13.08.2017 17:01 ein Spiegel seiner selbst

Marek Jaromski und die polnische Moderne

Herwig Nowak besucht Marek Jaromskis Ausstellung in Polen

Herwig Nowak besucht die Ausstellung von Marek Jaromski im polnischen Kielce (c) privat

Werke von Marek Jaromski

Werke von Marek Jaromski

Ausstellung Marek Jaromski

Ausstellung Marek Jaromski

Von: GFDK - Herwig Nowak

Etwas schaut er schon aus wie Don Camillo, der polnische  Künstler, Maler, Zeichner und Tuchgestalter Marek Jaromski, der in der Zeit vom 28. Juli bis 18. August 2017 in der bekannten Galeria Gorna des Büro Wystaw artystycznych  Kielcach im polnischen Kielce seine Werke präsentiert:

Hochgewachsen, fast 2 m gross, 63 Jahre alt, von hagerer Gestalt und von äusserst lebhaftem, freundlich-kontaktfreudigem Wesen.

Seine Werke sind ein Spiegel seiner selbst. Sie sind hell, vermitteln Positives, ohne in flache klischeehafte Darstellung abzugleiten. Jedes Porträt- und die Ausstellung hat hier einen  Schwerpunkt- gibt den Menschen
unikat wieder, ob es sich um die Nachbarn oder Vorfahren oder fremde Personen im Einzugsbereich des Künstlers handelt.

Aber auch das religiös bestimmte Motiv findet, guter polnischer Tradition entsprechend, hier
seinen Platz. Wen wundert, dass diese Werke  auch das Interesse von Papst Jean Paul II fanden. Aber auch Gebrauchsgegenstände wie T-Shirts unterliegen der gestaltenden Hand des Künstlers.

Der Technik nach verbirgt sich hinter dem fertigen Porträt schwere Arbeit. Ob die Basis nun Holz -oft ungefügte Bretter- Linoleum oder speziell gefertigtes Papier ist, mit dem Beitel bearbeitet der Künstler diesen Untergrund und strukturiert ihn.

Dann überzieht er ihn mit den von ihm gewünschten Farben, die er händig in den Untergrund einreibt. Das halbfertige Werk wird mit einem dünnen Papier überzogen und in einer Druckpresse gepresst, die der Künstler von Hand bedient. Künstler sind eben auch Handwerker.

Die polnische Kunst der Gegenwart ist, das weiss man, überaus vielgestaltig, ohne die Modernität der Aussage überzustrapazieren. Marek Jaromski ist ein gutes Beispiel dafür, Modernes auf der Basis des Alten zu schaffen, beides miteinander in Einklang zu bringen.

Seine Bemühungen in diese Richtung verdienen lebhaften Erfolg. Für die zielstrebige Galerie Gorna unter ihrer intelligenten Direktorin Stanislawa Zacharko ein schöner Erfolg. Herzlichen Glückwunsch.

Herwig Nowak

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