23.02.2018 13:34 750 Millionen Tiere sterben in Deutschland

Mehr Tierwohl? - Das Label ist Betrug am Tier

In Deutschland muessen jaehrlich etwa 750 Millionen Tiere fuer den Fleischkonsum sterben, weltweit sind es 60 Milliarden Tiere

In Deutschland müssen jährlich etwa 750 Millionen Tiere für den Fleischkonsum sterben, weltweit sind es 60 Milliarden Tiere. Foto:(c) VIER PFOTEN

Es geht auch anders, die besten Burger sind eben einfach vegan

Es geht auch anders, die besten Burger sind eben einfach vegan. Foto: (c) Narayana Verlag

Von: GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Wo bleibt der Tierschutz. Ein Stand auf der Internationalen "Grünen Woche" in Berlin von Lebensmittelindustrie und Bauernverband hatte das Motto „So schmeckt die Zukunft“. Dabei sieht die Zukunft zumindest für die Tiere sehr schlecht aus, und wie denen das schmeckt?

In einem Papier des Bundeslandwirtschaftsministeriums heißt es, dass die Nachfrage nach Fleisch weltweit bis 2050 von 300 Millionen Tonnen auf 480 Millionen Tonnen steigen wird. Auch Experten einer Fachtagung warnten über die Tierhaltung am Rande der Grünen Woche. Dabei ging es aber nicht um den Tierschutz, nein die Experten machen sich nur Sorgen um die Folgen für das Weltklima. Mit denTieren hatten die nichts am Hut.

750 Millionen Tiere sterben in Deutschland

In Deutschland müssen jährlich etwa 750 Millionen Tiere für den Fleischkonsum sterben, weltweit sind es 60 Milliarden Tiere so der Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder zu "Welt am Sonntag". Erfreulich ist, dass der Fleichkonsum in Deutschland seit 2011 rückläufig ist, aber nur sehr gering.

Über 60 Kilo landen in Deutschland pro Kopf auf dem Teller, das ist ein Kilo pro Woche, und das ist viel zu viel. Sollte sich der Fleichkonsum bis 2050 wie prognostiziert um 50 Prozent erhöhen, müssen dann 90 Milliarden Tiere jedes verdammte Jahr sterben.

Rüdiger Jürgensen, Geschäftsführer VIER PFOTEN Deutschland, kommentiert das Ergebnis des SPD-Sonder-Parteitages:

„Mit dem knappen Abstimmungsergebnis der SPD-Parteibasis wird deutlich, dass es bei einer Fortführung der Großen Koalition kein 'Weiter so' geben darf. In den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen muss die SPD auf Augenhöhe mit der Union verhandeln und die Chance nutzen,ein starkes Signal hin zu einer neuen Agrarpolitik zu setzen.

Wir fordern den längst überfälligen Strategiewechsel: Ein zentrales Instrument für eine Wende und mehr Transparenz in der Nutztierhaltung ist die gesetzlich verpflichtende Haltungskennzeichnung für Fleisch, Milch und Produkte mit verarbeiteten Eiern.

Die deutschen Bürgerinnen und Bürger verdienen eine wegweisende und vor allem transparente Agrarpolitik, um ihren Beitrag für mehr Tierschutz leisten zu können.

Das zuletzt diskutierte, auf Freiwilligkeit basierende, 'Mehr Tierwohl'- Label wird mit den angekündigten, schwachen Kriterien den längst überfälligen Systemwechsel nicht fördern. Das Label ist Betrug am Tier und am Verbraucher.“

Unser Tipp - Die besten Burger sind vegan

Burger sind hip. Gute Burger sind selbst gemacht. Und die besten Burger sind eben einfach vegan, schreibt Autorin und Food-Bloggerin Larissa Häsler in „Burgerglück. Kreative vegane Ideen für den perfekten Genuss“ (Unimedica im Narayana Verlag, ET April 2018).

Bei Larissa Häsler dreht sich alles rund um den pflanzlichen Burger. Ausgefallene Rezepte wie „Hanfi Horst“, „Schatz der Inka“ oder „Pulled Artichoke“ halten, was ihr Name verspricht. Von typisch deutsch über italienisch, orientalisch und asiatisch ist alles dabei.

Auch bei Eigenkreationen wird der Fantasie keine Grenzen gesetzt, sodass je nach Geschmack und Vorrat Brötchen, Patties, Saucen und Belag zu individuellen Burgern zusammengestellt werden können. Zudem sind viele Infos rund ums Burger-Menu inbegriffen wie Tipps für perfekte Beläge, Begleiter, Brötchenvariationen als auch eine Step-by-Step-Anleitung für Burger-Buns mit weicher Krume.

Bevorzugt werden saisonale Bio-Zutaten verwendet, die Autorin zeigt aber auch, wie hervorragend sich Burger für eine praktische Resteverwertung eignen. Nützliche Tipps von A bis Z und ein Burger-1x1 schaffen Abhilfe, falls es bei der Zubereitung zu Problemen kommen sollte – so steht dem persönlichen Burgerglück nichts mehr im Wege.

Egal zu welchem Anlass, mit typischem Fast Food haben diese Burger sicherlich nichts mehr zu tun.

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