15.08.2017 08:02 eine politische Künstlerin

Kein Lächeln und kein Lachen - Käthe Kollwitz

Ausstellungsansicht Gustav Seitz

Ausstellungsansicht Gustav Seitz @ Käthe Kollwitz Museum

Ausstellung im Kaethe Kollwitz Museum

Ausstellungsansicht Gustav Seitz @ Käthe Kollwitz Museum

Gustav Seitz zu sehen im Kaethe Kollwitz Museum

Ausstellung in Köln Gustav Seitz (c) Gustav Seitz Stiftung

Von: GFDK - Herwig Nowak

Zugegeben, es waren harte Jahre, in denen Käthe Kollwitz ihre Werke schuf. Der Anfang ihrer künstlerischen Laufbahn wurde durch den ersten Weltkrieg und den frühen Tod ihres ältesten Sohnes als Kriegsfreiwilliger auf den Schlachtfeldern Flanderns bestimmt.

Die Nachkriegszeit war durch die wirtschaftliche Not des Deutschen Volkes und die bekannten politischen Umbrüche gekennzeichnet. Ihnen folgten die Greuel des Zweiten Weltkriegs.

Aber das waren sicherlich nur die äusseren Gründe dafür, dass wir im Werk der Künstlerin jedwede heitere Note vermissen: kein Lächeln und kein Lachen. Schon die Auswahl Ihrer Themen zeigt, dass sie Schwere des Lebens als Gegenstand ihrer künstlerischen Arbeit sucht: der Zyklus „Bauernkrieg“ als frühe Arbeit ,die Arbeiten, die den Krieg, den Hunger, die Armut, den Tod  thematisieren.

Und selbst dann, wenn sie sich erfreulichen menschlichen Themen zuwendet, etwa die“ Liebenden“, scheut sie sich, diese öffentlich zu machen und verbannt sie in ihre „Sekreta“.

Aber noch mehr ist es der künstlerische Duktus, der ihren Arbeiten zugrunde liegt  der den Eindruck des Schweren und der Ausweglosigkeit vermittelt: Kohlezeichnungen, mit schwerem Strich dargestellt, kräftige, ausdrucksstarke, fast schon brutale Holzschnitte.

In ihr Lebensbild passt, dass sie sich auch als politische Künstlerin versteht und per Wort und Bild humanitären Gedanken in der Politik Gehör zu verschaffen sucht.

Käthe Kollwitz wurde am 8. Juli 1867 geboren und verstarb am 22.April 1945. Die Käthe –Kollwitz-Museen in Köln und Moritzburg ehren sie mit Ausstellungen zu ihrem 150. Geburtstag.

Herwig Nowak

Weiterführende Links:
https://www.kollwitz.de/