen ist für viele die Frage: Sollen wir die Kröte Martin Schulz schlucken um Angela Merkel los zu werden?

Von: Gottfried Böhmer - Rainer Kahni

Geert Wilders' Freiheitspartei hat die Wahl nicht gewonnen, aber auch nicht verloren, so könnte man das sehen. Dabei feiert Berlin den "Großen Wahlsieger" Mark Rutte fast euphorisch und überschlägt sich vor Freude. Der hat zwar Stimmen verloren, bleibt aber stärkste Kraft in den Niederlanden. So stellt die "FAZ" zurecht fest: "Ein Sieg mit Abstrichen".

In Deutschland können sich Angela Merkel und Martin Schulz erst mal die Schweißperlen trocknen, hat man doch nach dem Brexit und der Wahl von Donald Trump, mit dem Untergang Europas gerechnet, sollte Wilders gewinnen.

Dabei hat diese Gefahr nur in den Medien bestanden, da keine Partei mit ihm zusammenarbeiten wollte, was hinlänglich bekannt war. Aber egal, die Medien verbreiten gerne Fake News und Propaganda um die Auflage hoch zu halten. Sie haben nur ein Interesse, wie kann man, egal worum es geht, ein Geschäft daraus machen.

Nun fragt man sich, ist diese Jubelfeier berechtigt?

Wie sieht es mit den Schwesterparteien von CDU und SPD aus? Ein Blick auf das Wahlergebnis müsste ausreichen, um Angela Merkel und Martin Schulz das Fürchten zu lehren. Die holländischen Sozialdemokraten erlebten ein Waterloo, "Welt-Online" schrieb sogar von einem Massaker für die Roten. Von stolzen 25 Prozent stürzen sie zu einer Splitterpartei ab und lecken sich ihre Wunden.

Für den SPD Vorzeigeturner Ralf Stegner ist das Wahlergebnis in den Niederlanden sogar ein Signal für ganz Europa, sagte er hoch erfreut der "Welt". Er postoliert: „Den Rechtspopulisten geht die Luft aus“, vom miesen Abschneiden der Sozialdemokraten in Holland könne man aber keine Rückschlüsse auf Deutschland ziehen. Die demokratischen Kräfte würden sich gegen den "Feind" von rechts mobilisieren.

Auch die Christdemokraten haben in "Holland in Not" nicht viel zu lachen und wenig Grund zu jubeln. Sie sind schon lange keine Volkspartei mehr, aber die 12 Prozent reichen immer noch für einen warmen Sitz und hervorragende Diäten auf der Regierungsbank.

Warum die Holländer die Grünen so stark gewählt haben, ist ein Rätsel. Vielleicht sollen die ja nur die Tulpenzwiebeln retten. Eine andere Erklärung können wir nicht anbieten.

Die Investoren, nicht die Bürger sind die Wahlsieger

Und nun die "vermeintlich gute Nachricht". Die Finanzmärkte feiern die Niederlage von Wilders mit kräftigen Kursgewinnen. 1,2 Billionen Dollar sind die Investoren reicher geworden. Dazu nur das eine: Wenn die Finanzmärkte feiern sollten die Bürger den Kopf einziehen.

Wahlen in Frankreich und Deutschland

Rainer Kahni schreibt aus Frankreich: Während sich ganz Deutschland über die lächerlichen Provokationen Erdogans aufregt und Trump in aller Munde ist, spitzt sich in unserem Nachbarland Frankreich der Wahlkampf um die Präsidentschaft zu. In den Umfragen führt der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron vor der Front National mit Marine Le Pen und dem Rechten François Fillon.

Etwas Neues braucht Europa. Ein unabhängiges, frisches Gesicht mit neuen Ideen. Zulange haben wir in den alten Löchern herumgebohrt. Während in unserem nächsten Nachbarland eine historische Umwälzung und Neugründung der Ideen und der Umbau des Staates ansteht.

Durch unsere Parteiendiktatur in Deutschland ist es für einen unabhängigen Kandidaten nahezu unmöglich, neue Ideen populär zu machen und wählbar zu sein. Die Parteiendiktatur in Deutschland lässt das nicht zu. Es hat sich in Deutschland nichts verändert und es wird sich auch nichts ändern, solange die bestehenden Parteien an der Macht sind.

Immer die selben Phrasen, immer die selben Köpfe, immer die selben Themen, die kein Mensch interessieren und zum Schluss eine grosse Koalition. Deutschland verpasst den Anschluss an Europa. Wie kleinkariert ist Deutschland doch geworden.

Martin Schulz ist ungeeignet

Befassen wir uns mit etwas Realitätspolitik in Deutschland: Schulz erscheint vielen als Retter. Charakterlich und politisch ist dieser Mann ungeeignet. Die Deutschen haben wohl die Nase voll von Angela Merkel und wollen nun das kleinere Übel wählen. Anders glauben sie, werden sie Merkel nicht mehr los. Um es mit anderen Worten zu sagen:

Schulz ist zwar der falsche Mann, aber vermutlich leichter wieder auszutauschen als Angela Merkel. So gesehen ist für viele die Frage: könnte es nicht sinnvoll sein, die Kröte Schulz vorerst zu schlucken, um Angela Merkel rauszuspucken?

Rückwärts nimmer, Vorwärts immer

Christian Weilmeier macht es kurz: "Genosse Martin Schulz wurde mit 100 Prozent zum Vorsitzenden gewählt. Mit diesem nordkoreanischen Ergebnis kann die Partei frohgemut in den Wahlkampf starten. Jetzt ist es an uns allen, dem tapferen Vorbild der Genossen zu folgen und die fortschrittliche Einheit von Volk und Partei auch im September zu bestätigen. Reiht euch ein! Rückwärts nimmer, Vorwärts immer, Schulz statt Merkel".

"Ich kann verstehen, wenn manche von der Politik die Nase voll haben. Der politische Meinungskampf hat mittlerweile oft das Stadium des Meinungskrampfes erreicht. Ein solches Maß an undifferenzierten Behauptungen und Lügen habe ich selten erlebt und das von allen Seiten, auch seitens der gemäßigten Kräfte.

Lügen, Selbstbetrug und naive Analysen helfen nur eine Weile, dann bricht das Kartenhaus zusammen und es es kommt zum Vorschein, worum es eigentlich geht oder das ganze Meinungsgetrommel führt zum großen Knall. Ich befürchte, dass sich viele deutsche Maulhelden dann schnell in die Hose machen".

Gottfried Böhmer

 

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