07.01.2018 17:20 Wolfgang Bosbach - Vorsicht Neujahr

Merkelfinsternis und Merkeldämmerung - im Multikulti verheddert

Kanzlerin Angela Merkel vernachlaessigt die Sorgen der Menschen in der Fluechtlingspolitik

Kanzlerin Angela Merkel vernachlässigt die Sorgen der Menschen in der Flüchtlingspolitik. Bild: Youtube-Screenshot

Frueher sagte man in Deutschland Prosit Neujahr, heute heißt es VORSICHT Neujahr

"Früher sagte man in Deutschland Prosit Neujahr, heute heißt es VORSICHT Neujahr." Bild: (c) Ferreira

Von: GFDK - Gottfried Böhmer

Vor zwei Jahren mit Beginn der Flüchtlingskrise hat die GFDK-Redaktion geschrieben, dass Angela Merkel das Land spaltet, und so ist es auch gekommen. Bei dem Begriff "Leitkultur" haben Politiker von CDU, SPD, Linken und Grünen sofort Pickel im Gesicht bekommen, und wer sich kritisch äusserte war, und konnte nur ein NAZI und Rechtspopulist sein.

Wolfgang Bosbach - Vorsicht Neujahr

Wolfgang Bosbach hat seine Neujahrsansprache 2017 mit dem Satz geendet, "Früher sagte man in Deutschland Prosit Neujahr, heute heißt es VORSICHT Neujahr." Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND) August Hanning, meint „Ich frage mich, wie lange wir das ohne große gesellschaftliche Verwerfungen durchhalten. Es drohe in Deutschland künftig sehr ungemütlich zu werden.“

Giovanni di Lorenzo schrieb in der „Zeit“ „Es gab eine beispiellose Vergiftung der Gesellschaft und einen Vertrauensverlust gegenüber den Eliten und den im Bundestag vertretenen Parteien.“

2003, knapp zwei Jahre vor Angela Merkels Kanzlerschaft, stand die CDU/CSU noch bei 50 Prozent. Heute sind es noch 30. Die Merkeldämmerung hat eingesetzt. Eine Mehrheit von 59 Prozent der Deutschen ist der Auffassung, dass die CDU unter Kanzlerin Angela Merkel die Sorgen der Menschen in der Flüchtlingspolitik vernachlässigt.

Das geht aus dem Deutschlandtrend für Januar hervor, den Infratest Dimap im Auftrag der ARD-„Tagesthemen“ und der WELT erhoben hat. Bei den Unionsanhängern sind es demnach 44 Prozent.

Ist das schon die Merkelfinsternis?

CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn sieht die Verbreitung der konservativen Strömungen des Islam in Deutschland mit Sorge. Nicht alles, was kulturell anders ist, ist per se bereichernd. Ich kann ein rückständiges Frauenbild, Zwangsheirat oder Ehrenmord nicht als bereichernd empfinden“, sagte der 37-Jährige der „Rheinischen Post“.

Viele haben sich im "Multikulti verheddert“

Vor wenigen Tagen hatte Spahn in der katholischen Zeitung „Die Tagespost“ eine Debatte über den Begriff „Leitkultur“ gefordert. Diese definiert der CDU-Politiker als „ungeschriebene Regeln, die Orientierung, Sicherheit und Heimat bieten sowie Freiheit ermöglichen“.

Und Sigmar Gabriel argumentierte, viele Menschen würden das Versprechen der Vielfalt nicht als Bereicherung empfinden. Sie hätten den Eindruck, ihre eigenen Bedürfnisse würden durch die Aufmerksamkeit der Politik für die neuen Themen missachtet. Ist das so?

Andreas Rödder ist Professor für Neueste Geschichte an der Universität Mainzim Gespräch mit dem "Tagesspiegel" - "Es gibt ein schlagendes Beispiel für die Richtigkeit dieser These – nämlich die Flüchtlingskrise und die Willkommenskultur nach dem Herbst 2015 in Deutschland. In der öffentlichen Debatte dominierte die Kultur des Regenbogens, der ungesteuerte Zuzug wurde als moralisch unabweisbar und gesellschaftlich bereichernd gefeiert.

Willkommenskultur hatte nie eine ungeteilte Zustimmung

Gleichzeitig gaben die Wortführer dieser Kultur einen engen Rahmen des Sagbaren vor: Wer sich – egal mit welcher Begründung – gegenüber einem ungeregelten Zuzug skeptisch zeigte, wurde schnell als Fremdenfeind ausgegrenzt. Das hatte Züge einer repressiven Toleranz.

In der Breite der Gesellschaft stieß die Willkommenskultur dagegen keineswegs auf ungeteilte Zustimmung. Vielmehr hat sie ganz erhebliche Gegenbewegungen provoziert, die mit dem Erstarken der AfD unser politisches System verändert haben. Denn Menschen, denen man bestimmte Denk- oder Sprachweisen vorgeben will, fordern ihre Freiheit oft umso vehementer ein."

Wolfgang Streek, „Direktor emeritus“ des Max-Planck-Institutes für Gesellschaftsforschung in Köln, in einem Interview mit der "FAZ" in der er sagte, Zitat: „Die Ära Merkel geht zu Ende.“ Zum Glück. Ihr sinnentleerter Machterhalt, bei der jedes Mittel recht scheint, steht exemplarisch für einen profilneurotischen Allmachtsanspruch.

Angela Merkel am 16. Juni 2005 "Wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Gerechtigkeit auf alle Ewigkeit." Zitiert nach Jürgen Roth: Spinnennetz der Macht - Wie die politische und wirtschaftliche Elite unser Land zerstört. Berlin 2013. S.9

Gottfried Böhmer

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