29.01.2018 07:15 negative Nachrichten und Fake News

Vertrauen in die Medien implodiert - Die Tagesschau manipuliert bei Trump

In einen Tweet raeumte die Tagesschau Redaktion der ARD-Sendung offen ein, die Unmutsaeußerungen gegen Donald Trump noch technisch verstaerkt zu haben

In einen Tweet räumte die Tagesschau Redaktion der ARD-Sendung offen ein, die Unmutsäußerungen gegen Donald Trump noch technisch verstärkt zu haben. Foto: GFDK

Von: GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Die Medien sind voll von schlechten und negativen Nachrichten und Berichten. Wo fragt man sich bleiben die tollen Geschichten über Menschen, die etwas richtig und gutes gemacht haben?

63 Prozent erkennen Qualitätsjournalismus nicht

Aus Mücken werden Elefanten gemacht und alles und jeder wird niedergeschrieben. Personen des öffentlichen Lebens wird das Wort im Mund verdreht, falsch zitiert, oder sie werden von den Medien regelrecht diskreditiert, wenn es ihren eigenen Vorstellungen widerspricht.

Nora Heer schrieb: "Die Medienkanäle sind bis zum Überlaufen gefüllt mit Negativnachrichten, Katastrophen, düsteren Zukunftsaussichten und beklagenswerten menschlichen Fehlleistungen. Die Flut von Negativmeldungen nährt Gefühle der Resignation in einer Welt, die kaum mehr zu retten scheint."

Wer ständig bei allem und jedem das Haar in der Spuppe sucht, und selbst wenn er keines findet, noch negativ schreibt, muß sich nicht wundern, dass man ihm nicht mehr vertraut und nicht mehr gelesen wird. Das Vertrauen der Bürger in die schreibende Zunft hat ihren Tiefpunkt erreicht, könnte man meinen, aber wir glauben, dass es noch tiefer gehen wird.

Auch die Tagesschau manipuliert das Publikum

Hier haben wir ein Beispiel wie tief die Medien gesunken sind und wie sogar die "tagesschau" die Bürger manipuliert. Während der Rede von US-Präsident Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos regte sich Unmut im Publikum, schrieben die Medien, und taten so als ob Teilnehmer (geladene Gäste, Wirtschaftsführer oder Politiker) Donald Trump mit Buhrufen bedacht hätten.

Die Buhrufe kamen, kaum zu hören, aber nur von den Medienvertretern der Qualitätsjournalisten, denen Trump ein weiteres mal Fake News vorwarf. Trump:

"Hinterhältige, gemeine, bösartige, falsche Presse". Von seiten der Journalisten im Saal erntete der US-Präsident dafür Unmut und offenbar auch einige Buhrufe. Weil die Buhrufe kaum zu hören waren, drehte die ARD am Ton, so dass es sich anhörte, als ob hier viele Leute gegen Trump protestierten. Dem war nicht so.

Technisch verstärkte Manipulation

Sogar "Welt-Online" schrieb: "Insgesamt verlief der Auftritt Trumps zwar deutlich reibungsloser als viele Beobachter zuvor vermutet hatten – doch insbesondere diese angeblichen Buhrufe wurden in der deutschen Presse größer thematisiert."

In einen Tweet räumte die Tagesschau Redaktion der ARD-Sendung offen ein, die Unmutsäußerungen gegen Donald Trump noch technisch verstärkt zu haben.

In den sozialen Medien machte sich großer Unmut breit

„Merkt Ihr noch was? Ihr bestätigt genau das, was Trump Euch allen vorwirft“, schreibt User @neythomas. Bild-Chefredakteur Julian Reichelt äußerte sich ebenfalls, er adressierte die Causa dabei umgehend an „Tagesschau“-Chefredakteur Kai Gniffke:

„Die @tagesschau hilft ein bisschen nach, damit Buh-Rufe gegen Trump lauter und deutlicher zu hören sind. Klare Grenzüberschreitung bei einer Nachrichtensendung, lieber @KaiGniffke. Und schwer vorstellbar, dass Sie dasselbe bei Applaus getan hätten“, schrieb Reichelt.

Gniffke nennt den Vorfall "journalistische Präzision"

“Wenn ein Trump nahe stehender Sender wie Fox den kaum hörbaren Applaus hochdrehen würde, wie wäre Ihr Kommentar zu dieser Berichterstattung?”, fragte ein User "Tagesschau“-Chefredakteur Kai Gniffke.

In den sozialen Medien wurde sich lustig gemacht. Viele fragten, ob es die Buhrufe überhaupt gab oder ob sie möglicherweise sogar reingeschnitten wurden. Weitere Twitter-User überlegten laut, wer denn die Buhrufer wohl waren: ausländische Journalisten, deutsche Journalisten oder möglicherweise sogar ARD-Kollegen selbst?

Kai Gniffke, Chef der “Tagesschau”-Redaktion, reagierte am Samstag, und das halten wir für einen Witz, hier sein Statment.

Zuletzt hat Gottfried Böhmer geschrieben:

"Ein Jahr Trump, und was nun? - Seit über 400 Tagen verfolgen wir die Berichterstattung der Deutschen Medien, "TAZ", "Welt-Online, "FAZ", "Süddeutsche", "Spiegel-Online", "Die Zeit", Tagesspiegel und so weiter, über Donald Trump. Täglich haben diese Medien uns über 30 Artikel über Trump serviert.

Das macht zusammen sage und schreibe 12.000 Artikel, in denen Donald Trump nicht in einem einzigen gut davon kam. Hier sind die negativen TV-Beiträge über Trump noch nicht mitgezählt."

Reichweite geht vor ehrlicher Berichterstattung

Knapp sieben von zehn Befragten weltweit haben Angst vor Fake News, zeigen Daten des "Edelman Trust Barometers 2018", die die Absatzwirtschaft zitiert. In Deutschland liegt die Quote bei 61 Prozent. 63 Prozent der Befragten gaben an, nicht zu wissen, wie sie Falschinformationen von Qualitätsjournalismus unterscheiden sollen. In Deutschland zeigen hier 54 Prozent Unsicherheiten.

66 Prozent der Menschen weltweit glauben, dass Nachrichtenorganisationen mehr an Reichweite interessiert sind als an ehrlicher Berichterstattung. 59 Prozent sind zudem überzeugt, die Medien hätten eine politische Agenda und würden nicht neutral über Weltereignisse berichten.

Allerdings richtet sich der Vertrauensverlust vor allem an Plattformen wie Suchmaschinen oder soziale Medien. Journalismus von traditionellen Medien wie Zeitungen und TV-Sender gewinnen hingegen an Vertrauen: Sie legten gegenüber der letzten Befragung global fünf Punkte auf 59 Prozent zu.

Erstes: Leider wird hier was vergessen. Erstens sind die Tageszeitungen wie IVW berichtet im Sinkflug, die Auflagen fallen von Quartal zu Quartal in den Keller, und somit wird der Journalismus von traditionellen Medien fast kaum noch gelesen.

Zweitens: Auch die Einschaltquoten der TV-Sender sinken ständig, 67 Prozent der Deutschen schauen keine Nachrichten mehr und erstmals seit Erhebung des "Edelman Trust Barometers" ist die Institution Medien diejenige, der weltweit am wenigsten vertraut wird.

Vertrauen in die Medien implodiert

"In Deutschland geben 67 Prozent (global 50 Prozent) der Befragten an, dass sie weniger als einmal pro Woche Nachrichten lesen, hören oder sehen. In den USA implodiert das Vertrauen geradezu, und zwar besonders deutlich bei der sogenannten "informierten Öffentlichkeit", also bei Menschen mit Hochschulabschluss, einem überdurchschnittlichem Haushaltseinkommen und intensiver Mediennutzung".

Journalisten, die Menschen erziehen wollen

„Focus“-Gründer Helmut Markwort hatte in einem Interview die Medienlandschaft scharf kritisiert. Auch Journalisten, "die Menschen erziehen" wollen, bekamen von ihm ihr Fett weg.

„Focus“-Gründer Helmut Markwort hat sich in einem Interview äußerst kritisch zur deutschen Medienlandschaft geäußert. Den Begriff „Lügenpresse“ findet er völlig inakzeptabel, über Lücken, Einseitigkeit und Tendenzen in der Medienlandschaft könne man jedoch reden, sagte er gegenüber „Tichys Einblick“.

Der 80-jährige Journalist und Manager benennt ganz konkret, warum er für das Misstrauen gegenüber den Medien Verständnis hat.


Beispiel Talkshows:

Agitatorische Einspielfilme, permanente Unterbrechungen unkonventioneller Positionen durch politisch korrekte -Gesprächsteilnehmer, Einer-gegen-alle-Besetzungen. Außenseiter dürfen kaum ausreden. Das empfinden die Leute als unfair.“

Auch über „Aktualitätssendungen in ARD und ZDF“ müsse er sich „genauso ärgern“, so Markwort.

„Da werden sogenannte Experten aufgeboten, die keiner kennt, die auch nicht eingeführt werden, was sie denn nun als Experten ausweist – nur um eine abwegige These zu stützen. Das merken die Leute, und das verärgert sie.“

Dämonisierung unliebsamer Politiker

Das Problem sei jedoch nicht nur auf die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten beschränkt. In gedruckten Medien finde man „die gleichen Fehlleistungen.“ Die Dämonisierung Donald Trumps durch den „Spiegel“ zum Beispiel: Der künftige US-Präsident war auf dem Cover als brüllende Supernova dargestellt worden, die auf die Erde zurast. Dazu die Zeile „Das Ende der Welt“.

Markwort kommentiert:

Diese Dämonisierung eines Politikers, der den Journalisten nicht passt – erst im Wahlkampf und dann sogar nach der Wahl, (…) auch das stößt den Leuten sauer auf.“ „Journalisten seien tendenziell grün-rot“ so Markwort.

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