17.07.2017 07:51 Kommentar - Pleite ist nun mal Pleite

Helge Achenbach kommt nicht zur Ruhe - Neues Urteil, Neue Pleite

Unser Autor Gottfried Boehmer hatte schon immer eine eigene Meinung zum Fall Helge Achenbach

Unser Autor Gottfried Böhmer hatte schon immer eine eigene Meinung zum Fall Helge Achenbach. Foto: GFDK

Von: Gottfried Böhmer

Anfang 2015 hatte das Landgericht Helge Achenbach zur Zahlung von 19,4 Millionen Euro Schadenersatz an die Aldi-Erben Berthold Albrecht verurteilt. Das Urteil wurde aufgehoben. Das Gericht verwies das Verfahren zurück an das Landgericht.

Pleite ist nun mal Pleite

In dem neu aufgerollten Zivilprozess verurteilte das Landgericht Düsseldorf Helge Achenbach und zwei seiner insolventen Firmen jetzt dazu, der Familie des gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht 18,7 Millionen Euro an Schadenersatz zu zahlen. Ob die 700.000 Euro Unterschied zwischen dem ersten und zweiten Urteil für Achenbach von Bedeutung sind darf bezweifelt werden.

Pleite ist nun mal pleite, und die Albrecht Erben wollen noch viel mehr Kohle sehen. Als Milliardäre muss man ja sehen wo man bleibt. Vielleicht will Babette Albrecht, die Witwe von Berthold Albrecht, auch noch seine Unterhosen haben. Eines ist sicher, Babette Albrecht kann den Helge nicht leiden und die Freundschaft zu ihrem Mann war ihr wohl schon immer ein Dorn im Auge.

Babette will noch weitere 5 Millionen

In einer weiteren Klage fordern die Albrecht-Erben weitere fünf Millionen Euro von Helge Achenbach. Juristen hatten sich schon 2014 darüber gewundert, dass Babette Albrecht nicht zivil-, sondern strafrechtlich gegen Helge Achenbach vorgegangen ist. Der Stachel muß also tief sitzen. Helges Kunstsammlung wurde schon für 8.5 Millionen Euro zwangsversteigert. Noch kann Achenbach gegen das Urteil Berufung am Oberlandesgericht einlegen.

Das ist doch vollkommen wurscht

Achenbach hatte viele Neider. Ein Kunsthändler brauchte den Fall Albrecht 2014 so auf den Punkt als er der FAZ sagte: Nach der Beziehung zu Berthold Albrecht gefragt, sagt er, der habe gewusst, dass er nicht mehr lang zu leben hatte: „Der Helge hat dem Partys geschmissen und richtig auf den Putz gehauen, da war es dem Albrecht, der regelrecht aufgeblüht ist, doch völlig wurscht, ob er für einen Picasso eine oder anderthalb Millionen zahlt“.

Na ja, wurscht war es aber nicht der Erbin Babette Albrecht und die Partys auf denen ihr Mann aufblühte, dürften ihr auch wenig gefallen haben. Wenn hier etwas aufzublühen hat, dann bitte nur das Bankkonto. Basta.

2015 haben wir hier geschrieben: Der bleibende schale Geschmack - Helge Achenbach Urteil zu einseitig. Nachbetrachtung eines denkwürdigen Prozess. "Der schale Geschmack kündigte sich schon in den Wochen nach dem 11ten Juni 2014 an, als ein wenig erfreuliches hohes Maß an Vorverurteilung durch die Medien, Presse und die betroffenen (eingebundenen) Kreise ging. Ging das nicht alles etwas zu schnell - und ist alles nicht etwas zu (!) klar ? Hat es sich da nicht jemand zu einfach gemacht ?" Quelle - cultur. tv

Gottfried Böhmer

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