13.03.2014 09:30 Eine Hommage an die Steuerhinterzieher

Uli Hoeneß - Das Recht ist der zum Gesetz erhobene Wille der jeweils herrschenden Klasse

Uli Hoeneß - Eine Hommage an die Steuerhinterzieher

Eine Hommage an die Steuerhinterzieher, Foto: Wikipedia/ Harald Bischoff / Lizenz: Creative Commons CC-by-sa-3.0 de

Von: GFDK - Hans Friedrich

Zwei Drittel der Deutschen fordern nun den Rücktritt von Uli Hoeneß. Knapp zwei Drittel der Deutschen fordern den sofortigen Rücktritt von "Steuersünder" Uli Hoeneß als Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München. Das ergab eine "repräsentative" Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov von Montag bis Mittwoch dieser Woche.

Wir vermuten, dass es sich bei den "zwei Drittel der Deutschen" um die Gruppe handelt, die kaum Steuern zahlen. Wir wollen doch mal folgendes festhalten: 20 Prozent der Deutschen zahlen 80 Prozent aller Steuern und genau diese 20 Prozent haben sich nach der von uns gestern Abend erhobenen Umfrage im Freundeskreis immer noch positiv zu Uli Hoeneß geäußert. Soviel zum Wert von sogenannten "repräsentativen Umfragen".

"Die Freiheitsstrafe ist so sicher wie das Amen in der Kirche" konnte man gestern vielfach lesen.

Rainer Kahni schreibt dazu:

Die mediale Hinrichtung eines Menschen, egal, gegen welche Norm oder welches Gesetz er verstossen hat, ist abstossend und erinnert an die längst vergessen geglaubte Lynch - Justiz der vorigen Jahrhunderte.

DER EIGENTUMSSCHÜTZER LEBE HOCH

Unsere grenzdebilen Schreibgriffel können jetzt ihre Unkenntnis, Hysterie und Kriegshetze in der Ukraine- und Krimfrage gegen das staatsapplaudierende Neidschreiben bei Uli Hoeneß austauschen. Mit anderen Worten: Die Medienwalze rollt weiter.

Eine Hommage an die Steuerhinterzieher

Auch die „Experten“ werden ausgetauscht. Anstelle von Russlandexperten kommen jetzt Moralexperten zu Wort. Und natürlich Finanzexperten. Die nächsten Talkshows und Quatschveranstaltungen sind also gesichert. Und wetten, dass bei allen diesen „Experten“ keiner eingeladen wird, der Steuerhinterziehung, also Eigentumsschutz, verteidigt.

Der im Sinne von Murray Rothbard oder der Österreichischen Schule argumentiert? Und keiner wird eingeladen, der zugibt Steuern zu hinterziehen, na wenigstens einer der im Ausland wohnt und den man nicht im Studio verhaften kann?

Also sind alle Artikel und Laberveranstaltungen wieder Events von Onanisten und Selbstbefruchtern, Staatsbefürwortern und Rechtsverdrehern. Und die staatsbezahlte Kaste der Richter wird ihrem Arbeitgeber und Aushalter, dem sie alimentierenden Staat zuarbeiten und seine Unrechtsgesetze zum Nachteil des Angeklagten zur Anwendung bringen. Denn:

"Das Recht ist der zum Gesetz erhobene Wille der jeweils herrschenden Klasse."

Wer daran zweifelt, könnte sich ja auch ganz schnell in einer Klapse in Bayern wiederfinden.

Also Herr Hoeneß: Kommen wir zu Ihnen. Wenn Sie nicht nur an Fußball und ans Zocken denken würden, sondern Murray Rothbard und andere passende Literatur gelesen hätten, dann wären Sie der ideale Mann um mit der Kohle, die sie haben, das System vorzuführen.

Aber dazu fehlt Ihnen die intellektuelle Potenz. Leider. Denn so sind Sie kein Überzeugungstäter oder Anarchist, sondern ein Würstchen, dass an den Staat glaubt, die Demokratie für eine wunderbare Sache hält und sich abends, vor dem ins Bett gehen fragt: „who will build the roads without government!“. So gesehen sind Sie dann nur einer, der sich nicht am Löcherstopfen beteiligen wollte, aber ansonsten ein enteignendes System stützt und den Staat für unverzichtbar hält.

Vergessen wird: Dass die Einnahmen von Hoeneß ja schon mehrfach versteuert waren. Es geht also um den Zweit- oder Drittraub. Freitum sagt es treffend: „Uli Hoeneß versuchte lediglich sein Eigentum zu schützen. Sein gutes Recht! Mit Gier, die ihm vorgeworfen wird, hat das nichts zu tun.

Die Hetze gegen ihn beweist wieder mal nur wie moralamputiert unsere Gesellschaft ist. Thomas Sowell bringt es auf den Punkt: ,,Ich habe noch nie verstanden, warum es Gier genannt wird, das eigene verdiente Geld behalten zu wollen, es aber keine Gier ist, sich das Geld anderer Leute aneignen zu wollen.''

Mit anderen Worten: Ich möchte weder, dass mit den Ergebnissen meines Einkommens die Hamas unterstützt wird, noch irgendwelche Polynesier auf einer EU-assoziierten Insel mit durchgefüttert werden, noch ich am Moscheebau von Kleinkleckersheim beteiligt werde, weil der Islam neuerdings zu uns gehört, den gendergerechten Umbau mitfinanziere und auch die Diätenerhöhungen der 630 Faulpelze im Bundestag und der 45 000 Vollhonks in Brüssel und Straßburg möcht ich nicht mitfinanzieren.

"Mir san' mir." Gisela Friederichsen SPIEGEL-Reporterin erteilt Uli Hoeneß (München) schon heute Absolution. Der Freistaat Bayern möge dem Fußballherrscher dankbar sein, dass er soviel Steuern nachfordern kann.

Wie schrieb Christopher Lesko schon letzes Jahr:

Bei aller Berechtigung einer notwendigen öffentlichen Diskussion sollte der Blick auf die eigene, trittbrettfahrerartige Verlogenheit nicht ganz verschwinden.
Auch, wenn dies eine Irritation der eingeschwungenen Kultur bedeuten mag.

Hans Friedrich

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