17.04.2015 12:35 Pläne wurden unter Bill Clinton erarbeitet

Hillary Clinton wird die Welt nicht retten - Die Macht nicht im Weissen Haus

Hillary Rodham Clinton

Hillary Rodham Clinton 2009. United States Department of State - Department of State. (c) Wikipedia

Von: Rainer Kahni und Gottfried Böhmer

Die ehemalige First Lady und Ex-Außenministerin der USA, Hillary Clinton, bewirbt sich zum zweiten Mal um das Präsidentenamt. „Ich bewerbe mich um die Präsidentschaft“ (I'm running for president), schrieb sie im Kurznachrichtendienst Twitter.

Dazu schreibt Rainer Kahni:

Wer allen Ernstes daran glaubt, dass eine Frau die liebevollere, weichere und verständnisvollere Politikerin wäre, der nehme sich als Beispiel Thatcher und Merkel. Im Gegenteil, gerade eine Frau in einer Machtstellung muss noch härter sein, denn sie ist umgeben von Machos und Chauvinisten, denen sie beweisen muss, dass sie ebenso machtversessen sein kann, wie ein Mann.

Es gibt also keinen Grund, hoffnungsfroh auf eine Präsidentin Hillary Clinton zu warten, es wird sich an der amerikanischen Politik mit ihr überhaupt nichts ändern. Die Macht liegt ohnehin nicht im Weissen Haus, sondern in den Händen der Lobbyisten, der Finanz - Oligarchen, der Mega - Konzerne und des militärisch - industriellen Rüstungskomplexes.

Der US - Präsident darf sich nicht einmal einen Kugelschreiber bestellen, ohne dass der Senat oder der Kongress zustimmt. Dort aber sitzen die rechtsreaktionären Lobbyisten der Konzerne. Es gibt also nicht den geringsten Grund, irgendwelche Hoffnungen auf eine Präsidentschaft von Hillary Clinton zu setzen.

Dieser wunderschöne Planet Erde wird auch ohne ihr Zutun im Krieg, Chaos und Elend versinken, weil es die Mächtigen so wollen und am Untergang auch noch viel Geld verdient wird. Erst wenn sie merken, dass man Geld nicht fressen kann, dann ist ihr Spiel aus. Doch dann ist es zu spät.

Hier noch mal ein Blick in die Vergangenheit, der zeigt das auch mit einer Präsidentin Hillary Clinton die US-Doktrien aufrecht erhalten bleibt, die darauf ausgerichtet ist, die Welt und Europa zu beherrschen.

Diese Pläne wurden schon in den 90 Jahren unter Bill Clinton ausgearbeitet

Willy Wimmer, der ehemalige verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU und parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, von 1994 bis 2000 Vizepräsident der parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) schrieb folgendes zu den amerikanischen Plänen, die unter Präsident Bill Clinton erarbeitet wurden.

Willy Wimmer, die Amerikaner haben uns erklärt, dass sie eine Linie ziehen wollen, von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer und von da aus weiter nach Anatolien. Alles was westlich von dieser Linie liegt, betrachten die USA als ihr Einflußgebiet.

Die Russen sollten aus den europäischen Entwicklungen herausgedrängt werden. (Somit erweist sich das ganze Geschwätz, das der Westen versucht habe, die Russen in Freundschaft in Europa zu integrieren als große Lüge unserer Politiker und Medien.)

Schon auf dem NATO Gipfel 2006 in Riga wollten laut Aussage von Wimmer die USA Georgien und die Ukraine in das Kriegsbündnis aufnehmen. Um es mit deutlichen Worten zu sagen. Die USA betrachten Europa als ihr Kriegsaufmarschgebiet gegen Russland und die europäischen Staaten als ihre Versallen.

Diese Pläne wurden schon in den 90 Jahren unter Bill Clinton ausgearbeitet. Die Aufnahme der Baltischen Staaten in die NATO und der Raketenschirm, den die USA unter dem Vorwand einer Bedrohung durch den Iran in Polen installiert haben, bekommt nun eine ganz andere Bedeutung.

Bundeswehr gegen die eigene Bevölkerung, Presse und Öffentlichkeit nicht informiert

Willy Wimmer befürchtet sogar, dass die Bundeswehr gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt wird, sollte es in Deutschland zu sozialen Unruhen kommen. Auch das wurde schon im Juni 2014 von der Europäischen Union warhscheinlich sogar mit Absprache der Amerikaner und der NATO beschlossen.

Die Verabschiedung im Rat für Allgemeine Angelegenheiten geschah ohne Kenntnis der Öffentlichkeit. Der Punkt tauchte nicht einmal in der Tagesordnung des Treffens auf. Auch die Presse wurde nicht informiert.

Amerikaner setzen auf die militärische Komponente, weltweit

Willy Wimmer und viele andere hochrangige Politiker befürchten, dass wir uns auf den Weg in den Dritten Weltkrieg befinden. Der ehemalige russische Aussenminister Igor Iwanowa und sein ehemaliger britischer Amtskollege Malcom Rifkind haben im August 2014 in einem gemeinsamen Artikel in der "New York Times" von der Gefahr eines Atomkrieges gewarnt.

Willy Wimmer "Wenn ich nicht will, dass Streitigkeiten auf friedlichen Wege geklärt werden, bleibt ja nur die militärische Komponente. Auf die setzen die Amerikaner, weltweit". 33 Jahre saß Willy Wimmer im deutschen Bundestag, und man sollte meinen das er weiß von was er spricht.

Vorauseilender Gehorsam aus Deutschland?

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) begrüßte die Bewerbung von Hillary Clinton und wünschte ihr viel Erfolg. „Hillary Clinton war Außenministerin und hat sich nicht nur als verlässliche Partnerin Europas und Freundin Deutschlands profiliert, sondern auch in den Krisen der Welt - von Afghanistan bis Nahost - Fingerspitzengefühl bewiesen“, meinte Steinmeier in der „Bild“-Zeitung.

Zitat: "Welt-Online" - Als Hillary Clinton in der vergangenen Woche ihre Kandidatur für die Präsidentschaftsnominierung der US-Demokraten verkündete, freuten sich CDU-Politiker auf Twitter mindestens so stürmisch wie die Kollegen von den Grünen und der SPD.

Ein Scherbenhaufen - Beziehungen zwischen Russland und der NATO sind vollständig zusammengebrochen

Das russische Verteidigungsministerium vertritt die Ansicht, dass es zu einem vollständigen Krach in den Beziehungen zwischen Russland und der NATO gekommen ist. Alles, was in den letzten Jahren erreicht wurde, alles positive was mit der NATO erarbeitet wurde, ist alles den Bach runtergegangen – so der stellvertretende russische Verteidigungsminister Anatoli Antonow.

„Die Krise in der Ukraine hat eine Verschärfung des Verhältnisses mit den europäischen Ländern gebracht (…). Anstelle der Entwicklung der Zusammenarbeit und des Vertrauens, haben die NATO-Länder Kurs auf Konfrontation genommen“, – so Antonow. Die NATO entwickelt gegenwärtig eine beispiellose und durch nichts begründete Aktivität an den russischen Grenzen. Und gleichzeitig beschuldigt man die russischen Streitkräfte aller Todsünden – so Anatoli Antonow weiter.

US-Raketenschirm in Polen gegen eine Bedrohung aus Teheran war von Anfang an eine Lüge

Die Nato-Staaten sind dabei den geopolitischen Raum in Osteuropa zu erobern, sie verstärken mit allen mitteln ihr militärisches Potential in dieser Region und nähern sich den Grenzen Russlands an, das sagte der russische Verteidigungsminister, Armeegeneral Sergej Schoigu, am Donnerstag den 16. April in Moskau auf der 4. Moskauer Konferenz zur internationalen Sicherheit.

Die geographische Konzentration ihrer Übungsgebiete – es handle sich  ausschließlich um die Ostflanke der Allianz und die Arktis-Region – sei ein Beweis für die russlandfeindliche Ausrichtung ihrer Aktivitäten, so Schoigu.

„Unsere Entwicklungsprognosen für das globale Raketenabwehrsystem der USA, die in der Moskauer Konferenz (zur internationalen Sicherheit) 2012 hervorgebracht wurden, bewahrheiten sich. Wir bestätigen, dass die Umsetzung der US-amerikanischen Architektur der Raketenabwehr die strategische Stabilität bedroht“, so der Minister.

„Es ist heute augenscheinlich, dass die von den USA und den anderen Ländern der Allianz erfundenen Bedrohungen durch Teheran ein Bluff sind. Selbst nach den Durchbruch-Entscheidungen zum iranischen Nuklearprogramm hegt niemand mehr Illusionen hinsichtlich der Möglichkeit einer Revision der US-Nato-Pläne zur Raketenabwehr“, so der Minister.

Moskau beobachtet stark zunehmende Nato-Aktivitäten an seinen Grenzen, wie der russische Botschafter bei der Allianz, Alexander Gruschko, am Mittwoch den 15. April bestätigte. Die Russen sind besorgt über Stationierung von 400 westlichen Militärbasen an seinen Grenzen. Westliche Länder hätten mehr als 400 Militärstützpunkte an der Grenze zu Russland stationiert, diese enorme Zahl löst Fragen auf. Das sagte der russische Vizeverteidigungsminister Anatoli Antonow am Samstag den 18. April 2015 in einem Interview des Radiosenders Echo Moskwy.

„Das ist eine Realität, das sind ganz offene Daten, die Sie überprüfen können. Jeder Hörer kann sich das selbst ausrechnen. Und das Verteidigungsministerium Russlands stellt die Frage, wozu diese Stützpunkte entlang der russischen Grenze stationiert sind“, sagte der Minister.

Noch mal auf den Punkt gebracht: Die USA und ihre NATO-Verbündeten werden ihre Pläne weiter verfolgen. Die Russen, egal wie ihr Präsident heißt, können das nicht verhindern, und daher wird es zu dem Krieg kommen den sich anscheinend viele wünschen. Von Deutschland ist kein Widerstand zu erwarten, weder von seiten der Politik, noch von der Bevölkerung. Dafür werden die NATO-Medien schon sorgen.

Zum Schluss noch mal Rainer Kahni:

Am eigenen Grössenwahn, an der Hybris und an der masslosen Gier ist auch das römische Reich gescheitert und untergegangen. In den USA kommt noch eine verbrecherische Clique von Lobbyisten des militärisch - industriellen Rüstungs - Komplexes und der Welt - umspannenden Konzerne hinzu.

Das Gefährlichste ist aber das bigotte Sendungsbewusstsein, das diese untergehende und bankrotte Weltmacht antreibt. Sie glauben allen Ernstes, dass sie irgendjemand gerufen hat, diese Welt zu retten und richten dabei nur ein unbeschreibliches Chaos auf der ganzen Welt an. Die USA, so wie sie heute aufgestellt ist, kann nicht unser Freund sein. Weist diesen stahlgewordenen Grössenwahn in seine Schranken.

 

Gottfried Böhmer ist seit 1997 künstlerischer Direktor der Gesellschaft Freunde der Künste und Redaktionsleiter der GFDK.

Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

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Weiterführende Links:
Willy Wimmer (* 18. Mai 1943 in Mönchengladbach) ist ein deutscher Politiker der CDU, der 33 Jahre dem Bundestag angehörte. Zwischen 1985 und 1992 war er erst verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU und dann Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung. Von 1994 bis 2000 war er Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).
http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Wimmer

Verfassungsschutz überwacht verstärkt Putinversteher
http://eurusky.ru/2015/04/verfassungsschutz-ueberwacht-verstaerkt-putinversteher/