13.04.2016 01:10 Scheuklappen der West-Medien

Panama Papers, die Stunde der Heuchler - Russland sieht einen CIA-Komplott

Wladimir Putin soll der böse Mann sein

214.000 Briefkastenfirmen in internationalen Steueroasen und 11,5 Millionen Dokumente, aber nur ein Böser Mann, und der heißt Putin?

Briefkastenfirmen in internationalen Steueroasen

Erstaunlich ist übrigens auch, dass Wladimir Putin zwar auf allen Publikationen zu den Panama Papers äußerst prominent vorkommt, sein Name aber offensichtlich in den Datensätzen kein einziges Mal vorkommt.

Von: Rainer Kahni und Gottfried Böhmer

Rainer Kahni hat geschrieben: Es ist die Stunde der Heuchler. Panama ist als Geldwäsche - Oase in aller Munde. Dabei steht Deutschland an 8. Stelle der grössten Steueroasen der Welt. Wie funktioniert Geldwäsche? Hier wird beschrieben wie schmutziges Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt wird.

Nach Angaben des OECE sind bereits cirka 40% der internationalen Konzerne in der Hand von schmutzigem Geld. Deutschland, England und die Schweiz sind eine Oase für Geldwäscher. Terror kann nur mit schmutzigem Geld existieren. Wie sonst finanzieren sich die Terroristen?

Schneidet sie vom Geld ab und der Terror hat vielleicht bald ein Ende! Aber dazu fehlt es am politischen Willen, weil man die Gelder der Blutdespoten braucht, um die Haushalte zu finanzieren und um die Finanzindustrie zu ölen.

Die "Panama - Papers" sind kein Glanzstück des investigativen Journalismus, sondern ein weiterer Manipulationsversuch der Mainstream - Medien. Es fehlen nämlich sämtliche börsennotierte Unternehmen, viele Medien - Zaren, jede Menge US - Firmen und US - Milliardäre, fast alle westlichen Banken bis hin zum deutschen Geflügelzüchter in den Veröffentlichungen.

Man muss auch nicht nach Panama reisen, um sein Geld zu optimieren. Luxemburg, Lichtenstein und Amsterdam sind auch schön. Gerade die Niederlande sind die grösste Steueroase in Europa. Jeder Finanzminister weiss das. Das ganze Theater ist pure Heuchelei.

Ich höre immer Putin. Dabei steht er gar nicht auf der Liste der Panama - Papers. Dass der russische Präsident nicht von seinen paar Rubeln lebt, überrascht mich nicht wirklich. Aber dass der US - Bundesstaat Delaware nicht als Steueroase genannt wird, lässt mich misstrauisch werden.

In Delaware sind, wie die New York Times 2013 ermittelte, in einem einzigen Haus in Wilmington 285.000 Gesellschaften ansässig. Dabei hat fast jeder internationale Konzern von VW bis SIEMENS dort hunderte von Offshore - Briefkasten - Companys, um Geld zu verstecken und um Steuern zu "optimieren". Cui bono Panama - Papers?

Dabei wird auch das verschwiegen - Großbritannien ist das Epizentrum der weltweiten Steuerhinterziehung. Auf der Kronkolonie Jungferninseln („Privateigentum“ der Krone) wohnen 27.000 Menschen und residieren 1.000.000 Offshore-Gesellschaften. Lt. der Basel Bank für Internationalen Zahlungsausgleich werden auf den karibischen Cayman Inseln 1,4 Billionen Dollar (1.400.000.000.000 $) geparkt. Über diese Juwelensammlung regiert der Finanzdistrikt der City of London.

Die Freunde der Künste und Gottfried Böhmer haben sich das noch mal angeschaut, was die berühmten Journalisten der "Süddeutschen Zeitung" uns so auftischen.

Internationaler investigativer Journalismus????

Schon seit Jahren spekuliert auch die "Süddeutsche Zeitung", dass Putin über ein geheimes Vermögen verfügt. Nun glauben die "Freunde der schönen Worte und Verbal-Terroristen" etwas gefunden zu haben. Oder besser gesagt, sie durften, sollten, mußten etwas finden. Putin soll mit einer kleinen Truppe "unbedeutender Leute" seinen Reichtum vermehrt haben und die sind nach Lesart der "Süddeutschen" jetzt alle Milliadäre.

Ideologische Scheuklappen der West-Medien

Es geht um 214.000 Briefkastenfirmen in internationalen Steueroasen und 11,5 Millionen Dokumente. Aber die "Süddeutsche" legt ihren Berichterstattungsfokus nicht etwa auf Deutsche oder Amerikaner, nein im Fokus stehen einige angebliche Freunde von Putin.

Die "Süddeutsche" und alle weiteren West-Medien stürzten sich bei der Auswertung der Daten nicht etwa auf die Superreichen Milliardäre oder West-Politiker die auf Kosten der Bürger Millliarden wegschaffen, nee man stürzt sich auf den erklärten Feind, und das ist Wladimir Putin.

Der ICIJ pompös und lächerlich

Eine andere Frage ist, wer steckt denn hinter dem Netzwerk "Internationales Konsortium investigativer Journalisten" (ICIJ) das so sehr gerühmt wird? Das hier sind die Unterstützer des Netzwerkes: Die Open Society Foundation (von George Soros), W K Kellog Foundation, Carnegie Endowment, Ford Foundation und Rockefeller Family Fund. Also sehr vertrauenswürdige US-Organisationen. Also keine Sorge, man wird die eigenen Leute bestimmt nicht anscheißen. Stattdessen wird man uns einige kleine Bauernopfer präsentieren die womöglich im Weg stehen.

Das erste Opfer ist schon gefunden: Islands Premier Sigmundur Davíð Gunnlaugsson, der in letzter Zeit vieleicht zu laut darüber nachgedacht hat aus der NATO auszutreten mußte als erster seinen Hut nehmen. Die NATO-Propaganda-Pressestelle der "Süddeutschen-Zeitung" hat ganze Arbeit geleistet.

Politiker und Finanzhaie die die mit dem "Westen" verbündet sind werden aber geschont. der britische "Guardian" hat schon mal vorsichtshalber geschrieben "das sehr viel des geleakten Materials privat bleibt". Wir werden also für dumm verkauft.

Der „Süddeutschen Zeitung“ wurden schon vor zwei Jahren von einer "anonymen Quelle" 2,6 Terabyte an Daten überlassen – 11,5 Millionen Dokumente zu insgesamt 214.000 Briefkastenfirmen. Schon damals wurde versucht, den russischen Präsidenten auf dem Höhepunkt des Ukraine-Konflikts in Misskredit zu bringen.

In den Unterlagen tauchen dabei die Namen von Milliardären, Politikern, weltbekannten Sportlern, Waffenhändlern, Spionen und Betrügern auf, schreibt die Süddeutsche. Auch von direkten Vertrauten des russischen Präsidenten Wladimir Putins. Das Panama Paper bildhaft an Putin aufzuhängen, der namentlich nirgends erscheint, scheint uns ideologisch motiviert zu sein. Der "Spiegel" ist sogar so frech und behauptet dreist, "Spuren führen auch direkt zu ihm."

Als erstes wurden Informationen verbreitet, wonach enge Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin in den vergangenen Jahren unter konspirativen Umständen offenbar mehr als zwei Milliarden Dollar durch Briefkastenfirmen geleitet und dabei viel Geld außer Landes geschafft haben sollen.

Die Räuber-Pistolen-Schreiber der "Süddeutschen Zeitung"

Die "Süddeutsche" schreibt von der "Putin Clique" und das sagt schon alles aus, um was es bei dieser Art der Berichterstattung gehen soll. Alles im allem trieft der Artikel des NATO-CIA-Propaganda-Blattes nach unzähligen Verdächtigungen, unbewiesenen Vermutungen und falschen Anschuldigungen.

Da wird von "Datscha-Freunden" gefasselt, von "Putins Palast", Putin verfüge über "dutzende Villen, Flugzeuge und Schiffe". Die Toiletten seien aus gold und Putin der reichste Mann der Welt. So heißt es im Artikel der "Süddeutschen". "Man hört", "so wird erzählt", "dem Anschein nach", "stattgefunden haben sollen", "offensichtlich Eingeweihten", "angebliche Beratungshonorare", "Verbindungen zum russischen Geheimdienst haben soll", ein Brancheninsider, der anonym bleiben will", "Experten sehen darin starke Anzeichen", usw. Die "Süddeutsche" will "aufschlussreiche Erkenntnisse" gewonnen haben und "Spuren" in den Panama-Daten gefunden haben.

Jetzt zeigen wir euch mal die Spuren dieser investigativen Journalisten

Es geht um eine geheime Hochzeit. Ob das jemals stattgefunden hat, konnte niemals bewiesen werden. Die "Süddeutsche" verkauft auch das als Warheit und schreibt: "So verbinden sich die Spuren in den Panama-Daten und das echte Leben bisweilen zu aufschlussreichen Erkenntnissen: etwa im Februar 2013 als im Ski-Resort Igora, gut eine Stunde nördlich von Sankt Petersburg, eine prachtvolle Hochzeitfeier stattfand, wie erst Ende 2015 durch die Nachrichten-Agentur Reuters bekannt, aber vom Kreml bis heute nicht bestätigt wurde.

Das Brautpaar fuhr demnach mit einem Schlitten vor, den drei weiße Pferde zogen. Fotografieren war verboten, alle Handys der Gäste waren eingesammelt worden. „An jeder Ecke standen Wachen, sie ließen niemanden an das Fest heran“, beschrieb ein Angestellter des Igora-Resorts einem Reuters-Journalisten die Szenerie. Dafür konnten die Gäste ein nachgebautes russisches Dorf mit Künstlern und allerlei Volkstanz bestaunen, eine Eislauf- und eine Laser-Show."

Das Ziel der "Süddeutschen" - Putin soll als Lump erscheinen

Man stelle sich diesen Witz vor: Ein Angestellter, der sich nicht überprüfen läßt, den man auch einfach erfinden kann, erzählt angeblich einem "Reuters Journalisten", auch ohne Namen, eine Geschichte, die kein Mensch auf der Welt überprüfen kann, weil es keine Fotos gibt und die Handys der Gäste eingesammelt wurden.

Bei der Braut soll es sich um Wladimir Putins jüngere Tochter Katerina Tichonowa handeln. Und um der ganzen Geschichte noch eine Krone aufzusetzen, hat Putin ihren Bräutigam, den Sohn von Nikolai Schamalow – Putins Freund, als Hochzeitsgeschenk eine milliardenschwere Aktienbeteiligung vermacht. Das Ziel der "Süddeutschen Zeitung" im Aufrag ihrer US-Freunde ist wohl, das gute Ansehen von Putin in Deutschland zu beschädigen und ihn als Milliardärs-Lumpen darzustellen.

Die Superinvestigativjournalisten der "Süddeutschen" auf den Punkt gebracht: KÖNNTE - HÄTTE - FAHRRADKETTE:

Russland sieht einen CIA-Komplott

In Russland wittert der Kreml hinter den Enthüllungen eine Verschwörung der USA zur Schwächung von Präsident Wladimir Putin. Aus den "PanamaPapers" geht hervor, dass enge Vertraute von Putin mit Offshore-Firmen der Kanzlei "Mossack Fonseca" gearbeitet haben. Die russische Regierung sieht den US-Geheimdienst CIA hinter diesen Enthüllungen.

Journalisten sind frühere Mitarbeiter des Außenministeriums und der CIA

Viele, der an den Recherchen beteiligten Journalisten, seien "frühere Mitarbeiter des Außenministeriums, der CIA und anderer Geheimdienste", sagte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Er kritisierte zahlreiche "Erfindungen" und "Fälschungen" in den Berichten. Peskow sagte, Russland sei das Hauptziel der Veröffentlichungen. Zugleich versicherte er, die Recherchen enthielten "nichts neues oder konkretes" über Putin.

Zu den Schlüsselfiguren in diesem Fall gehöre einer der besten Freunde des russischen Präsidenten, der angeblich im Mittelpunkt eines Netzwerks aus Briefkastenfirmen steht. Der Sprecher Putins sagte jedoch bereits vor einigen Tagen russischen Medien, die geplante Berichterstattung sei eine „Informationsattacke“ auf Russland und seinen Präsidenten.

Auch das noch

Zu Forderungen nach Schließung von Steuerschlupflöchern, sagte der Vize-Vorsitzende der Unions-Fraktion, Michael Fuchs (CDU),dem "Kölner Stadt-Anzeiger": „Wenn wir gegen Steuerhinterziehung im Ausland vorgehen wollen, sollten wir erst einmal den Sumpf in Europa trockenlegen. Solange etwa über Luxemburg oder die britischen Cayman Inseln Geld gewaschen werden kann, brauchen wir über Offshore-Länder wie Panama gar nicht zu reden. Wenn Europa seine Gelddinge sauber regeln würde, wäre dies eine sinnvollere Harmonisierung als die der Gurkenkrümmung.“

 

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Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

Gottfried Böhmer ist seit 1997 künstlerischer Direktor der Gesellschaft Freunde der Künste und Redaktionsleiter der GFDK.

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Weiterführende Links:
Panama Papers: Datenleck enthüllt Offshoredeals reicher Putin-Freunde
http://www.spiegel.de/politik/ausland/panama-papers-datenleck-enthuellt-offshore-deals-reicher-putin-freunde-a-1085244.html

Putins beste Freunde
http://panamapapers.sueddeutsche.de/articles/56eff9f22f17ab0f205e636a/

Die Massenmedien beschützen die westlichen Eliten vor den Panama Papers
http://www.nachdenkseiten.de/?p=32707