29.02.2016 08:54 Prekäre Lage Griechenlands

Vicky Leandros, deutsche und europäische Politiker haben versagt

Vicky Leandros mit Marco Schreyl

Vicky Leandros, die Europäische Union hat Griechenland im Stich gelassen. Vicky Leandros mit Marco Schreyl - Foto: hr/hr1

Von: GFDK - Hartmut Hoefer

Vicky Leandros wirft den deutschen und europäischen Politikern Versagen in der Flüchtlingskrise vor. Das äußerte sie in der Radiosendung „hr1-Talk“ am Sonntag, 28. Februar. Die 63-jährige Schlagersängerin, Kind griechischer Migranten und zwei Jahre lang selbst aktive Politikerin in Griechenland, sagt: „Ich denke, dass wir die Kriegsflüchtlinge aufnehmen müssen.

Nun hat aber die Politik teilweise versagt. Es müsste alles ganz anders organisiert sein. Wir haben gedacht, dass die Europäische Union, dass wir zusammenhalten, und jetzt stellen wir fest, dass wir in sehr vielen Angelegenheiten überhaupt nicht zusammenhalten.“

Prekäre Lage Griechenlands vorausgesehen
Zu ihrem Engagement 2006 bis 2008 als stellvertretende Bürgermeisterin und Stadträtin von Piräus sagt sie: „Die Lage war in den Jahren schon so un-übersichtlich, es war kein Cent in den Kassen. Ich habe mich gefragt: Wie soll das überhaupt mit diesem Land weitergehen? Ich bin dann zurückgetreten, weil ich das alles auf mich zukommen sah.“ Statt politisch engagiere sie sich nun mit Benefizkonzerten für ihr Herkunftsland: „Das ist meine Stärke: Durch das Singen kann ich wohltätig sein.“

„Ich mache immer die gleichen Fehler“
Ihrem neuen Album hat Vicky Leandros den Sokrates-Satz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ als Titel gegeben. „Journalisten fragen mich: ,Jetzt, wo man älter wird, wird man auch weiser?‘ Kein bisschen. Ich stelle fest, dass ich teilweise immer wieder die gleichen Fehler mache.“

Ihr schönstes Geschenk: „Ein Mülleimer!“
Gefragt nach ihrem schönsten Geschenk verrät sie hr1-Moderator Marco Schreyl lachend: „Ein Mülleimer! Das fand ich so extrem. Ich bin ja gern Hausfrau und koche gerne für Freunde und Familie, aber deshalb einen Mülleimer zum Geburtstag zu bekommen?! Das war – naja ­ schon außergewöhnlich.“

Das ganze Gespräch wurde am 28. Febuar im Radio gesendet. Der „hr1-Talk“ ist auch als Podcast abonnierbar: www.hr1.de.

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