10.11.2017 14:17 Die Zukunft des Planeten

Mensch, Unternehmen, Erde, Nachhaltigkeit und Zukunft

An diesen Stimmungsvollen Bildern einer Waldlandschaft wollen sich die Menschen auch noch in 100 Jahren erfreuen Foto GFDK

An diesen Stimmungsvollen Bildern einer Waldlandschaft wollen sich die Menschen auch noch in 100 Jahren erfreuen. Fotos: Dorothea Schüle GFDK

Das beginnt zum Beispiel in der Forst und Waldwirtschaft, immerhin der groesste Papierlieferant der Welt Foto GFDK

Das beginnt zum Beispiel in der Forst und Waldwirtschaft, immerhin der größte Papierlieferant der Welt.

Die Unternehmen wollen die Zukunft des Planeten positiv mitgestalten Foto GFDK

Die Unternehmen wollen die Zukunft des Planeten positiv mitgestalten

Von: GFDK - Gottfried Böhmer

Nichts bewegt die Menschen in Deutschland zur Zeit so sehr wie der Klimawandel und der Artenschutz. Die Schreckensnachrichten wollen nicht abreißen und wühlen die Bürger auf. Immer mehr verstehen, dass wir nur eine Erde haben. Laut der WWF-Jahresbilanz war, wie schon 2016 auch 2017, keine gute Zeit für Tiere und Umwelt.

Die Zukunft des Planeten

In Deutschland kämpft die Feldlerche ums nackte Überleben - sie wird auf der "Roten Liste" in Deutschland als gefährdet eingestuft. Der WWF sieht die intensivierte Landwirtschaft als Ursache. Bei Rebhühnern gab es demnach seit 1980 ein Minus von 90 Prozent, bei Turteltauben und Braunkehlchen sind es um die 70 Prozent.

Auch Feldhamster sterben in Deutschland aus mahnen die Deutsche Wildtier Stiftung und andere Experten. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gibt es nach Zahlen des Bundesamts für Naturschutz (BfN) von 2012 längst keine Exemplare mehr, auch in Nordrhein-Westfalen sind die kleinen Nager ausgestorben. In Baden-Württemberg leben nicht einmal mehr 100 Feldhamster, bundesweit sind Experten zufolge inzwischen weniger als 100.000 verblieben.

Wo sind die Schmetterlinge, Fliegen, Hummeln, Käfer und Bienen

Zuletzt schreckte die Nachricht auf, dass in Deutschland die Insekten aussterben. Nur eins von vier oder ursprünglich fünf Insekten ist noch übrig. Die Zahl der Insekten ist um 75 Prozent gesunken, und das in so kurzer Zeit, wie es in der Geschichte der Erde noch nie passiert ist.

Das Problem: Mehr als drei Viertel aller Kulturpflanzen, von denen der Mensch sich ernährt, wachsen nur mit der Unterstützung der Insekten. Sind die Insekten, von denen auch unsere Vögel leben weg, ist das eine Bedrohung unserer eigenen Zivilisation. Nicht nur in der Landwirtschaft und der Massentierhaltung muß ein Umdenken in Deutschland erfolgen.

Unternehmen wollen handeln

Angesichts dieser Tatsachen haben viele deutsche Unternehmen sich das Thema Nachhaltigkeit und die schonende Nutzung von Ressourcen auf die Fahnen geschrieben. Durch die Rohstoffgewinnung für Produkte des täglichen Bedarfs werden Lebensräume zerstört und seltene Arten an den Rand der Ausrottung gebracht, warnt schon lange der WWF.

Holz- und Papierprodukte

Durch die Umstellung auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise wollen viele Unternehen nachhaltiger werden, um die Umwelt zu schonen. Das beginnt zum Beispiel in der Forst und Waldwirtschaft, immerhin der größte Papierlieferant der Welt.

Durch eine nachhaltige Papier - und Medienproduktion und das Veredeln von Produkten, wie zum Beispiel eine Druckveredelung oder Verpackungsveredelung, kann der Verbrauch verringert werden, so dass durch das Veredeln eine längere Haltbarkeit der Produkte möglich ist. Meistens sehen die Produkte duch eine Veredelung auch noch besser aus. Die erste Aufgabe ist die Entwicklung von nachhaltigen Bewirtschaftungsverfahren wie zum Beispie bei der Waldnutzung, um auf den kompletten Kahlschlag zu verzichten.

Bei der FSC-Zertifizierung von Holzprodukten zeigen sich laut "WWF" erste positive Ergebnisse. Allein die Tatsache, dass bei FSC-zertifizierten Wäldern ein Teil der Waldfläche aus der Nutzung genommen werden muss, schafft sichere Rückzugsräume für bedrohte Arten. Es gibt aber noch viel zu tun. Zum jetzigen Zeitpunkt sind gerade mal ca. 134 Millionen Hektar Wald weltweit FSC-zertifiziert, das entspricht leider nur fünf Prozent der gesamten nutzbaren Wälder.

Werden die Unternehmen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen, belohnt?

Ein ganz klares JA - Die Menschen entscheiden sich heute für Marken und Prudukte, deren Werte mit ihren eigenen übereinstimmen. Sie wollen einer Marke vertrauen, um die Produkte auch wirklich zu wollen. Die Konsumenten suchen heutzutage nach Orientierung und verlangen Offenheit und Ehrlichkeit von den Unternehmen. Es lohnt sich also, der Verbraucher dankt es den Unternehmen.

Gottfried Böhmer